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Wirtschaft

Frauen verdienen im Leben nur halb so viel wie Männer

Über das gesamte Erwerbsleben hinweg verdienen Frauen in Deutschland einer Studie zufolge nur etwa halb so viel wie Männer.



Verdienst
Vor allem Kinder führen zu einer Minderung des Lebenseinkommens - und zwar deutlich bei Müttern.   Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa

Im Westen liege das erwartete Lebenserwerbseinkommen im Schnitt bei rund 830.000 Euro für Frauen, Männer kommen auf durchschnittlich etwa 1,5 Millionen Euro. In Ostdeutschland sei von rund 660.000 für Frauen und knapp 1,1 Millionen Euro für Männer auszugehen. Das geht aus einer von der Bertelsmann Stiftung geförderten Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Freien Uni Berlin hervor, die zum Internationalen «Tag für gleiche Bezahlung» veröffentlicht wurde.

Vor allem Kinder führen zu einer Minderung des Lebenseinkommens - und zwar deutlich bei Müttern, aber «so gut wie gar nicht» bei Vätern, wie es in der Studie hieß. Denn hauptsächlich Mütter nehmen Auszeiten vom Arbeitsmarkt. Zudem sei Teilzeit für Frauen im Haupterwerbsalter zwischen 30 und 50 die «dominante Erwerbsform». Mütter, die heute Mitte 30 sind, könnten mit einem Erwerbseinkommen von 580.000 Euro (West) und 570.000 Euro (Ost) im Laufe ihres Lebens rechnen. Es gebe keinen nennenswerten Unterschied zwischen Müttern jüngerer und älterer Jahrgänge. Bei kinderlosen Frauen näherten sich die Einkommen denen der Männer aber an.

Der häufig genannte Unterschied beim Bruttostundenlohn (Gender Pay Gap) - er lag für Frauen 2019 im Schnitt um 20 Prozent niedriger als für Männer - greife zu kurz, urteilte die Stiftung laut Mitteilung. Denn damit würden nur diejenigen berücksichtigt, die zu dem Zeitpunkt aktiv im Arbeitsmarkt waren. Wie groß die Kluft im gesamten Erwerbsleben wirklich sei, werde verschleiert. Für die Studie war das Lebenserwerbseinkommen für das 20. bis 60. Lebensjahr berechnet worden, vor Steuern und Abgaben und ohne Transfers wie Eltern- oder Kindergeld. Basis sind die Daten von knapp 18.200 Personen aus einer repräsentativen Wiederholungsbefragung.

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dpa

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Veröffentlicht am:
17. 03. 2020
00:17 Uhr

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17. 03. 2020
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