Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: CoronavirusVideosCotubeBlitzerwarner

Wirtschaft

CSU will Sparer entlasten - Festverzinste Innovationsanleihe

Ein kostenloses Basiskonto für jeden, Steuererleichterungen bei Aktien, eine festverzinste Innovationsanleihe - die CSU will angesichts der EZB-Nullzinspolitik Sparer entlasten. Auch bei der Steuererklärung soll es deutlich einfacher werden.



Kloster Seeon
Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag vor dem verschneitem Kloster Seeon im vergangenen Jahr.   Foto: Peter Kneffel/dpa

Der Staat soll deutsche Sparer unterstützen. Das sieht ein Papier der CSU-Landesgruppe vor, das dem «Münchner Merkur» und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und in der kommenden Woche im Kloster Seeon beschlossen werden soll.

«Wer für morgen vorsorgen will, braucht heute Unterstützung», heißt es darin. Unter anderem sollen Banken verpflichtet werden, ein kostenfreies Basiskonto anzubieten. Zudem will die CSU vor allem Langfrist-Sparer steuerlich besser fördern. «Es gibt einen Unterschied zwischen Zocken und Sparen zur Altersvorsorge - und der muss sich auch im Steuerrecht abbilden», heißt es in dem Papier weiter. Wer eine Aktie oder Anleihe über eine Spekulationsfrist von fünf Jahren halte, solle von der Steuerpflicht freigestellt werden.

Kritik übt die CSU in dem Papier an der Nullzinspolitik der EZB. Langfristige Nullzinsen erschwerten die Altersvorsorge und steigerten die Gefahr von Aktien- und Immobilienblasen. «Deshalb wird es Zeit, dass die EZB die Geldpolitik wieder vom Kopf auf die Füße stellt. Unsere klare Erwartung ist der Einstieg in den Ausstieg aus der Niedrigzinsphase.»

Daneben fordert die Partei eine festverzinste sogenannte Innovationsanleihe, mit einem Zinssatz von zwei Prozent und einer Laufzeit von zehn Jahren. Die dadurch eingenommenen Mittel sollten in Startups und Innovationen mit einem Schwerpunkt auf neue Schlüsseltechnologien investiert werden. «Damit schaffen wir ein Kreislaufsystem mit einem attraktiven Angebot für Sparer und dringend benötigtem Risikokapital für Startups.»

Weitere Forderungen in dem Papier: die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags, keine Wiedereinführung der Vermögensteuer, Steuererklärung mit einem Klick. «Jede Erleichterung, die technisch machbar ist, muss auch umgesetzt werden. Unter anderem soll künftig jeder Bürger jedes Jahr vom Staat eine vorausgefüllte Steuererklärung erhalten, in die bereits alle vorliegenden Daten eingetragen sind.» Steuerpflichtige müssten dann ihre Einkommensteuererklärung nur noch auf Richtigkeit und Vollständigkeit kontrollieren und sie mit einem Klick freigeben. Außerdem sollten Eltern das Kindergeld künftig nicht mehr beantragen müssen, sondern automatisch erhalten.

Daneben legt das Papier die Idee des «mitwachsenden Minijobs» vor. In einem ersten Schritt will die CSU die Minijob-Grenze auf 600 Euro pro Monat anheben, die seit 2013 bei 450 Euro liegt. Danach solle die Verdienstgrenze bei Minijobs mit den Löhnen steigen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
01. 01. 2020
20:29 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Altersversorgung und Altersvorsorge CSU Deutsche Presseagentur Einkommensteuererklärungen Euro Europäische Zentralbank Nullzinspolitik Risikokapital Steuer- und Abgabenrecht Steuererklärungen Steuern und staatliche Abgaben Steuerpflicht Vermögenssteuer
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Deutschland bleibt steiniges Pflaster für Start-ups

28.10.2019

Deutschland bleibt steiniges Pflaster für Start-ups

Wer aus einem Start-up ein erfolgreiches Unternehmen machen will, braucht Geldgeber, die sich auf das Wagnis einlassen. Aber deutsche Investoren sind rar. Für den Technologiestandort Deutschland kann das gefährlich werde... » mehr

Geldscheine

18.03.2020

«Cum-Ex»-Showdown in der Corona-Krise

Ein Gerichtsprozess um millionenschweren Steuerbetrug als eine der letzten Inseln der Normalität? Der Pilot-Prozess um umstrittene «Cum-Ex»-Deals in Bonn bemüht sich zumindest darum - und spricht sein Urteil im Turbogang... » mehr

Apple

vor 5 Stunden

Muss Apple Milliarden Euro an Steuern nachzahlen?

Nach fast vier Jahren könnte der Konflikt um die riesige Steuernachforderung für Apple in Irland entschieden werden. Dabei geht es um 13 Milliarden Euro - und mehr als nur Geld. » mehr

Bankenskyline

21.11.2019

Bundesbank warnt vor steigenden Risiken im Finanzsystem

Treiben die niedrigen Zinsen Banken und Anleger vermehrt ins Risiko? Zumindest Anzeichen für einen solchen Trend gibt es. In der Summe erhöht das die Gefahren für das gesamte System. » mehr

Margrethe Vestager

vor 11 Stunden

Milliarden-Steuernachzahlung für Apple?

Zwei irische Tochterfirmen von Apple häufen Milliardengewinne an - Steuern dafür zahlte der iPhone-Hersteller aber in den USA. Die EU-Kommission fordert nun eine gewaltige Steuernachzahlung. » mehr

Peter Gauweiler

03.05.2020

Bundesverfassungsgericht vor Urteil zu EZB-Anleihenkäufen

Seit Jahren steckt die Europäische Zentralbank viele Milliarden in den Kauf von Staatsanleihen. Dass Karlsruhe das kritisch sieht, ist kein Geheimnis. Nun kommt das Urteil - mitten in der Corona-Krise. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Lkw bleibt in Unterführung stecken

Lkw bleibt in Unterführung stecken | 09.07.2020 Coburg
» 13 Bilder ansehen

Lagerhalle in Geiselwind brennt völlig aus Geiselwind

Lagerhalle brennt völlig aus | 23.06.2020 Geiselwind
» 31 Bilder ansehen

BMW und Motorrad stoßen auf der B 173 zusammen Redwitz an der Rodach

BMW und Motorrad stoßen auf der B 173 zusammen | 23.06.2020 Redwitz an der Rodach
» 8 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
01. 01. 2020
20:29 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.