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Wirtschaft

Nestlé wächst durch starkes US-Geschäft und Tiernahrung

Ein starkes US-Geschäft und ein guter Lauf bei Tiernahrung haben Nestlé im dritten Quartal weiteres Wachstum beschert. Der Umsatz stieg um 2,9 Prozent auf rund 68,4 Milliarden Schweizer Franken (rund 62,1 Mrd Euro), wie das Unternehmen in Vevey mitteilte.



Nestlé
Das Logo des weltweit größten Lebensmittel- und Getränkekonzerns Nestlé.   Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Allerdings litt der Schweizer Lebensmittelkonzern unter negativen Währungseffekten. Aus eigener Kraft, das heißt ohne Zu- und Verkäufe und Wechselkurseffekte, legte der Hersteller von Maggi, Kitkat und Nescafé um 3,7 Prozent zu.

«Wir sind mit unseren Neunmonatszahlen zufrieden und haben weitere Fortschritte auf dem Weg zu unseren Finanzzielen für 2020 erzielt», erklärte Nestlé-Chef Ulf Schneider. Er hatte dem Konzern eine stärkere Neuausrichtung auf Gesundheitstrends und eine Schrumpfkur inklusive Stellenabbau und -verlagerungen verordnet. So will der Konzern die Kosten bis 2020 um bis zu 2,5 Milliarden Franken senken und dann aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Bislang hat Nestlé 1,9 Milliarden Franken eingespart.

Dazu beschleunigte der Konzern das Tempo, mit dem er neue Produkte auf den Markt wirft. Auch das Portfolio selbst wurde durch viele Zukäufe, aber auch Verkäufe von Geschäftsteilen neu geordnet. Zuletzt hatte Nestlé Anfang Oktober die Veräußerung seiner Hautpflegesparte für rund 10 Milliarden Franken an ein Investorenkonsortium abgeschlossen. Die Prüfung strategischer Optionen für das Fleischwarengeschäft Herta Charcuterie dauere indes an, hieß es.

Der Start von Starbucks-Produkten sei derweil auf starke Nachfrage gestoßen, weitere Länder sollen folgen, so der Konzern. Nestlé hatte 2018 rund 7,15 Milliarden Dollar (gut 6 Mrd Euro) an Starbucks gezahlt, um Produkte der Amerikaner wie Bohnen oder gemahlenen Kaffee etwa in Supermärkten verkaufen zu dürfen. Sorgenkind blieb aber das Wassergeschäft. Nestlé führte dies auch auf eine enttäuschende Sommersaison in Europa zurück und will die Sparte nun umbauen.

Das Unternehmen will das Wassergeschäft enger an die Zentrale anbinden, der Chef von Nestlé Waters soll die Konzernleitung zudem zu Jahresende verlassen. Damit will Nestlé besser auf sich schnell ändernde Präferenzen von Verbrauchern reagieren, Synergien schaffen und das profitable Wachstum beschleunigen, hieß es.

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dpa

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17. 10. 2019
13:28 Uhr

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17. 10. 2019
13:28 Uhr



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