Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Wirtschaft

Autoexperten: US-Automarkt wird 2019 schwächer

Autoexperten rechnen in diesem Jahr für den US-Markt mit sinkenden Verkaufszahlen. Auch für 2020 sieht es nicht besonders rosig aus. Ab Montag trifft sich in Detroit die Branche zum ersten großen Event des Jahres. Nicht nur solche Prognosen drücken auf die Stimmung.



Autohändler in den USA
Blick auf Mini-Modelle bei einem Autohändler in Highlands Ranch im US-Bundesstaat Colorado. In den kommenden Jahren wird auf dem US-markt mit schwächeren Auto-Absatzzahlen gerechnet.   Foto: David Zalubowski/AP/Symbol

Der auch für deutsche Hersteller wichtige US-Automarkt wird sich 2019 nach einer Prognose von Branchenexperten abschwächen.

Nach dem besser als erwartet ausgefallenen vergangenen Jahr mit rund 17,2 Millionen Neuwagenverkäufen dürften 2019 rund 16,8 Millionen Stück verkauft werden, wie eine vor dem Start der ersten großen Automesse des Jahres in Detroit vorgestellte Prognose des US-Marktforschers und Handelsdienstleisters Cox Automotive ergab. Für 2020 könnte es mit einem Neuwagenabsatz von rund 16,5 Millionen noch weiter nach unten gehen.

Cox-Chefökonom Jonathan Smoke machte unter anderem die sich abschwächende Konjunktur verantwortlich - warnte aber auch vor den Folgen zusätzlicher Zölle auf die Autopreise: Zölle von 25 Prozent könnten sich massiver auf den Absatz auf dem Automarkt auswirken als selbst eine Rezession. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt mit hohen Sonderzöllen auf Importautos gedroht, weil er sein Land von Handelspartnern unfair behandelt sieht. Dies würde die Branche stark belasten. Im Dezember war bereits eine Delegation deutscher Automanager bei Trump, um ihn von seinen Zollplänen abzubringen.

Auch höhere Zinsen führen den Experten zufolge dazu, dass sich der US-Markt abkühlt. Gefragt bleiben laut Cox vor allem die typisch amerikanischen Pick-up-Trucks und Geländewagen. Laut Smoke brach der Absatz von Limousinen in den vergangenen Jahren auf 30 Prozent ein, gleichzeitig ging es für die beliebten SUVs steil hoch auf 49 Prozent.

Dank der starken SUV-Nachfrage hatte Volkswagen seine US-Verkäufe 2018 erneut gesteigert. Insgesamt wurden 354.064 Autos mit dem VW-Logo an die Kunden ausgeliefert - ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einige US-Schwergewichte verbuchten im Gesamtjahr dagegen spürbare Rückgänge: Bei GM sanken die Verkäufe um 1,6 Prozent auf knapp 3,0 Millionen Fahrzeuge, bei Ford um 3,5 Prozent auf 2,5 Millionen Autos.

GM und Ford kämpfen zudem mit steigenden Materialkosten, was unter anderem am Zollstreit mit Handelspartnern wie China und der EU liegt. GM kündigte im November an, die Produktion zu drosseln und massiv Arbeitsplätze in Nordamerika abzubauen. Ford wiederum hatte vor wenigen Tagen angekündigt, wegen schlechter Geschäfte in Europa Tausende Jobs streichen zu wollen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 01. 2019
18:50 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Donald Trump Ford Handelspartner Industrie Personalabbau US-Markt Verkaufszahl Volkswagen AG Zoll (Außenwirtschaft)
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Trump besucht Apple-Fabrik in Texas

21.11.2019

Trump stellt Apple Zollerleichterungen in Aussicht

US-Präsident Donald Trump macht Apple Hoffnung auf weitere Ausnahmen von den amerikanischen Zusatzzöllen auf Waren aus China im laufenden Handelskonflikt mit Peking. » mehr

Motorenhersteller MAN

03.08.2020

MAN Energy Solutions will weniger Jobs abbauen

Allein in Deutschland sollten 3000 Jobs gestrichen werden. Nach ersten Verhandlungen mit der Gewerkschaft sieht die Lage nun wieder besser aus. Und vielleicht gibt es auch eine Perspektive im Volkswagen-Konzern, zu dem d... » mehr

Motorenhersteller MAN

22.07.2020

Motorenhersteller MAN will 3000 Jobs in Deutschland abbauen

Kreuzfahrten sind in der Corona-Krise gerade nicht gefragt. Darunter leidet auch der Schiffsdieselhersteller MAN Energy Solutions. Das bedeutet für viele Mitarbeiter nun, dass sie ihren Job verlieren. » mehr

Neuwagen

17.07.2020

Bolton: US-Strafzölle auf deutsche Autos nicht vom Tisch

US-Strafzölle auf deutsche Autos sind nach Einschätzung des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters der US-Regierung, John Bolton, noch nicht vom Tisch. » mehr

Altmaier hält Null-Zölle der EU auf US-Autoimporte für denkbar

21.07.2019

Altmaier bekräftigt Pläne für Autozölle auf Null

US-Präsident Trump droht den Europäern mit hohen Einfuhrzöllen auf Autos. Das würde vor allem deutsche Hersteller treffen. Die EU will das verhindern. » mehr

Maschinenbau

20.04.2020

Corona-Krise belastet Maschinenbau

Die exportorientierte deutsche Schlüssel Industrie Maschinenbau bekommt die Folgen der Corona-Pandemie immer mehr zu spüren. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Muggendorfer Gebirgslauf

Muggendorfer Gebirgslauf | 05.08.2020
» 24 Bilder ansehen

Der Coburger Bahnhof der Zukunft Coburg

Der Coburger Bahnhof der Zukunft | 03.08.2020 Coburg
» 21 Bilder ansehen

Fridays for Future und Critical Mass in Coburg Coburg

Fridays for Future und Critical Mass in Coburg | Coburg
» 32 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 01. 2019
18:50 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.