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Wirtschaft

Reiselust beschert Fraport starken Jahresstart

Von angeblicher «Flugscham» spürt Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt nichts. Der Andrang der Passagiere wächst weiter und Betreiber Fraport macht gute Geschäfte.



Stefan Schulte
Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte sieht das Unternehmen auf Kurs.   Foto: Arne Dedert

Die anhaltende Reiselust der Passagiere hat dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport einen überraschend starken Jahresstart beschert.

Im ersten Quartal verdiente der MDax-Konzern unter dem Strich 30,5 Millionen Euro und damit fast ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Vorstandschef Stefan Schulte sieht das Unternehmen damit auf Kurs, Umsatz und Gewinn in diesem Jahr wie geplant weiter zu steigern. In den Monaten Januar bis April wuchs die Zahl der Fluggäste an Deutschlands größtem Airport um 3,3 Prozent und damit etwas stärker, als es der Vorstand für das Gesamtjahr angepeilt hat.

In den ersten drei Monaten des Jahres steigerte Fraport seinen Umsatz um 18 Prozent auf 804 Millionen Euro. Allerdings sind darin Effekte aus dem Ausbau mehrerer Konzernflughäfen im Ausland enthalten. Ohne diese Posten legte der Umsatz um gut 5 Prozent auf knapp 679 Millionen Euro zu. Vorstandschef Schulte sprach von einem soliden Start ins Jahr und bekräftigte seine Prognosen für das laufende Jahr. Der operative Gewinn soll danach auf 1,16 bis 1,95 Milliarden Euro klettern.

Dabei baut der Flughafenbetreiber auch auf das Auslandsgeschäft. Die Flughäfen, an denen Fraport außerhalb Deutschlands beteiligt ist, hätten auch im ersten Quartal mehr zu Umsatz und Gewinn beigetragen, sagte Schulte. An der Spitze lagen dabei die Aktivitäten in Peru und den USA.

Besser lief das Geschäft auch in den Läden und Restaurants am Frankfurter Flughafen, an deren Erlösen Fraport als Vermieter beteiligt ist. Im ersten Quartal blieben bei Fraport je Fluggast 3,46 Euro hängen, 19 Cent mehr als ein Jahr zuvor. Da Fraport rund ein Viertel der Geschäftsumsätze erhält, hat der durchschnittliche Fluggast knapp 14 Euro in den Frankfurter Terminals ausgegeben.

In der Hauptreisezeit der kommenden Monate steht das größte deutsche Drehkreuz mit seinen beiden in die Jahre gekommenen und überlasteten Passagier-Terminals erneut vor einer Bewährungsprobe. Mehr Personal, mehr Ersatzflugzeuge der Airlines und ein verbessertes Sicherheitskonzept sollen erneute Staus und Verspätungen wie im Vorjahr möglichst verhindern. Mitte Juli soll am Terminal 1 ein neuer Anbau fertiggestellt sein, in dem zusätzlich auf sieben Spuren stündlich mindestens 1400 Passagiere und ihr Handgepäck kontrolliert werden können.

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dpa

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Veröffentlicht am:
08. 05. 2019
10:34 Uhr

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08. 05. 2019
10:34 Uhr



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