Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Wirtschaft

Forscher weist Kritik an seinen Glyphosat-Studien zurück

Der Professor, der zwei Glyphosat-Studien geschrieben hat und dabei Monsanto als Geldgeber unerwähnt ließ, hat Kritik an seiner Arbeit vehement zurückgewiesen.



Glyphosat
Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält.   Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Archivbild

Er sei als Wissenschaftler «stets unabhängig» gewesen und habe «ohne jede lenkende Einflussnahme von Dritten wissenschaftlich sauber gearbeitet», erklärte der Agrarökonom Michael Schmitz am Freitag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

In den Studien von 2011 und 2015 stellt der Wissenschaftler das Pflanzenschutzmittel Glyphosat unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten positiv dar - würde man es verbieten, drohten Milliardenverluste in Europas Landwirtschaft, heißt es. Nun sagte Schmitz: «Ja, meine Ergebnisse mögen Landwirten und Wirtschaft gefallen, aber sie sind wissenschaftlich belegt.»

Der Verein Lobbycontrol hatte die verdeckte Einflussnahme der heutigen Bayer-Tochter Monsanto als «inakzeptabel» bezeichnet. Schmitz hingegen betonte, dass es zur Zeit der Entstehung der Studien «keine Veranlassung und keinen öffentlichen Druck» gegeben habe, «die Finanzierungsquellen von Drittmitteln offenzulegen, weil allein die Qualität der Arbeiten entscheidend war und man sich auf seriöse Wissenschaftler verlassen konnte».

Der Professor warf Lobbycontrol und Medien, die kritisch über das Thema berichtet hatten, eine «durchsichtige Kampagne» vor und «Lobbyarbeit pur für die Befürworter eines Glyphosatverbots». Der inzwischen emeritierte Professor war lange an der Universität Gießen aktiv, zudem beriet er unter anderem das Bundeslandwirtschaftsministerium. Schmitz betonte, dass er sich auch künftig nicht davon abhalten lassen werde, «unbequeme und dem Zeitgeist widersprechende, aber wissenschaftlich fundierte Aussagen zu machen».

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
13:05 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Agrarökonomen Deutsche Presseagentur Glyphosat Landwirte und Bauern LobbyControl Medien und Internet Monsanto Pflanzenschutzmittel Professoren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Bayer

04.06.2020

Verkauf von Dicamba in den USA vorerst untersagt

Mit der Monsanto-Übernahme hat sich Bayer viele Probleme eingebrockt. Dabei geht es nicht nur um den Unkrautvernichter Glyphosat. Auch das Mittel Dicamba führt zu Streit vor Gericht, jetzt wurde ihm in den USA vorerst di... » mehr

Bayer - Glyphosat-Streit

27.02.2020

Bayer wächst: Mehr Umsatz, mehr Gewinn - und mehr Klagen

Der US-Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat hängt wie eine dunkle Wolke über dem Traditionsunternehmen. Dabei laufen die Geschäfte beim Leverkusener Pharma- und Pflanzenschutzkonzern eigentlich nicht schlecht. » mehr

Das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Roundup

31.01.2020

US-Umweltbehörde stützt Bayer weiter im Glyphosat-Konflikt

Mit der Übernahme von Monsanto hatte sich Bayer 2018 immense Rechtsrisiken ins Haus geholt. Im Streit um Gesundheitsgefahren durch das Pestizid Glyphosat stärkt nun eine Behörde in den USA dem Unternehmen den Rücken. » mehr

Bayer

04.08.2020

Bayer schreibt Milliardenverlust wegen Glyphosat

Die Corona-Pandemie führt dazu, dass andere Krankheiten vernachlässigt werden. Das bekommt auch der Chemiekonzern Bayer zu spüren. Der gewaltige Verlust im zweiten Quartal hat jedoch andere Gründe. » mehr

Roundup

23.06.2020

Bayer mit Aussicht auf Beilegung der Glyphosat-Klagen

Der Bayer-Konzern könnte seine Sorgen um viel tausend Klagen in den USA wegen der Krebsrisiken von Glyphosat los sein. Das wird das Unternehmen aber eine Stange Geld kosten. » mehr

Gras zwischen Schienen

30.08.2019

Gleise ohne Glyphosat: Bahn will weniger Gift spritzen

Jeder Hobbygärtner weiß, wie schnell Unkraut sprießen kann. An den vielen Bahntrassen in Deutschland ist die Herausforderung besonders groß. Die Bahn schlägt nun einen neuen Kurs ein. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

HSC Coburg: Training und Media Day

HSC Coburg: Training und Media Day | 12.08.2020 Coburg
» 25 Bilder ansehen

WG: HSC - mögliche Aufmacher

WG: HSC - mögliche Aufmacher | 12.08.2020 Coburg
» 26 Bilder ansehen

Großbrand in Tettau auf Bauernhof

Großbrand auf Tettauer Bauernhof | 09.08.2020 Tettau
» 50 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
13:05 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.