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Wirtschaft

Teuerung schwächt sich ab - Inflation bei 1,4 Prozent

Autofahrer bleiben weitgehend verschont. Sprit verteuert sich im Januar im Vergleich zum Vorjahr nur minimal. Auch bei Nahrungsmitteln hält sich der Preisanstieg in Grenzen.



Strommasten
Vor allem gesunkene Energiepreise sorgten für den Rückgang.   Foto: Federico Gambarini

Die Entwicklung der Energiepreise hat den Anstieg der Inflation in Deutschland zu Jahresbeginn gedämpft.

Die Verbraucherpreise lagen im Januar 2019 um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Damit bestätigte die Wiesbadener Behörde eine erste Schätzung. Im Dezember lag die jährliche Teuerungsrate nach neuer Berechnung infolge einer Neugewichtung des Warenkorbes bei 1,6 Prozent. Von Dezember auf Januar sanken die Verbraucherpreise insgesamt deutlich um 0,8 Prozent.

Der Anstieg der Energiepreise schwächte sich zu Jahresbeginn weiter ab. Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist um 2,3 Prozent. Im Dezember waren die Energiepreise noch um 4,9 Prozent und im November um 8,7 Prozent gestiegen. Vor allem Autofahrer profitierten von der Entwicklung. Sprit kostete lediglich 0,3 Prozent mehr als im Januar 2018. Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerten sich um 3,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat wurde Energie insgesamt um 2,0 Prozent billiger.

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich binnen Jahresfrist unterdurchschnittlich um 0,8 Prozent. Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher für Kaltmieten (1,5 Prozent), für die private Haushalte einen großen Teil ihrer Konsumausgaben aufwenden.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den Euroraum mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke.

Dauerhaft niedrige oder in großem Stil sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher dazu verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst die Wirtschaft. Die schwache Teuerung ist ein Hauptgrund für die seit Jahren extrem lockere Geldpolitik im Währungsraum. Im Euroraum lag die Rate im Januar um 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat waren es noch 1,6 Prozent.

Die Wiesbadener Behörde überprüft regelmäßig die Zusammensetzung und Gewichtung des Warenkorbes, in den die Preise von Dienstleistungen und Waren einfließen. Gewohnheiten der Verbraucher ändern sich, bestimmte Produkte gibt es nicht mehr, neue kommen auf den Markt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
21. 02. 2019
10:08 Uhr

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21. 02. 2019
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