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Wirtschaft

IWF: Handelskonflikte bremsen Wachstum der Weltwirtschaft

Die globale Wirtschaft wächst schwächer. Die von US-Präsident Trump angetriebenen Handelskonflikte belasten die Konjunktur. Der Weltwährungsfonds sieht aber auch andere Risiken.



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Auto-Verschiffung im Hafen der chinesischen Stadt Guangzhou: Der Handelsstreit mit den USA schadet nicht nur China.   Foto: Wenjun Chen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat wegen des anhaltenden Handelskriegs zwischen den USA und China seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft leicht nach unten korrigiert.

Das Plus in diesem Jahr wird nur noch bei 3,2 Prozent liegen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten aktualisierten Konjunkturprognose des Fonds hervorgeht. Der IWF musste seine Vorhersage damit in diesem Jahr zum dritten Mal leicht senken. Im April hatte der Fonds noch ein Wachstum von 3,3 Prozent vorausgesagt.

Die erneute Absenkung begründete der IWF unter anderem mit den Strafzöllen, die von den USA und China gegeneinander verhängt wurden. Der von US-Präsident Donald Trump angetriebene Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften lastet demnach auf den Wachstumsaussichten.

Zudem drohe, dass durch US-Sanktionen globale Lieferketten im Technologiesektor unterbrochen werden, erklärte der IWF - offenbar eine Anspielung auf den Konflikt zwischen der US-Regierung und chinesischen Technologiefirmen wie Huawei. Auch die vom Brexit ausgelöste Unsicherheit und die geopolitischen Spannungen in der Golfregion dämpften die Konjunkturperspektiven, hieß es.

Für das kommende Jahr kürzt der IWF seine Wachstumsprognose ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Dies sei jedoch kaum haltbar, falls die Handelskonflikte und Spannungen im Technologiesektor anhielten, hieß es. Mögliche neue US-Zölle im Automobilsektor könnten das Wachstum ebenfalls dämpfen.

Es sei eine «dringende Notwendigkeit», Spannungen in den Bereichen Handel und Technologie rasch abzubauen, forderte der Fonds. Auch die Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union müsste schnellstmöglich beseitigt werden. Ein ungeordneter Brexit könne die Weltwirtschaft belasten, hieß es weiter. 2018 hatte die Weltwirtschaft um 3,6 Prozent zugelegt.

Die Wirtschaft in der Eurozone wird 2019 aus Sicht des IWF unverändert um 1,3 Prozent zunehmen. Für 2020 hebt der Fonds seine Prognose um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent an. Die Wirtschaft in Deutschland dürfte wegen schwächerer internationaler Nachfrage nach deutschen Produkten dieses Jahr um 0,1 Prozentpunkte langsamer wachsen, nämlich um 0,7 Prozent. Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF eine Zunahme um 1,7 Prozent.

Für Chinas Wirtschaft sagt der IWF in diesem Jahr ein Plus von 6,2 Prozent voraus, 0,1 Prozentpunkte weniger als im April geschätzt. Für die USA hingegen hebt der IWF seine Konjunkturprognose für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent an. Für 2020 sieht der Fonds nach dem Auslaufen der Effekte der Steuerreform unverändert ein Wachstum von 1,9 Prozent.

Unter Anspielung auf die immer wieder von US-Präsident Trump geäußerte Kritik am Handelsdefizit der USA schrieb der in Washington ansässige IWF: «Länder sollten Zölle nicht einsetzen, um bilaterale Handelsbilanzen zu beeinflussen oder als Ersatz für Gespräche, um andere zu Reformen zu bewegen.»

Für Großbritannien prognostiziert der Fonds dieses Jahr ein Wachstum von 1,3 Prozent und von 1,4 Prozent im nächsten Jahr. Diese Vorhersage setze einen «geordneten Brexit» voraus, gefolgt von einem stufenweisen Übergang zu einem neuen Handelsregime, erklärte der IWF. «Jedoch ist die tatsächliche Form des Brexits bis Mitte Juli noch sehr unsicher geblieben», hieß es. Ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU im Herbst ohne geregelten Übergang ist weiter möglich.

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dpa

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Veröffentlicht am:
23. 07. 2019
15:22 Uhr

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23. 07. 2019
15:22 Uhr



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