Lade Login-Box.
Topthemen: Vor 40 Jahren in der Neuen PresseBlitzerwarnerGlobe-TheaterHSC 2000 Coburg

Wirtschaft

Trump schlägt Malpass für Weltbankspitze vor

David Malpass ist ein erfahrener Ökonom und ein über 40 Jahre erprobter Strippenzieher im politischen Betrieb. Jetzt soll er die Weltbank führen. Auch bei deren Reform hatte er bereits hinter den Kulissen kräftig mitgemischt.



Trump reicht Malpass die Hände
US-Präsident Donald Trump (r) reicht Ökonom David Malpass die Hände, nachdem er ihn als neuen Präsidenten der Weltbank vorgeschlagen hat.   Foto: Evan Vucci/AP

US-Präsident Donald Trump hat den 62-Jahre alten Ökonom David Malpass als neuen Präsidenten der Weltbank vorgeschlagen.

Malpass, bisher als Staatssekretär im Finanzministerium tätig, soll Jim Yong Kim ersetzen, der Ende Januar überraschend sein Amt an der Spitze der Organisation niedergelegt hatte. «Nachdem ich Gespräche mit vielen Interessenten geführt habe, wusste ich, dass David die richtige Person ist», sagte Trump am Mittwoch in Washington.

Das letzte Wort haben die Gremien der Weltbank, der 189 Mitgliedsländer angehören und die vor allem Projekte zur Armutsbekämpfung unterstützt. So hatte die Bank erst kürzlich einen Aktionsplan im Umfang von 200 Milliarden Dollar für die Jahre 2021 bis 2025 vorgelegt, mit dessen Hilfe sich arme Länder besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten können sollen. Die Entscheidung zu der Personalie könnte im April fallen. Eine schlagkräftige Opposition gegen den größten Anteilseigner der Weltbank gilt als unwahrscheinlich.

Traditionsgemäß stellen die USA den Präsidenten der Weltbank, während die Schwesterorganisation, der Internationale Währungsfonds (IWF), von einem Europäer geführt wird. Derzeit ist dort die Französin Christine Lagarde an der Spitze. Allerdings hatte es zuletzt laute Rufe nach einer Reform dieser Regelung gegeben. Den US-internen Auswahlprozess habe Finanzminister Steven Mnuchin gemeinsam mit Präsidententochter Ivanka Trump geführt, verlautete aus dem Weißen Haus.

Malpass hatte sich in der Vergangenheit kritisch zu multilateralen Organisationen geäußert. Unter anderem steht er auch China und dessen Infrastrukturinitiative («Seidenstraßen-Initiative») kritisch gegenüber. In China wird befürchtet, dass Kredite der Weltbank für von Peking dominierte Projekte in Entwicklungsländern künftig weniger gut fließen.

Malpass hatte zuletzt an einer Reform der Weltbank mitgewirkt, die unter anderem eine Kapitalerhöhung um 13 Milliarden Dollar beinhaltet. Die USA hatten der Kapitalerhöhung lange Zeit skeptisch gegenübergestanden. In den Verhandlungen erwirkte das Team um Malpass, dass die Kreditvergabe der Bank künftig stärker auf sehr arme Länder zugeschnitten wird. Aufstrebende Volkswirtschaften wie China sollen weniger profitieren.

Die USA befinden sich mit China in einem heftigen Handelskonflikt. Malpass gehört der US-Verhandlungsdelegation an, die in der nächsten Woche nach China reisen wird, um den Konflikt beizulegen und ein Abkommen auszuhandeln.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
21:33 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Christine Lagarde Donald Trump Internationaler Währungsfonds Jim Yong Kim Milliarden Dollar Reformen Steven Mnuchin Weltbank Wirtschaftswissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
IWF

13.10.2019

Treffen in schwierigen Zeiten: Tagung von IWF und Weltbank

Für eine Woche wird Washington zum Mittelpunkt der globalen Finanzwelt: In einer kritischen Phase für die Weltwirtschaft treffen sich Währungsfonds und Weltbank. Kurz zuvor haben die USA und China ihren Handelskonflikt e... » mehr

Jim Yong Kim

07.01.2019

Jim Yong Kim tritt als Chef der Weltbank ab

Dieser Rücktritt kommt überraschend: Jim Yong Kim wird von Februar an nicht mehr die Weltbank führen. Gegen den Amerikaner mit koreanischen Wurzeln hatte es schon länger eine interne Opposition gegeben. » mehr

Kristalina Georgiewa

03.08.2019

Europäer wollen Bulgarin Georgiewa an der IWF-Spitze

Es dauerte länger als geplant: Die Europäer haben sich auf eine gemeinsame Kandidatin zur Nachfolge von Christine Lagarde an der Spitze des Weltwährungsfonds verständigt. Aber es gibt einen Haken. » mehr

Lagarde und Mnuchin

13.04.2019

Finanzminister aus 22 Ländern wollen CO2 teurer machen

Die Finanzwelt kümmert sich um die Umwelt: Bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank tun sich Finanzminister zusammen, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verteuern. Wenig überraschend: Die USA sind nicht dabei. » mehr

IWF-Konferenz auf Bali

11.10.2018

IWF-Chefin Lagarde geht auf Distanz zu Trump

Die populistische Politik ausgerechnet in der größten Volkswirtschaft der Welt und der Handelskrieg mit China als Nummer zwei beunruhigen die Globalisierer. IWF-Chefin Lagarde hat nun eine klare Botschaft für US-Präsiden... » mehr

Kristalina Georgiewa

08.10.2019

IWF prognostiziert weltweite Wachstumsdelle

Ihre erste Rede hat es in sich: Die neue IWF-Chefin Georgiewa warnt vor den hohen wirtschaftlichen Kosten der Handelskonflikte. Die Welt muss sich auf die nächste große Krise vorbereiten. Für Deutschland hat sie daher ei... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Kirchweih Lahm

Kirchweih Lahm | 15.10.2019 Lahm
» 16 Bilder ansehen

Oktobermarkt in Ebern

Oktobermarkt in Ebern | 14.10.2019 Ebern
» 12 Bilder ansehen

Schauübung der Kronacher Feuerwehr

Schauübung der Kronacher Feuerwehr | 14.10.2019 Kronach
» 13 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
21:33 Uhr



^