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Wirtschaft

Britischer Markt belastet Ergebnis bei Eon

Der Energieriese verliert in Großbritannien innerhalb von sechs Monaten 400.000 Kunden. In Deutschland läuft es besser im Geschäft mit den Endverbrauchern. Doch ein Problem gibt es auch hier.



Eon
EON hat auf dem britischen Markt im ersten Halbjahr 400.000 Kunden verloren.   Foto: Rolf Vennenbernd

Der schwierige Markt in Großbritannien bereitet dem Energiekonzern Eon weiterhin Probleme. Insgesamt 400.000 Kunden hat der Konzern dort in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres verloren, wie Finanzchef Marc Spieker bei der Vorlage der Quartalszahlen berichtete.

Gleichzeitig ließen die vom britischen Regulierer im vergangenen Jahr eingeführten Preisobergrenzen den Gewinn um 65 Prozent einbrechen.

Deutlich besser als in Großbritannien war die Kundenentwicklung in Deutschland. Auf dem nach wie vor wichtigen Heimatmarkt konnte Eon im ersten Halbjahr rund 100.000 Kunden dazugewinnen. Doch sanken auch hier die Gewinne, weil die zum Jahresbeginn erfolgte Erhöhung der Netzentgelte vom Energieriesen erst mit Verspätung an die Kunden weitergegeben werden konnte. Das will der Konzern aber im Jahresverlauf durch bereits erfolgte Preiserhöhungen wieder ausgleichen. Im Netzgeschäft erreichte Eon ein Ergebnis nahezu auf Vorjahresniveau.

Am schnellsten wuchs in den ersten sechs Monaten das Geschäft mit den erneuerbaren Energien. Der Umsatz in diesem Bereich legte um 9 Prozent zu. Neue Windparks in Deutschland, Großbritannien und den USA führten dazu, dass der Konzern mehr Strom produzierte.

Insgesamt stieg der Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit sank aber im Vergleich zum starken Vorjahr um 12 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn lag mit rund 0,9 Milliarden Euro 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Eon bestätigte seine Prognose für das laufende Jahr. Das Management erwartet einen bereinigten Konzernüberschuss von 1,4 Milliarden bis 1,6 Milliarden Euro.

Mit der Übernahme der RWE-Tochter Innogy kommt Eon Spieker zufolge wie geplant voran. Der Konzern sei zuversichtlich, dass die Transaktion im September erfolgen könne, betonte er. Noch steht die Genehmigung der Europäischen Kommission aus. Eon hatte dazu jüngst Zugeständnisse gemacht. Nach der Übernahme will Eon den Vertrieb und das Netzgeschäft von Innogy behalten. Das Geschäft mit erneuerbaren Energien von Innogy und Eon reicht der Konzern komplett an RWE weiter.

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dpa

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Veröffentlicht am:
07. 08. 2019
13:17 Uhr

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07. 08. 2019
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