Lade Login-Box.
Corona Ticker zum Digital-Abo
Topthemen: CoronavirusVideosCotubeBlitzerwarner

Wirtschaft

Musterverfahren: Anleger und VW streiten über Schadenersatz

Das Musterverfahren der VW-Investoren gegen den Autobauer wird nach fast viermonatiger Unterbrechung fortgesetzt.



VW-Musterverfahren
Musterbeklagte vor Gericht sind Volkswagen und der VW-Hauptaktionär Porsche SE, Musterklägerin ist die Fondsgesellschaft Deka Investment.   Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In dem beim Oberlandesgericht Braunschweig anhängigen Verfahren geht es um die Klagen von Anlegern, die sich nach Bekanntwerden des Abgasskandals und dem folgenden Kursrutsch falsch informiert fühlen.

Bei der mündlichen Verhandlung, die wegen der großen Teilnehmerzahl in der Stadthalle stattfindet, soll es darum gehen, ob das Wissen von VW-Mitarbeitern unterhalb der Vorstandsebene dem Konzern zugerechnet werden kann.

Die Frage ist, ob Volkswagen anhand dieses Wissens die Märkte möglicherweise früher über die Affäre rund um millionenfachen Betrug mit manipulierten Dieselmotoren hätte informieren müssen.

Musterbeklagte sind Volkswagen und der VW-Hauptaktionär Porsche SE, Musterklägerin ist die Fondsgesellschaft Deka Investment. Nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre hatten die VW-Vorzugsaktien zwischenzeitlich fast die Hälfte ihres Werts verloren, Anleger erlitten teils massive Verluste.

Insgesamt machen die Kläger rund 9 Milliarden Euro Schadenersatz geltend. Teils liegen die Klagen aber noch beim Landgericht Braunschweig beziehungsweise beim Landgericht Stuttgart, so dass sich der Streitwert beim Oberlandesgericht Braunschweig auf rund fünf Milliarden Euro beläuft.

Der Vorsitzende Richter Christian Jäde hatte schon im vergangenen Jahr als vorläufige Einschätzung erklärt, dass VW den Kapitalmarkt zu spät informiert haben könnte. Aus VW-Sicht gab es keine konkreten Anhaltspunkte für eine Kursrelevanz, bis die US-Umweltbehörde EPA am 18. September 2015 ihre Anschuldigungen öffentlich machte. Die Ad-Hoc-Mitteilung von Volkswagen, mit der der Konzern die Finanzmärkte informierte, folgte am 22. September 2015.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 03. 2019
09:18 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Finanzinvestoren und Anleger Landgericht Braunschweig Landgericht Stuttgart Oberlandesgericht Braunschweig Porsche Schadensersatz und Schadensersatzrecht VW Volkswagen AG
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Daimler AG - Konzernzentrale

13.04.2020

Auch Daimler droht in der Dieselaffäre noch Musterverfahren

In der Dieselaffäre sind die Gerichte bislang weitgehend auf der Seite von Daimler. Die allermeisten Schadenersatzklagen von Autobesitzern gingen verloren. Juristischer Ärger droht dem Konzern aber immer noch auch von ei... » mehr

Oberlandesgericht Braunschweig

12.08.2019

Gericht klärt Zuständigkeit in VW-Musterverfahren

Im Mammutprozess nach der Dieselaffäre müssen sich Volkswagen AG und Porsche SE mit Aktionärs-Klagen auseinandersetzen. Nach fast einem Jahr Verhandlung gibt es eine erste Entscheidung. Anzeichen dafür, dass das Verfahre... » mehr

Hans Dieter Pötsch und Herbert Diess

19.05.2020

Verfahren gegen VW-Spitze soll eingestellt werden

Die Ermittlungen waren lang und komplex - aber am Ende wohl nicht überzeugend genug für das Gericht, um einen Prozess zu starten. Das Verfahren gegen die VW-Führung wegen möglicher Marktmanipulation im Dieselskandal soll... » mehr

Porsche SE

29.10.2019

Streit um Schadenersatz-Urteile gegen Porsche SE auf Eis

Die Stuttgarter VW-Holding Porsche SE soll die Finanzmärkte zu spät über finanzielle Folgen des Dieselskandals informiert haben. Anleger wollen deshalb Geld sehen. Die Entscheidung darüber dürfte nun aber noch eine ganze... » mehr

Bundesgerichtshof

05.05.2020

BGH sieht Möglichkeit für Schadenersatz für VW-Dieselkäufer

Gut viereinhalb Jahre nach dem Auffliegen des Volkswagen-Dieselskandals ist der erste Fall am Bundesgerichtshof angekommen. Die Erwartungen an die Karlsruher Richter sind groß. Es geht um grundsätzliche Fragen - und um s... » mehr

VW

30.09.2019

Musterfeststellungsklage gegen VW grundsätzlich zulässig

Mit einer Musterklage versuchen fast eine halbe Million Dieselfahrer, ihre Chancen auf Entschädigung von Volkswagen zu erhöhen. Nun hat das erste große Gerichtsverfahren zum Thema begonnen. Eine deutliche Tendenz für ode... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Frontal-Crash mit Oldtimer Dippach

Frontal-Crash mit Oldtimer | 22.05.2020 Dippach
» 10 Bilder ansehen

Jan Gorr wird HSC-Geschäftsführer

Jan Gorr wird Geschäftsführer | 22.05.2020 Coburg
» 15 Bilder ansehen

Frau treibt im Main - Wasserrettungseinsatz Eltmann

Frau treibt im Main - Wasserrettungseinsatz | 18.05.2020 Eltmann
» 12 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 03. 2019
09:18 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.