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Wirtschaft

Brüssel hat bei Thyssenkrupp-Tata-Fusion Bedenken

Mit der geplanten Aufteilung von Thyssenkrupp in zwei unabhängige Teile will der Konzern seine Zukunftsfähigkeit sichern. Doch nun gibt es grundlegende Bedenken gegen die Pläne aus Brüssel.



Thyssenkrupp
Das Logo von Thyssenkrupp bei einer Hauptversammlung des Konzerns.   Foto: Rolf Vennenbernd

Beim geplanten Zusammenschluss von Teilen des Industriekonzerns Thyssenkrupp mit dem indischen Stahlproduzenten Tata befürchtet die EU-Kommission Wettbewerbseinschränkungen.

Daher sei eine vertiefte Untersuchung eingeleitet worden, teilten die Wettbewerbshüter mit. Bis zum 19. März kann die Brüsseler Behörde den Deal nun durchwinken oder durchfallen lassen.

Insbesondere bei Stahlzulieferungen an die Automobilindustrie könne es zu Beeinträchtigungen des Wettbewerbs kommen, hieß es weiter. Auch bei metallbeschichtetem Verpackungsstahl, der etwa bei Konservendosen genutzt werde, sowie bei kornorientiertem Elektroband" das zur Herstellung einer Vielzahl technischer Produkte wie Transformatoren diene, gebe es Bedenken.

Die Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata gilt als ein Kernstück des geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp. Der Gesamtkonzern soll in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Dabei soll das traditionelle Werkstoffgeschäft von dem Industrie-Geschäft getrennt werden. Dabei geht es darum, für Anleger wieder attraktiver zu werden. Thyssenkrupp war zuvor durch eine milliardenschwere Fehlinvestition in eine existenzbedrohende Krise gerutscht.

Eingefädelt worden war der Zusammenschluss noch von dem im Sommer überraschend zurückgetretenen Konzernchef Heinrich Hiesinger. Nachfolger Guido Kerkhoff hatte vor einem Monat schließlich die Aufspaltung des Gesamtkonzerns in zwei selbstständige Gesellschaften angekündigt. Hiesinger war zuletzt von Investoren unter Druck gesetzt worden, die einen Umbau des Konzerns gefordert hatten.

Auf der einen Seite soll nun künftig die Thyssenkrupp Materials AG unter anderem den 50-Prozent-Anteil aus dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata enthalten. Hinzu kommen der Handel mit Werkstoffen sowie der Marineschiffbau. Im zweiten Unternehmen Thyssenkrupp Industrials AG soll etwa das Geschäft mit Aufzügen oder Zulieferungen für die Autoindustrie gebündelt werden.

«Dass sich die EU-Kommission die geplante Zusammenführung der europäischen Stahlgeschäfte von Thyssenkrupp und Tata Steel genau anschaut, kommt für uns nicht überraschend. Das ist für eine Transaktion dieser Größenordnung ein üblicher Vorgang», sagte ein Unternehmenssprecher nun. «Wir werden weiterhin eng mit der EU-Kommission zusammenarbeiten.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
30. 10. 2018
18:21 Uhr

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30. 10. 2018
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