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Wirtschaft

Trotz Trumps Zoll-Drohung: BMW eröffnet Werk in Mexiko

Wegen seiner Freihandelsabkommen, des dichten Zuliefernetzes und der niedrigen Löhne gilt Mexiko als idealer Standort für die Autobranche. BMW lässt nun die 3er-Reihe in dem lateinamerikanischen Land bauen. Aber die angedrohten Strafzölle der USA trüben etwas die Sektlaune.



BMW
Die Unterschriften von Mitarbeitern des Werks sind auf einem BMW zu sehen, der im Oktober 2018 dort vorgefertigt wurde. BMW hat sein erstes Werk in Mexiko eröffnet.   Foto: Andrea Sosa Cabrios

Inmitten des Handelsstreits zwischen den USA und Mexiko hat der deutsche Automobilkonzern BMW sein erstes Werk in dem lateinamerikanischen Land eröffnet. «Von hier aus liefern wir die BMW 3er Limousine an Kunden weltweit», sagte Produktionsvorstand Oliver Zipse.

Die Münchner investierten mehr als eine Milliarde US-Dollar in den Bau der Fabrik in Zentralmexiko. Auf dem 300 Hektar umfassenden Gelände sollen 2500 Mitarbeiter jährlich bis 175.000 Fahrzeuge fertigen. «Wir sind hier, um zu bleiben», sagte der Leiter des neuen Werkes, Hermann Bohrer.

Mexiko hat Freihandelsabkommen mit mehr als 40 Ländern unterzeichnet und ist ein wichtiger Standort für die Automobilindustrie. 2018 wurden 3,5 Millionen Pkw, Pick-ups und Vans exportiert, 75 Prozent davon in die USA. Allerdings drohte US-Präsident Donald Trump dem Nachbarland zuletzt mit Strafzöllen, wenn die Migration aus Mittelamerika nicht sinkt. Eine mexikanische Delegation versucht in Washington, eine Einigung zu erzielen, um Zölle abzuwenden.

Sollte es zu keiner Einigung komme, werden von Montag an alle Importe aus Mexiko mit Sonderabgaben in Höhe von fünf Prozent belegt. Die Strafzölle könnten bis Oktober auf 25 Prozent steigen. Die Zölle müssten zunächst von den Importeuren bezahlt werden, weshalb sich auch innerhalb der USA große Kritik gegen die Maßnahme regt. Mexiko ist einer der größten Handelspartner der USA mit Exporten in das Nachbarland von 346 Milliarden Dollar pro Jahr.

Das BMW-Produktionsnetzwerk sei so aufgestellt, dass es «flexibel auf sich ändernde Umstände reagieren kann», sagte Produktionsvorstand Zipse. Er sehe derzeit aber keinen Anlass, die Produktionspläne zu ändern. Sich jetzt über die Zölle Gedanken zu machen, sei sehr «spekulativ». «Es ist aber wahr, dass Importzölle immer von den Empfängern bezahlt werden», sagte Zipse.

Aus San Luis Potosí will BMW nicht nur die Kunden in den USA beliefern, sondern in 40 Ländern auf der ganzen Welt. Das Unternehmen strebe ein ausgewogenes Verhältnis von Produktion und Absatz in den verschiedenen Weltregionen an, sagte Zipse. «Diese Strategie hat sich als die richtige Antwort auf volatile Entwicklungen auf den Märkten und in der Politik erwiesen.» Mexiko sei als Standort weiter attraktiv. «Mexiko verfügt über eine geografische Schlüssellage zwischen Nord- und Südamerika, Atlantik und Pazifik», sagte Zipse.

Aber auch in den den Vereinigten Staaten investiert BMW. Bis 2021 will der Autobauer weitere 600 Millionen US-Dollar in sein Werk in Spartanburg in South Carolina stecken. «Wir sind ein großer Investor in den USA», sagte Zipse.

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dpa

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Veröffentlicht am:
06. 06. 2019
17:22 Uhr

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06. 06. 2019
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