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Wirtschaft

Greenpeace-Demonstranten beenden Protest auf Amazon-Lager

Der «Prime Day» sollte Amazon-Kunden anlocken - für Greenpeace Grund genug, dem Online-Händler aufs Dach zu steigen. Es ging um die Vernichtung neuwertiger Retouren. Jetzt haben die Demonstranten das Dach eines Logistikzentrums geräumt.



Greenpeace-Aktion
Greenpeace-Aktivisten hängen am Gebäude der Amazon-Logistik Winsen Transparente auf.   Foto: Georg Wendt

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben ihren Protest gegen die Vernichtung zurückgesandter neuer Waren auf dem Dach eines Amazon-Logistikzentrums beendet.

Am Mittwoch kurz nach Mitternacht verließen 32 Demonstranten das Dach im niedersächsischen Winsen, wie die Polizei mitteilte. Alles sei friedlich und «total entspannt» verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Der aus Versandkartons errichtete Schriftzug «Für die Tonne» sei allerdings zunächst oben geblieben. Die Polizei stellte die Personalien der Aktivisten fest - diese erwarten nun Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs.

Die Demonstranten hatten nach Angaben der Umweltorganisation für zweieinhalb Tage auf dem Dach des Amazon-Standorts im Landkreis Harburg ausgeharrt. Insgesamt stellte die Polizei in der Zeit die Personalien von 47 Demonstranten fest. Anlass der Proteste von Greenpeace war der «Prime Day», bei dem Amazon am Montag und Dienstag mit besonderen Rabatten geworben hatte. Ziel war es, gegen die Vernichtung neuwertiger Waren zu protestieren, die der Online-Händler als Retouren zurücknimmt.

Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin bei Greenpeace, sagte: «Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen.» Nach Darstellung von Greenpeace gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf. Marktführer Amazon hatte dazu im Juni erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder werde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Die Strafanzeigen würden nun bearbeitet und gingen dann an die Staatsanwaltschaft Lüneburg, sagte der Polizeisprecher. Der Betrieb sei nicht behindert worden.

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dpa

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17. 07. 2019
12:49 Uhr

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12:49 Uhr



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