Topthemen: Globe TheaterHSC 2000 CoburgBBC CoburgStromtrasse

Wirtschaft

Staatsanwaltschaft klagt Ex-Nissan-Chef Ghosn erneut an

Carlos Ghosn bekommt die Härte der japanischen Staatsanwaltschaft zu spüren. Erneut erhebt sie Anklage gegen den in U-Haft sitzenden früheren Nissan-Chef. Auf einen Prozesstermin muss er weiter warten.



Carlos Ghosn
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen Carlos Ghosn schweren Vertrauensbruch und Verstoß gegen Unternehmensgesetze vor.   Foto: Kin Cheung

Die japanische Staatsanwaltschaft hat eine neue Anklage gegen den in Untersuchungshaft sitzenden früheren Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, erhoben. Dies gab das Bezirksgericht am Freitag bekannt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen schweren Vertrauensbruch und Verstoß gegen Unternehmensgesetze vor. Neben ihm wurde zudem auch seine inzwischen auf Kaution freigelassene frühere rechte Hand bei Nissan, Greg Kelly, sowie der Autokonzern selbst wegen Verstoßes gegen das Gesetz für Finanzinstrumente und Finanzhandel angeklagt. Ghosn und Kelly waren am 19. November wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Tokio festgenommen worden. Dafür waren sie bereits angeklagt worden.

Während Kelly kürzlich auf Kaution freikam und derzeit in einem japanischen Krankenhaus liegt, sitzt Ghosn weiter in U-Haft. Ghosn war zu Wochenbeginn erstmals seit seiner Festnahme vor Gericht erschienen und beteuerte seine Unschuld. Seine Anwälte kündigten für den Fall einer erneuten Anklage an, Antrag auf Freilassung auf Kaution zu stellen. Sie hielten es jedoch für möglich, dass Ghosn noch für mindestens sechs weitere Monate in U-Haft bleiben könnte, bis sein Prozess beginnt. Einen Termin gibt es jedoch noch nicht.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Ghosn, jahrelang Einkommen viel zu niedrig angegeben zu haben. Ihm wird zudem vorgeworfen, Verluste aus Devisenabsicherungsgeschäften während der globalen Finanzkrise 2008/2009 auf Nissan übertragen zu haben. Ghosn, der diese Woche kurzzeitig unter Fieber litt, weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Er ist Architekt der internationalen Autoallianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi. Er hatte Nissan einst vor der nahen Pleite gerettet. Nur wenige Tage nach seiner Festnahme hatten ihn Nissan und Mitsubishi Motors von seinem Posten als Verwaltungsratschef gefeuert.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 01. 2019
09:56 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Anklage Bezirksgerichte Carlos Ghosn Festnahmen Finanzinstrumente Kautionen Mitsubishi Nissan Renault Staatsanwaltschaft Weltfinanzkrisen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Carlos Ghosn

08.01.2019

Ghosn streitet vor Gericht alle Anschuldigungen ab

Seit fast zwei Monaten sitzt Carlos Ghosn in Japan in Untersuchungshaft. Jetzt kann sich der frühere Chef von Nissan erstmals öffentlich selbst gegen die Vorwürfe verteidigen. Er beteuert seine Unschuld - und seine Liebe... » mehr

Carlos Ghosn

22.01.2019

Gericht lehnt erneut Freilassung von Automanager Ghosn ab

Seit mehr als zwei Monaten sitzt Carlos Ghosn in Untersuchungshaft. Und das kann noch Monate weitergehen. In Paris laufen Vorbereitungen für einen Führungswechsel bei Renault. » mehr

Carlos Ghosn

09.01.2019

Gericht lehnt Entlassung aus U-Haft für Ghosn ab

Der frühere Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, bleibt in Japan vorerst weiter in Untersuchungshaft. » mehr

Carlos Ghosn

15.01.2019

Gericht lehnt Freilassung von Ghosn auf Kaution ab

Der in Japan angeklagte Ex-Topmanager des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, bleibt weiter in Untersuchungshaft. » mehr

Carlos Ghosn

11.03.2019

Carlos Ghosn von Nissan-Vorstandssitzung ausgeschlossen

Wieder Wirbel um Auto-Manager Carlos Ghosn: Der 65-Jährige muss einem Toptreffen bei Nissan fernbleiben. Die Auto-Allianz mit Renault soll mit einem neuen Führungsgremium mehr Schwung bekommen. » mehr

Carlos Ghosn

04.03.2019

Anwalt: Carlos Ghosn könnte bald auf Kaution freikommen

Seit mehr als drei Monaten sitzt der Automanager Carlos Ghosn in Japan in Untersuchungshaft. Zwei Mal schon wies ein Gericht den Antrag auf Freilassung auf Kaution zurück. Ghosns neuer Staranwalt ist optimistisch, dass e... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

WG: Misereor-Fastenaktion in Teuschnitz Teuschnitz

Misereor-Fastenaktion in Teuschnitz | 17.03.2019 Teuschnitz
» 11 Bilder ansehen

Männerballett Teuschnitz gewinnt in Auerbach Auerbach

Männerballett Teuschnitz gewinnt in Auerbach | 17.03.2019 Auerbach
» 13 Bilder ansehen

Vermisstensuche an der Rodach Kronach

Suchaktion an der Rodach | 16.03.2019 Kronach
» 22 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 01. 2019
09:56 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".