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Hintergründe

Vergebene Chancen und große Party: Die Union-Aufstiegssaison

«Ein Wörtchen» wollte der 1. FC Union um den Aufstieg mitreden - am Ende feiern die Berliner ihren ersten Sprung in die Bundesliga. Die Saison 2018/19 der Eisernen in Schlaglichtern.



Jubel
Die Fans von Union stürmten nach dem Aufstieg den Platz und feierten friedlich.   Foto: Andreas Gora

Der 1. FC Union Berlin hat seine erfolgreichste Zweitliga-Saison mit dem Aufstieg gekrönt.

Auf die Relegation gegen den VfB Stuttgart folgt die große Party und Vorfreude auf mindestens ein Jahr mit zwei Hauptstadtclubs im Oberhaus. Doch es gab auch Rückschläge. Schlaglichter der Union-Spielzeit:

1. Juni 2018: Neuer Trainer «mit Ambitionen»

Nach einer enttäuschenden Saison setzt Union auf einen Schweizer als Trainer. Mit dem FC Basel hatte Urs Fischer schon die nationale Meisterschaft gewonnen - und kündigt an, um den Aufstieg zumindest «ein Wörtchen mitreden» zu wollen. Sich selbst stellt der damals 52-Jährige als «korrekt, konsequent, mit Ambitionen» vor.

5. August 2018: Geniestreich des Ex-Kapitäns

Mit einem Traum-Freistoß bewahrt ausgerechnet Felix Kroos sein Team vor einem Fehlstart. In der 87. Minute trifft der frühere Spielführer zum 1:0 gegen Erzgebirge Aue am ersten Spieltag. Als neuer Kapitän führt Christopher Trimmel Union durch die Saison.

26. August 2018: «Spitzenreiter, Spitzenreiter»

Gemeinsam feiern Profis und Fans den Sprung auf den ersten Platz. Beim 4:1 gegen den FC St. Pauli zeigt das Fischer-Team angeführt vom überragenden Neuzugang Sebastian Andersson gnadenlose Effektivität. Doch derartiges offensives Spektakel bleibt Mangelware: In der Hinserie gibt es nur zwei weitere Male drei oder mehr eigene Treffer.

28. Oktober 2018: Remis-Könige

Union hat die Unentschieden-Krankheit. Das 0:0 gegen Dynamo Dresden ist im elften Ligaspiel bereits die siebte Punkteteilung. Als einziges ungeschlagenes Team halten sich die Eisernen aber tapfer in der Aufstiegszone. Nach dem sechsten Spieltag ist Union nie wieder schlechter als auf Rang vier platziert.

31. Oktober 2018: Pokal-Stolz

Wie schon zwei Jahre zuvor bringt Union den großen Favoriten Borussia Dortmund an den Rand des Ausscheidens im DFB-Pokal. Beim 2:3 nach Verlängerung im Revier fehlt nicht viel für die Sensation.

23. Dezember 2018: Ende einer Serie

Kurz vor Weihnachten erwischt es auch Union. Nach einer makellosen Hinserie setzt es durch eine unterirdische zweite Halbzeit mit dem 0:3 bei Erzgebirge Aue die erste Liga-Niederlage. Die Berliner überwintern nur auf Platz vier.

31. Januar 2019: Geglückter Neuanfang

So bitter das Ende von 2018, umso besser der Start ins neue Jahr. Mit einem 2:0 gegen den 1. FC Köln meldet sich Union im Aufstiegsrennen zurück. «Wenn sie so weitermachen, werden sie bis zum Ende oben dabei sein und ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden», prophezeit der damalige FC-Coach Markus Anfang.

30. März 2019: Misere

Erstmals setzt es zwei Niederlagen hintereinander - dabei die erste und einzige Pleite zuhause. Beim 1:3 gegen den SC Paderborn zeigt sich, warum die offensivstarken Ostwestfalen später direkt aufsteigen. Noch drei weitere Spiele bleibt Union ohne Sieg und rutscht erstmals seit mehr als zwei Monaten vom Relegationsplatz ab.

28. April 2019: Mit Barbeque und Filmabend zum HSV-Sieg

Vor dem Spiel geht es ins Kurz-Trainingslager nach Kienbaum mit Barbeque und Filmabend. «Wenn wir verlieren, ist alles vorbei», sagt Keeper Rafal Gikiewicz - doch es kommt anders. Im direkten Duell düpiert Union den Hamburger SV und stürzt den Konkurrenten tiefer in die Krise. Mit dem 2:0 hat das Fischer-Team zumindest das Erreichen der Relegation wieder in eigener Hand.

12. Mai 2019: Beste Zweitliga-Saison

Die Relegation gesichert, der Traum vom direkten Aufstieg lebt: Mit dem 3:0 über den 1. FC Magdeburg schickt Union nicht nur den Ost-Rivalen in die 3. Liga. Auch die beste Platzierung ihrer Zweitliga-Historie ist den Köpenickern nicht mehr zu nehmen.

19. Mai 2019: Riesen-Chance verpasst

Am letzten Spieltag läuft eigentlich alles für Union. Der direkte Rivale Paderborn verliert 1:3 bei Dynamo Dresden, doch die Berliner verpassen den Aufstieg um ein Tor. Ein 2:2 beim VfL Bochum reicht nur für Platz drei und die Relegation gegen den VfB Stuttgart.

23. Mai 2019: Vorteil Union

Im ersten Duell mit den Schwaben sichert sich Union eine gute Ausgangslage. Zweimal gleichen die Köpenicker beim 2:2 aus - und vergeben kurz vor Schluss sogar noch die Riesenchance zum Auswärtssieg.

27. Mai 2019: «Die Zeit ist nun gekommen: Aufstieg jetzt»

Getreu dem Motto auf den Aufstiegs-T-Shirts nutzt Union die letzte große Chance. Nervenstark verteidigen die Berliner das 0:0, das dank der Auswärtstorregel zum Aufstieg reicht. Die Fans stürmen den Platz und starten friedlich einen langen Partymarathon.

Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
10:52 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
10:52 Uhr



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