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Wirtschaft

«Schlag ins Kontor»: DIHK senkt Exportaussichten für Firmen

Deutsche Firmen im Ausland blicken unsicherer in die Zukunft. Die Folge: Es soll weniger investiert werden.



Export
Im JadeWeserPort, Wilhelmshaven, werden Container verladen.   Foto: Ingo Wagner

Deutsche Autos und Maschinen sind weltweit gefragt - doch eine schwächere Weltwirtschaft und globale Handelsstreitigkeiten machen Unternehmen zunehmend zu schaffen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) reagierte auf Unsicherheiten im weltweiten Geschäft und schraubte am Dienstag seine Exporterwartungen deutlich herunter. Erwartet wird nun nur noch ein Wachstum der deutschen Ausfuhren in diesem Jahr von 1 Prozent. Im Herbst 2018 hatte der DIHK noch ein Plus von 2,5 Prozent für 2019 prognostiziert. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier sprach in Berlin von einem «Schlag ins Kontor».

Im vergangenen Jahr waren die deutschen Exporte das fünfte Jahr in Folge auf einen Rekordwert gestiegen - das Wachstumstempo aber hatte sich bereits deutlich verlangsamt. Ausgeführt wurden nach früheren Angaben des Statistischen Bundesamts Waren im Wert von 1317,9 Milliarden Euro, ein Plus von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach einer neuen DIHK-Umfrage bewerten deutsche Firmen im Ausland ihre Geschäftsaussichten deutlich pessimistischer. Demnach rechnen nur noch 24 Prozent der weltweit aktiven deutschen Firmen mit einer Verbesserung der Konjunktur vor Ort - dagegen erwarten 27 Prozent eine Verschlechterung. Der sogenannte Erwartungssaldo aus Besser- und Schlechter-Bewertungen erreichte damit erstmals seit Beginn der DIHK-Befragung einen negativen Wert. Vor einem Jahr lag dieser Saldo noch bei plus 30 Punkten.

Vor allem in vielen Industrienationen mache sich zunehmend Wachstumsskepsis breit, sagte Treier. Damit dürfte sich mittelbar die Nachfrage nach deutschen Maschinen, Autos oder Dienstleistungen abschwächen. Das «Wort des Jahres» für die deutsche Wirtschaft sei «Unsicherheit», sagte Treier. Gründe seien neben dem Brexit die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie den USA und der EU.

Dazu kommt, dass die US-Regierung wegen verbotener Flugzeugsubventionen der Europäischen Union (EU) mit weiteren milliardenschweren Sonderzöllen droht. Für etliche europäische Exporte - von Lebensmitteln wie Oliven, Fleisch und Käse über Whisky bis hin zu Gusseisenrohren - könnten die Einfuhrschranken erhöht werden.

Das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer hatte am Montagabend (Ortszeit) in Washington eine Liste mit EU-Gütern im Wert von rund 4 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro) vorgelegt. Nach wie vor schwebt zudem das Damoklesschwert höherer Zölle auf Pkw-Einfuhren über Europas Autobauern.

Dazu kämen vermehrt Handelsbarrieren in Auslandsmärkten, wie eine Bevorzugung heimischer Unternehmen, so Treier. Die unsichere Lage hat zur Folge, dass deutsche Firmen im Ausland weniger investieren wollen. Laut DIHK-Umfrage gaben dies knapp ein Drittel der Unternehmen an, ein deutlich schlechterer Wert als noch vor einem Jahr. An der Umfrage der Auslandshandelskammern beteiligten sich rund 4500 Unternehmen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
15:49 Uhr

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02. 07. 2019
15:49 Uhr



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