Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Wirtschaft

Bayer und Lanxess verkaufen Chemieparkbetreiber

Der Dax-Riese Bayer braucht Geld: Die Schulden sind nach dem Monsanto-Kauf hoch, in den USA drohen hohe Schadenersatzzahlungen und das Pharmageschäft muss gestärkt werden. Da kommt eine Einnahme in Milliardenhöhe gerade recht.



Bayer und Lanxess verkaufen Chemieparkbetreiber Currenta
Bayer und Lanxess verkaufen den Chemieparkbetreiber Currenta ins Ausland.   Foto: Oliver Berg

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kommt bei seinem Umbau voran.

Der gemeinsam mit der ehemaligen Tochter Lanxess gehaltene Chemiepark-Betreiber Currenta gehe für 3,5 Milliarden Euro inklusive Schulden an Infrastrukturfonds (Mira) der australischen Bank Macquarie, wie Bayer und Lanxess mitteilten. Die Aktien der Unternehmen stiegen kräftig.

Currenta betreibt den Chempark in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen und damit eines der größten Chemie-Areale Europas. Aktuell arbeiten rund 3200 Menschen bei Currenta. Inklusive Tochtergesellschaften sind es etwa 5300. 2018 erzielte das Unternehmen inklusive Tochtergesellschaften einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro.

Bayer hatte den Verkauf Ende letzten Jahres im Zuge eines größeren Konzernumbaus angekündigt, in dessen Rahmen rund 12.000 Stellen wegfallen. Nach der Veräußerung der Kunststofftochter Covestro war der Umfang der Aktivitäten des Dax-Konzerns im Chempark Leverkusen für ein weiteres Engagement am Betreiber zu gering.

Der 60-prozentige Anteil von Bayer wird nach Abzug von Schulden nun mit rund 1,17 Milliarden Euro bewertet. Hinzu kämen mehrere Immobilien sowie Infrastruktur, die für 180 Millionen Euro an Currenta gehen.

Im Zuge der Restrukturierung hatte Bayer bereits die US-Fußpflegemarke Dr. Scholl's sowie die Sonnenschutzmarke Coppertone verkauft. Zur Disposition steht nun noch das Geschäft mit Tiergesundheit. Diese Animal-Health-Sparte könnte Bayer bei einem Verkauf mit Abstand am meisten Geld in die Kassen spülen. Spekulationen reichten zuletzt bis zu 8 Milliarden Euro. Allerdings hatten am Markt auch Gerüchte über eine mögliche Zusammenlegung mit dem US-amerikanischen Wettbewerber Elanco die Runde gemacht.

Das Geld aus den Verkäufen kann Bayer gut gebrauchen. So sind die Schulden nach dem Monsanto-Kauf hoch und das Pharmageschäft muss gestärkt werden. Zudem dürfte die Lösung der Glyphosat-Streitigkeiten in den USA viel Geld kosten.

Lanxess dürfte mit dem Geld ihre Kasse für Übernahmen stärken, die bereits durch den Verkauf des Synthesekautschuk-Herstellers Arlanxeo gut gefüllt ist. So sieht der Chef des MDax-Unternehmens, Matthias Zachert, mit dem Currenta-Deal zusätzlichen finanziellen Spielraum, um den Wachstumskurs in der Spezialchemie voranzutreiben.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 08. 2019
10:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Dax-Konzerne Immobilien Konzernumbau Lanxess GmbH Macquarie Bank Milliarden Euro Personalabbau Pharmabranche Tochterunternehmen Unternehmen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Dax

07.08.2019

Dax mit Erholung nach jüngstem Ausverkauf

Der Dax hat am Mittwoch seine jüngste Talfahrt erst einmal gestoppt. Am Markt dominierte letztlich die Erleichterung, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China vorerst nicht weiter verschärft hat. » mehr

Hochöfen von ThyssenKrupp in Duisburg

11.05.2019

Arbeitnehmer ringen mit Thyssenkrupp um Konzernumbau

Der Vorstand von Thyssenkrupp muss einen Kurswechsel vollziehen. Keine Stahlfusion und keine Konzernaufspaltung. Stattdessen sollen mehr Arbeitsplätze wegfallen. Jetzt wird über die Details verhandelt. » mehr

Bayer in Wuppertal

09.04.2019

Bayer streicht in Deutschland jede siebte Stelle

Bayer bläst der Wind derzeit ins Gesicht. In den USA machen Monsanto-Gerichtsverfahren den Leverkusenern zu schaffen, und es gibt noch mehr Probleme. Nun werden die Personalkosten gedrückt. » mehr

Nordzucker AG

23.05.2019

Preisverfall drückt Nordzucker in die roten Zahlen

Der weltweite Verfall des Zuckerpreises hat die Nordzucker-Gruppe in die roten Zahlen gedrückt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/2019 (Ende Februar) verzeichnete der Konzern mit Hauptsitz in Braunschweig einen Verl... » mehr

BASF

09.07.2019

BASF-Gewinnwarnung befeuert Furcht vor Konjunkturabschwung

Die Prognosesenkung von BASF hatte sich zwar für viele angedeutet. Der weltgrößte Chemiekonzern hatte erst vor kurzem von «schwierigerem Fahrwasser» gesprochen. Das Ausmaß der Gewinnwarnung drückt aber am gesamten deutsc... » mehr

Deutsche Bank

09.07.2019

Deutsche-Bank-Betriebsrat will Klarheit über Jobabbau

Nach der Ankündigung, weltweit 18.000 Stellen zu streichen, will der Betriebsrat der Deutschen Bank wissen: Wie stark ist der Heimatmarkt in Deutschland betroffen? » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Kronach: Brand in Sägewerk

Kronach: Großbrand in Sägewerk | 16.09.2019 Kronach/Höfles
» 26 Bilder ansehen

Kirchweih in Ebern

Kirchweih in Ebern | 16.09.2019 Ebern
» 13 Bilder ansehen

Run of Hope in Kronach

Run of Hope in Kronach | 15.09.2019 Kronach
» 28 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 08. 2019
10:38 Uhr



^