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Wirtschaft

Finnen im Ringen um Mehrheit bei Uniper kurz vor dem Ziel

Seit mehr als zwei Jahren ringt der Fortum-Konzern um die Mehrheit beim deutschen Kraftwerksbetreiber Uniper. Jetzt melden die Finnen den Durchbruch.



Uniper-Kraftwerk Datteln
Das Uniper-Kraftwerk Datteln 4. Im Ringen um die Mehrheit beim Düsseldorfer Kraftwerksbetreiber sieht sich der finnische Energiekonzern Fortum kurz vor dem Ziel.   Foto: Caroline Seidel/dpa

Im Ringen um die Mehrheit beim Düsseldorfer Kraftwerksbetreiber Uniper sieht sich der finnische Energiekonzern Fortum kurz vor dem Ziel.

Die russische Antimonopolbehörde habe den Erwerb von weiteren Uniper-Aktien gebilligt, teilte Fortum am Montag in Espoo mit. Die Fusionsfreigabe werde in den kommenden Wochen erwartet. Fortum hält bislang 49,99 Prozent an Uniper und hat sich weitere mehr als 20 Prozent gesichert, die bislang von Investoren gehalten werden. Ein Veto auch Russland hatte bisher die Übernahme der Mehrheit durch Fortum blockiert.

Uniper nehme die Veröffentlichung Fortums zur Kenntnis, erklärte ein Sprecher des deutschen Unternehmens. «Klar ist: Es stehen noch weitere Genehmigungen aus und die heutige Entscheidung hat keine direkte Auswirkung auf Unipers Aktionärsstruktur», betonte er. Der deutsche Versorger hatte sich lange gegen die Übernahme durch Fortum gestemmt. Fortum war Anfang 2018 bei Uniper eingestiegen.

Der aus dem Eon-Konzern hervorgegangene Kraftwerksbetreiber ist einer der großen europäischen Stromerzeuger. In Deutschland betreibt er zahlreiche Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerke. Dazu gehört auch das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln, das im Sommer ans Netz gehen soll. Zudem besitzt der Konzern große Gasspeicher und ist an der Finanzierung der Ostseepipeline Nord Stream 2 beteiligt.

Fortum steht unterdessen vor einem Wechsel an der Konzernspitze. Vorstandschef Pekka Lundmark geht zum 1. September zum Netzwerk-Ausrüster Nokia, wie Fortum am Montag mitteilte. Auch nach dem Abgang von Lundmark werde sich an der Strategie von Fortum mit Blick auf Uniper nichts ändern, versicherte der Vorsitzende des Forum-Verwaltungsrats, Matti Lievonen, in der Mitteilung.

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 03. 2020
14:47 Uhr

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02. 03. 2020
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