Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Wirtschaft

Chinesischer Yuan auf niedrigstem Stand seit 2008

Eine zu starke Abwertung ihrer Währung wollen Chinas Entscheidungsträger wohl nicht. Doch die Talfahrt des Yuan hat den angenehmen Nebeneffekt, dass mitten im Handelskrieg mit den USA chinesische Exporte in den Dollar-Raum billiger werden.



Yuan auf Talfahrt
Eine Bankmitarbeiterin in Hai'an zählt US-Dollar-Banknoten neben einem Stapel von chinesischen 100 Yuan-Banknoten. Seit mittlerweile elf Handelstagen ist Chinas Währung auf Talfahrt.   Foto: CHINATOPIX/AP

Der Kurs des chinesischen Yuan ist auf dem niedrigsten Stand seit 2008. Am Donnerstagmorgen wurde für einen Dollar zeitweise 7,1736 Yuan gezahlt und damit so viel wie seit 2008 nicht mehr. Seit mittlerweile elf Handelstagen ist Chinas Währung auf Talfahrt.

Anfang August hatte der Dollarkurs die Marke von sieben Yuan geknackt. Diese Marke galt unter Experten lange Zeit als «rote Linie», die die chinesische Notenbank nicht überschreiten werde. Der Yuan-Kurs bewegt sich nicht gänzlich frei nach Marktkräften, sondern wird von der Notenbank Chinas beeinflusst. Die Zentralbank setzt täglich einen Mittelkurs fest, um den der Yuan im freien Handel nur begrenzt pendeln darf.

Nach Einschätzung des Devisenexperten Hao Zhou von der Commerzbank legt die chinesische Zentralbank den Yuan-Kurs «eher hoch fest». Allerdings konnte dies die Landeswährung zuletzt nur begrenzt unterstützen. Der Commerzbank-Experte erwartet, dass die Notenbank in Peking die Währung in absehbarer Zeit stärker unterstützen dürfte. Die chinesischen Entscheidungsträger haben nach Einschätzung von Hao Zhou kein Interesse an einer zu starken Abwertung.

Durch die Abwertung des Yuan werden chinesische Exporte in den Dollar-Raum billiger. Jüngste Kursverluste hatten die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China verstärkt. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach kritisiert, die Volksrepublik würde ihre Währung künstlich abwerten, um die eigene Wirtschaft zu bevorteilen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 08. 2019
17:11 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Chinesische Volksbank Commerzbank Donald Trump Handelskriege Präsidenten der USA Yuan Zentralbanken
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Yuan

05.08.2019

Eskalation im Handelsstreit: China wertet Yuan stark ab

Im Handelskonflikt zwischen den USA und China ist keine Entspannung in Sicht. Peking dreht an der Währungsschraube, US-Präsident Trump wettert. Die Finanzmärkte sind verunsichert. » mehr

Außenhandel in China

08.08.2019

Chinas Exporte steigen überraschend  

Seit Mitte vergangenen Jahres liefern sich China und die USA einen heftigen Handelsstreit - was sich in rückläufigen Ex- und Importen niederschlägt. Dennoch legen die Ausfuhren Pekings insgesamt zu. » mehr

Fed-Chef Jerome Powell

27.10.2019

US-Notenbank Fed will Aufschwung erhalten

Die US-Notenbank will eine Rezession verhindern. Analysten erwarten daher eine weitere Zinssenkung. Ein Risiko für die Konjunktur sind aber die von Präsident Trump angezettelten Handelskonflikte. » mehr

Handelskrieg zwischen USA und China

16.09.2019

China meldet schwache Wirtschaftsdaten

Wichtige Wirtschaftsdaten für China fallen schlechter aus als erwartet. Der Handelskonflikt mit den USA schmerzt. Jetzt kommt auch noch der Ölschock. Wie kräftig wird Peking die Wirtschaft ankurbeln? » mehr

Dax

06.09.2019

Dax weiter auf Erholungskurs

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Zwar gab der Leitindex Dax am Nachmittag nach eher bescheidenen US-Wirtschaftsdaten einen Teil seiner Gewinne ab. » mehr

Juncker erwartet keine Autozölle von Trump

08.11.2019

Entspannung im Streit um Autozölle mit USA?

US-Präsident Trump droht seit Monaten mit Strafzöllen auf Autoimporte aus der EU. Vor allem deutsche Hersteller würde das heftig treffen. In wenigen Tagen fällt die Entscheidung - ein «vollinformierter Mann» ist gelassen... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Schwerer Unfall bei Ebensfeld Ebensfeld

Schwerer Unfall in Ebensfeld | 14.11.2019 Ebensfeld
» 9 Bilder ansehen

Festakt 30 Jahre Mauerfall in Ludwigsstadt

Festakt 30 Jahre Mauerfall | 13.11.2019 Probstzella
» 25 Bilder ansehen

Neugestaltung Bahnhof Coburg

Neugestaltung Bahnhof Coburg | 13.11.2019 Coburg
» 6 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 08. 2019
17:11 Uhr



^