Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Topthemen

Unglück in Nachtclub überschattet Schwimm-WM

Mehrere Athleten der Schwimm-WM im südkoreanischen Gwangju feiern zum Ausklang der Wettkämpfe in einem Nachtclub. Doch plötzlich stürzt ein Balkon in den Räumlichkeiten ein. Der Deutsche Schwimm-Verband zeigt sich bestürzt.



Unglück
Zwei Menschen kamen bei dem Unglück in dem Nachtclub in Gwangju ums Leben.   Foto: Chun Jung-In/Yonhap

Ein tödliches Unglück in einem Nachtclub nahe dem Athletendorf der Schwimm-WM im südkoreanischen Gwangju hat das sportliche Großereignis überschattet.

Zwei Menschen kamen nach Berichten südkoreanischer Sender ums Leben, als in der Nacht zum Samstag eine Besucherplattform des Clubs «Coyote Ugly» einstürzte. Der Rundfunksender KBS berichtete, weitere 17 Gäste seien verletzt worden, darunter auch Sportler der Weltmeisterschaften - hauptsächlich aus der Wasserball-Sparte.

Bei den deutschen Wasserballern löste die Tragödie Betroffenheit aus. «Heute beim Frühstück war eine ziemlich bedrückende Stimmung», sagte Nationaltorwart Moritz Schenkel nach der 6:11-Niederlage seiner Mannschaft im Spiel um Platz sieben gegen Griechenland. «Wir haben es heute Morgen sofort aus den sozialen Medien mitgekriegt nach dem Aufstehen. Ich glaube, es ist ziemlich tragisch, was dort passiert ist.» Er gehe davon aus, dass am Samstagabend keiner rausgehen werde. «Weil wir gar nicht wissen, wie wir mit der Situation umgehen sollen», sagte Schenkel. 

Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft waren nach Angaben des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am vorletzten Wettkampftag nicht am Unglücksort. «Wir sind alle zutiefst bestürzt. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Verletzten und weiteren Betroffenen», hieß es in einer DSV-Mitteilung.

Nach ersten Angaben des WM-Organisationskomitees wurden sieben Athleten, die sich in dem Club aufhielten, leicht verletzt. Die meisten Sportler und Sportlerinnen seien nach dem Unglück wieder sicher ins Athletendorf zurückgekehrt. Einer habe aber noch im Krankenhaus bleiben müssen, teilte das OK mit.

Unter der Plattform in dem Club hätten zum Zeitpunkt des Einsturzes Gäste gestanden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Die Polizei untersuche jetzt, ob die Plattform, die etwa 2,50 Meter über dem unteren Geschoss angebracht gewesen sei, eventuell illegal erweitert worden sei. Die Ermittler vermuten demnach, dass der Balkon unter der Last zahlreicher Gäste einbrach. Es hätten sich etwa 100 Personen darauf befunden.

Bei den Todesopfern handelt es sich laut Yonhap um zwei südkoreanische Clubgäste. Einer sei am Unglücksort tot geborgen worden, der andere sei in einem Krankenhaus gestorben.

«Alles war normal, als es im wahrsten Sinn des Wortes unter unseren Füßen eingestürzt ist», sagte der Kapitän des Wasserball-Teams aus Neuseeland, Matt Small, dem neuseeländischen Sender Radio Sport. Keines der sieben oder acht Mannschaftsmitglieder sei verletzt worden. «Doch jeder von uns ist ein bisschen erschüttert.»

Unter den mehr als 350 Gästen des Clubs waren den Berichten zufolge auch WM-Teilnehmer aus den USA, Neuseeland, den Niederlanden, Italien und Brasilien. «Das ist eine schreckliche Tragödie», sagte der Chef der US-Wasserballer, Christopher Ramsey, in einer Erklärung. Spieler und Spielerinnen hätten in dem Club die Goldmedaille des US-Damenteams gefeiert.

Der Schwimm-Weltverband erklärte: «Die FINA überprüft die Situation sorgfältig und wird alle Maßnahmen einleiten, um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen und Hilfe bereitzustellen, wann immer es nötig ist.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 07. 2019
14:31 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Debakel Deutsche Nationalmannschaften Goldmedaillen Polizei Rundfunksender Schwimmweltmeisterschaften Sportler Todesopfer Unfallorte Wasserballer Weltmeisterschaften
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Zerstörte Häuser

15.10.2019

Zahl der Toten nach Taifun in Japan steigt auf 66

Die Lage in Japan nach dem verheerenden Taifun bleibt angespannt. Noch immer werden Menschen vermisst. Und die Zahl der Toten steigt weiter. » mehr

Polizeikontrolle auf Bundesstraße 91

09.10.2019

Der Schock von Halle

Halle erlebt Stunden der Angst. Ein Mann erschießt zwei Menschen und will eine Synagoge angreifen. Erst nach und nach wird die Brutalität des Angriffs deutlich. » mehr

Großeinsatz

09.10.2019

Eine Stadt im Ausnahmezustand - Angst und Entsetzen in Halle

Schüsse in Halle. Zwei Menschen sterben. Eine Leiche liegt gegenüber einer Synagoge. Ein weiterer Tatort ist ein Döner-Imbiss. Die Täter sind auf der Flucht - und eine Stadt steht unter Schock. » mehr

Nürburgring 1976

21.05.2019

Laudas Flammeninferno und ein unglaubliches Comeback

Reifen quietschen, ein Rennwagen außer Kontrolle. Flammen. Ein Inferno. Ein Drama. Ein Wunder. Niki Lauda überlebt. » mehr

«Mohr mit Smaragdstufe»

25.11.2019

Kunstdiebstahl in Dresden: Was passiert nun mit der Beute?

Edelsteine, Schmuck und Perlen - beim Diebstahl in der Dresdner Schatzkammer geht es um Werte von unschätzbarem Wert. Was können aber die Diebe mit ihrer Beute anfangen? » mehr

Rusada in Moskau

09.12.2019

Die von der WADA-Exekutive verhängten Strafen für Russland

Das Exekutivkomitee der Welt-Anti-Doping-Agentur hat am Montag in Lausanne einen Katalog von Sanktionen gegen Russland wegen der Manipulation von Dopingdaten verhängt. Nachfolgend die Strafen im Einzelnen: » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Brand in Kronach

Brand in Kronach | 12.12.2019 Kronach
» 8 Bilder ansehen

FRG Ebern wird Fair-Trade-Schule Ebern

FRG Ebern wird Fair-Trade-Schule | 11.12.2019 Ebern
» 10 Bilder ansehen

Küpser Markt-Weihnacht

Küpser Markt-Weihnacht | 09.12.2019 Küps
» 20 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
27. 07. 2019
14:31 Uhr



^