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Wirtschaft

Rekordlauf an US-Börsen setzt sich fort

Weitere Meldungen im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit haben am Montag an den US-Börsen einen erneuten Rekordlauf ausgelöst.



New York Stock Exchange
Die New Yorker Börse an der Wall Street im Finanzdistrikt von Manhattan.   Foto: Sven Hoppe/dpa

«Es scheint, als gebe es neuen Grund zum Optimismus», sagte Marktbeobachter Craig Erlam vom Währungsbroker Oanda und verwies darauf, dass Peking offen dafür sei, die Strafen für die Verletzung geistigen Eigentums zu verschärfen. Hinzu kam ein Bericht der staatlichen chinesischen Zeitung «Global Times», wonach das zuletzt immer wieder thematisierte erste Teilabkommen kurz vor dem Abschluss stehen soll.

Der Dow Jones Industrial reagierte mit Gewinnen auf diese Nachrichten und legte vor allem in der letzten Handelsstunde kräftiger zu. Mit plus 0,68 Prozent auf 28.066,47 Punkte ging er knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch aus dem Handel. Zudem näherte sich der US-Leitindex damit seinem jüngsten Höchststand wieder stark an, den er am vergangenen Dienstag bei rund 28.090 Punkten erklommen hatte.

Die andere drei wichtigen US-Indizes schafften es indes an diesem Montag bereits, in neue Höhen vorzudringen. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,75 Prozent auf 3133,64 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 kletterte um 1,21 Prozent auf 8371,93 Punkte nach oben. Auch der breit aufgestellte Nasdaq Composite erreichte einen Höchststand.

Seit Wochen und Monaten bestimmt nun schon der Handelsstreit mit mehr oder minder schwammigen Erfolgsmeldungen und widersprüchlichen Aussagen auf beiden Seiten das Börsengeschehen weltweit. Die meisten Anleger ließen sich davon zuletzt kaum mehr verschrecken. Vielmehr ist eher Optimismus zu spüren, da die Gespräche trotz aller Querelen fortgesetzt werden und sowohl die USA als auch China bislang stets ihren Willen bekundeten, ein erstes Teilabkommen abschließen zu wollen.

Auf Seiten der Unternehmen bestimmten zum Wochenauftakt Fusionen und Übernahmen das Handelsgeschehen. So sprangen die Aktien des Arzneimittelherstellers Medicines an der Nasdaq um etwas mehr als 22 Prozent auf 83,75 US-Dollar hoch. Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hatte zuvor informiert, dass das US-Unternehmen sein Übernahmeangebot von 85 Dollar je Aktie angenommen habe.

Für die Anteile des Billigbrokers TD Ameritrade ging es angesichts einer Übernahmeofferte des Konkurrenten Charles Schwab um 7,6 Prozent nach oben. Die Charles-Schwab-Aktien gewannen 2,3 Prozent. Bereits am Donnerstag hatten Berichte über eine wohl unmittelbar bevorstehende Übernahme die Papiere der beiden angetrieben.

In den Blick rückten auch die Ebay-Aktien, die an der Nasdaq um 2,1 Prozent stiegen. Wie zuvor bereits spekuliert, verkauft die Online-Handelsplattform ihre Online-Ticketbörse Stubhub an den schweizerischen Rivalen Viagogo für rund 4 Milliarden US-Dollar.

Beachtung fand zudem erneut die angestrebte milliardenschwere Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint, denn der US-Bundesstaat Texas gibt seinen Widerstand gegen das Vorhaben unter Auflagen auf. Damit verliert die Allianz von Bundesstaaten, die gegen den Zusammenschluss der dritt- und viertgrößten US-Mobilfunkanbieter klagen, einen wichtigen Unterstützer. Zuvor hatten bereits Colorado und Mississippi ihre Klagen fallen gelassen. Während die Anteile von T-Mobile US um 0,8 Prozent nachgaben, legten die von Sprint um 3,5 Prozent zu.

An der Nyse ging es für die Anteile von Uber um 1,5 Prozent abwärts. Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler verlor erneut seine Lizenz in London und damit einen der wichtigsten Märkte. Nun will Uber Berufung einlegen und hat dafür 21 Tage Zeit - und könnte dann weiterfahren, bis über den Widerspruch entschieden wird.

Am US-Rentenmarkt gewannen zehnjährige Staatsanleihen 2/32 Punkte auf 99 27/32 Punkte und rentierten mit 1,76 Prozent. Der Kurs des Euro bewegte sich im späten US-Handel wenig. Zum Handelsschluss an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1010 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1008 (Freitag: 1,1058) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9084 (0,9043) Euro gekostet.

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dpa

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26. 11. 2019
06:31 Uhr

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