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Wirtschaft

RWE-Mitarbeiter protestieren gegen drohenden Jobverlust

Am Montag wurde der Tagebau im Rheinischen Braunkohlerevier einmal nicht durch Umwelt-Aktivisten behindert, sondern durch Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE. Sie fürchten um ihre Arbeitsplätze.



RWE-Bergarbeiter
RWE-Bergarbeiter demonstrieren neben dem Landtag für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und gegen eine Verunglimpfung ihrer Branche.   Foto: Henning Kaiser

Tausende Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE haben am Montag Zufahrten zu den Tagebauen und Kraftwerken im Rheinischen Revier blockiert. Es ging um insgesamt sieben Standorte.

An den Aktionen beteiligten sich nach Angaben der Energiegewerkschaft IG BCE insgesamt deutlich mehr als 4000 Beschäftigte.

«Die Kollegen haben Angst um ihre Zukunft und Arbeitsplätze», sagte Gewerkschaftssprecher Manuel Rendla. Die Aktionen seien auch ein Signal an die Kohlekommission in Berlin: «Die Kommission sollte sehen, dass es hier um konkrete Ängste der Menschen vor Ort geht und nicht um irgendwelche Zahlen.»

Nach dem gerichtlich verfügten Rodungsstopp im Hambacher Forst erwägt RWE einen Stellenabbau. Am Braunkohletagebau Hambach hängen nach Unternehmensangaben 4600 Arbeitsplätze. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte Anfang Oktober die Rodung des Hambacher Forsts bis zu einem endgültigen Urteil untersagt.

RWE kündigte danach an, die Förderung im Tagebau zu drosseln. Die Kohlekommission soll bis Jahresende einen Fahrplan für ein Kohle-Aus festlegen und gleichzeitig klären, wie sich mit konkreten Projekten und Ansiedlungen der Wegfall von Zehntausenden Jobs kompensieren lässt.

Bei einer der Aktionen im Kreis Düren blockierten die Mitarbeiter am Montagmorgen auch die Landstraße 264. Die Polizei leitete daraufhin Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein, weil die Demonstration nicht angemeldet gewesen sei. Dadurch seien auch unbeteiligte Autofahrer behindert worden, sagte eine Polizeisprecherin.

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dpa

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15. 10. 2018
17:45 Uhr

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15. 10. 2018
17:45 Uhr



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