Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Wirtschaft

Schwache Stahl-Nachfrage: ArcelorMittal senkt Produktion

Der Stahlriese leidet unter einer schwachen Nachfrage. Daher kürzt er die Herstellung in Europa weiter. Hierzulande trifft es zwei Standorte. Handelt es sich um eine dauerhafte Anpassung?



Eisenhüttenstadt
ArcelorMittal denkt über Kurzarbeit am Standort Eisenhüttenstadt nach.   Foto: Patrick Pleul

Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal schraubt seine Produktionskapazitäten weiter zurück. In Europa muss der Konzern die Kapazitäten erneut reduzieren - eine träge Nachfrage gepaart mit hohen Importen in die Europäische Union setzen ArcelorMittal unverändert zu.

Es seien weitere Schritte notwendig, um die europäischen Stahlproduktionsmengen auf die weiter schwache Nachfrage anzupassen, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Von den Produktionskürzungen betroffen sind hierzulande die Werke in Eisenhüttenstadt und Bremen. Im restlichen Europa trifft es Dünkirchen in Frankreich und Asturias in Spanien. Genauere Angaben zu den Kürzungen machte der Konzern nicht. Dies sei erneut eine harte Entscheidung, aber ein notwendiger Schritt, sagte der zuständige Europachef Geert van Poelvoorde. Die Maßnahmen seien nur vorübergehend und sollen wieder rückgängig gemacht werden, sobald die Marktbedingungen sich verbessern.

In Bremen werde im vierten Quartal der wegen einer Reparatur anstehende Stillstand von einem der beiden Hochöfen verlängert, sagte ein Unternehmenssprecher. Wie lange der Stillstand dauern werde, sei noch nicht klar. Vorstellbar seien Arbeitszeitreduzierungen oder Kurzarbeit. Der Standort zählt 3100 Beschäftigte und ist einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Am Standort Eisenhüttenstadt (Brandenburg) soll die Produktion ferner um 200.000 Tonnen Stahl im Zeitraum von zwölf Monaten reduziert werden. Dort sind rund 2500 Mitarbeiter beschäftigt.

Bei den Geschäftszahlen zum ersten Quartal musste ArcelorMittal schon einen Rückgang des operativen Gewinns um mehr als ein Drittel wegstecken. Überkapazitäten und niedrigere Verkaufspreise wegen einer schwächeren Konjunktur sowie steigende Rohstoffkosten belasteten die Ergebnisse, hieß es Anfang Mai. Damals hatte ArcelorMittal bereits erste Produktionskürzungen angekündigt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 05. 2019
16:10 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Arbeitgeber ArcelorMittal Mitarbeiter und Personal Stahl Stahlunternehmen Unternehmenssprecher
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Thyssenkrupp

22.08.2019

Thyssenkrupp klagt gegen Verbot der Stahlfusion mit Tata

Thyssenkrupp will das Verbot der Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata durch die EU-Kommission nicht auf sich sitzen lassen. Die Essener wollen die Maßstäbe der Wettbewerbshüter zurechtrücken. » mehr

Guido Kerkhoff

21.05.2019

Aufsichtsrat billigt einstimmig Umbau von Thyssenkrupp

Alles auf Anfang bei Thyssenkrupp. Der Aufsichtsrat hat die geplante Zweiteilung des Konzerns zu den Akten gelegt. Jetzt soll kräftig umgebaut werden. Die Arbeitnehmer haben dabei ein klares Ziel. » mehr

Thyssenkrupp

03.09.2019

Thyssenkrupp droht Ausscheiden aus dem Dax

Jahrzehntelang war die Schwerindustrie das Herz der deutschen Wirtschaft. Diese Zeiten sind vorbei. Der Traditionskonzern Thyssenkrupp könnte jetzt sogar aus der ersten Börsenliga verschwinden. » mehr

Brose baut Arbeitsplätze ab

17.10.2019

Autozulieferer Brose baut 2000 Arbeitsplätze ab

Im Mai kündigt das fränkische Traditionsunternehmen ein Sparprogramm an. Doch erst jetzt wird das Ausmaß klar. » mehr

Vodafone

10.10.2019

Vodafone will Personalkosten auch durch Stellenabbau senken

Vodafone will nach der Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia in den kommenden zwei Jahren Personalkosten von bis zu 135 Millionen Euro einsparen. » mehr

Thyssenkrupp

04.07.2019

Thyssenkrupp auf der Suche nach der Zukunft

Thyssenkrupp hat turbulente Zeiten hinter sich. Vor einem Jahr warf Vorstandschef Hiesinger das Handtuch. Seitdem sorgen Strategiewechsel bei dem Stahl- und Industriekonzern für Unruhe. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

25 Jahre Eigenständigkeit Untermerzbach

25 Jahre Eigenständigkeit Untermerzbach | 21.10.2019 Untermerzbach
» 13 Bilder ansehen

Ausstellung "Bunte Palette" Steinwiesen

Ausstellung "Bunte Palette" | 20.10.2019 Steinwiesen
» 32 Bilder ansehen

HC Elbflorenz Dresden - HSC 2000 Coburg 28:32 (13:16) Dresden

HC Elbflorenz Dresden - HSC 2000 Coburg 28:32 (13:16) | 20.10.2019 Dresden
» 141 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 05. 2019
16:10 Uhr



^