Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Wirtschaft

Autozulieferer Webasto kauft in Asien zu

Asiatische Autokäufer lieben Panoramadächer. Der Hersteller Webasto macht in der Region 42 Prozent seines Umsatzes. Jetzt hat er die größte Übernahme seiner Firmengeschichte abgeschlossen.



Automobilzulieferer Webasto
Der Autozulieferer Webasto stemmt die größte Übernahme seiner Unternehmensgeschichte und stärkt sein Asiengeschäft.   Foto: Stefan Sauer/Archiv

Der Autozulieferer Webasto, Weltmarktführer bei Panorama- und Schiebedächern, stemmt die größte Übernahme seiner Unternehmensgeschichte und stärkt sein Asiengeschäft.

Webasto habe die südkoreanische Gemeinschaftsfirma Webasto Donghee mit fünf Fabriken in China, Südkorea und in der Slowakei jetzt komplett übernommen, sagte Vorstandschef Holger Engelmann der Deutschen Presse-Agentur. Damit baue Webasto sein Kerngeschäft in Asien aus, binde den koreanischen Großkunden Hyundai-Kia enger an sich und könne ihm künftig auch Batterien für Elektroautos, Ladelösungen und elektrische Heizungen anbieten.

Den Einbruch der Autoverkäufe in China Ende 2018 spürt auch Webasto deutlich. Der Umsatz des Konzerns mit Hauptsitz im Münchner Vorort Stockdorf sank im vergangenen Jahr von 3,5 auf 3,4 Milliarden Euro. Gewinnzahlen will er erst im Mai nennen.

Webasto Donghee hat im vergangenen Jahr rund 350 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und beschäftigt mehr als 900 Mitarbeiter. Mit der Übernahme hat Webasto in Asien nun mehr Mitarbeiter als in Deutschland - hier sind es 3800.

Der Automarkt in China und Südostasien wachse und Webasto produziere möglichst in der Nähe der Autofabriken, zumal die Transportkosten für große, schwere Panoramadächer und für Batterien sehr hoch seien, erklärte Engelmann. Aber Forschung und Entwicklung kämen auch weiterhin vor allem aus Deutschland, «auch bei der Batterieentwicklung ist der Fokus ganz klar in Deutschland», sagte der Vorstandschef. Konkrete Anwendungen würden dann auch in China, Korea, Japan oder den USA entwickelt und vor Ort getestet.

Nach der Übernahme von Webasto Donghee zum Preis von gut 100 Millionen Euro will Webasto die Standorte voll integrieren und Synergien heben. «Im Grundsatz können wir in diesen fünf Fabriken neben Dächern auch Batterien fertigen», sagte Engelmann. Das neue Geschäftsfeld macht zwar erst etwas über zehn Millionen Euro Umsatz, soll aber rasch wachsen und 2025 eine Milliarde Euro erwirtschaften. Der erste Großauftrag kam von einem Bushersteller, in China baut Webasto gerade eine Batteriefertigung auf. Von der Entwicklung bis zur Serienfertigung brauche es drei Jahre Vorlauf, sagte Engelmann. Die Zellen für seine Batterien kauft Webasto in Korea und in China.

Hyundai-Kia hat im vergangen Jahr 7,4 Millionen Autos verkauft und ist Webastos drittgrößter Kunde überhaupt. In Asien erwirtschaftet der Dachhersteller gut 40 Prozent seines Umsatzes.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 04. 2019
09:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Automarkt Autoverkäufe Autozulieferer Batterien Deutsche Presseagentur Elektroautos Kerngeschäfte Produktionsunternehmen und Zulieferer Stromtechnik Webasto AG Fahrzeugtechnik
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
PSA-Vorstandsvorsitzender Tavares lobt Opel-Kauf

25.04.2019

PSA-Chef Tavares lobt Opel-Kauf

Der Peugeot-Hersteller PSA drückt bei Opel auf die Kosten. Das deutsche Traditionsunternehmen macht wieder Gewinne. Die Sanierung geht aber weiter. » mehr

VW-Logo

13.05.2019

VW packt Batteriezellfertigung an

Erst vor wenigen Wochen hatte Volkswagen die Pläne für einen Lkw-Börsengang auf Eis gelegt - wegen des Marktumfelds. Jetzt wird es konkreter. Und auch bei der Fertigung von Batteriezellen für E-Autos überrascht der Konze... » mehr

Altmaier trifft Le Maire

02.05.2019

Opel ist Teil des Milliarden-Projekts für Batteriefertigung

Europa hinkt bei der Batteriefertigung für E-Autos hinter Asien her. Das soll sich nach dem Willen von Deutschland und Frankreich ändern. Im Boot ist auch ein Hersteller, der bisher als Sanierungsfall gilt. » mehr

Volkswagen - Golf

16.10.2019

Neuer Golf 8 soll VW das Massengeschäft sichern

Die Erwartungen an ihn könnten kaum höher sein: Der Golf ist seit jeher das «Brot-und-Butter-Modell» von Volkswagen. Nun geht die achte Auflage an den Start. Für den größten Hersteller der Welt hat das Auto eine enorme B... » mehr

Volkswagen e-Golf

05.10.2019

Rabattstudie: Auf einmal wird der e-Golf von VW ganz billig

Bisher hat VW als größter Autohersteller Europas nur relativ wenige E-Fahrzeuge im Angebot. Mit dem neuen Elektro-Mittelklassewagen ID.3 soll nun das Massenpublikum erreicht werden, Auslieferungsstart ist nächstes Frühja... » mehr

MAN

02.10.2019

MAN und Scania bringen 2020 Elektro-Stadtbusse

Die VW-Lastwagentochter Traton will nächstes Jahr die ersten elektrischen Serien-Stadtbusse von MAN und Scania auf den Markt bringen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Kirchweih Lahm

Kirchweih Lahm | 15.10.2019 Lahm
» 16 Bilder ansehen

Oktobermarkt in Ebern

Oktobermarkt in Ebern | 14.10.2019 Ebern
» 12 Bilder ansehen

Schauübung der Kronacher Feuerwehr

Schauübung der Kronacher Feuerwehr | 14.10.2019 Kronach
» 13 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 04. 2019
09:33 Uhr



^