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Hintergründe

Die FPÖ: Vom Auf und Ab einer Partei



Jörg Haider
Der inzwischen verstorbene Jörg Haider hatte die FPÖ vor 20 Jahren zu ihrem ersten Höhenflug geführt. Foto: Arno Wiedergut/EPA/APA   Foto: dpa

In den ersten 30 Jahren ihrer Geschichte präsentierte sich die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) politisch wankelmütig und wenig erfolgreich: Von ziemlich weit rechts Ende der 1950er bewegte sie sich zunächst in die liberale Mitte - und Ende der 1980er wieder zurück ins rechte Spektrum.

Die Ergebnisse bei Parlamentswahlen in dieser Zeit: im mittleren einstelligen Bereich.

Dann kam Jörg Haider, offenbar gerade zur rechten Zeit: Die Wähler zeigten sich zunehmend unzufrieden mit der langjährig regierenden großen Koalition aus konservativer ÖVP und sozialdemokratischer SPÖ. Schon bei der ersten Parlamentswahl unter Haider 1986 kam die FPÖ auf zehn Prozent.

Das beste Ergebnis erreichte die Partei 1999 mit 27 Prozent. Danach bildete sie mit der ÖVP die Regierung - was zu internationalen Protesten führte. Nach dem Eintritt in die Regierung ging es abwärts. Bei der Parlamentswahl im Jahr 2002 erhielt die FPÖ nur noch rund zehn Prozent der Stimmen. An der neuen Regierung mit der ÖVP war sie jedoch weiterhin beteiligt.

Allerdings kam das Regieren als geschwächter Juniorpartner bei den Wählern nicht gut an. Bei Landtagswahlen verlor die Partei deutlich, intern rumorte es. 2005 spaltete sich ein Flügel unter der Führung Haiders als «Bündnis Zukunft Österreich» (BZÖ) ab. Rund drei Jahre später kam der Ex-FPÖ-Chef bei einem selbst verschuldeten Autounfall ums Leben. Unter Heinz-Christian Strache ging die FPÖ zurück in die Opposition. Danach konnte die Partei ihren Stimmenanteil bei den Parlamentswahlen wieder von elf Prozent (2006) bis auf 26 Prozent (2017) steigern.

Seit der Rückkehr in die Regierung 2017 belasteten mehrere FPÖ-Affären die Koalition. Darunter: ein Spitzenkandidat mit Verbindungen zu einer rechten Burschenschaft (Rücktritt), Vorwürfe wegen des angeblich politisch motivierten Umbaus des Bundesamts für Verfassungsschutz und das ablehnende Verhältnis der FPÖ zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

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dpa

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Veröffentlicht am:
20. 05. 2019
15:13 Uhr

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