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Wirtschaft

US-Lebensversicherung beschert Allianz mehr Gewinn

Jenseits des klassischen Schadens- und Unfallgeschäfts legt die Allianz kräftig zu, profitiert aber auch von Sondereffekten. Im Kerngeschäft schwächeln die Münchner - und die Anleger reagieren skeptisch.



Allianz-Schriftzug
Allianz-Chef Bäte sieht die Allianz «auf einem guten Weg», in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn zwischen 11 und 12 Milliarden Euro zu erreichen   Foto: Andreas Gebert

Ein Sonderertrag in der US-Lebensversicherung hat Europas größtem Versicherer Allianz im zweiten Quartal einen überraschenden Gewinnanstieg beschert.

Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz nun «auf einem guten Weg», in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn zwischen 11 und 12 Milliarden Euro zu erreichen, wie er am Freitag in München ankündigte. Im ersten Halbjahr hat der Dax-Konzern mit 6,1 Milliarden Euro mehr als die Hälfte davon erreicht.

Im zweiten Quartal profitierte die Allianz vor allem von ihrem Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen. Konzernweit legte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dadurch um gut fünf Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro zu. Ihren Umsatz steigerte die Allianz im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben mit 2,1 Milliarden Euro rund 13 Prozent mehr Gewinn übrig als ein Jahr zuvor.

Der operative Gewinn der Lebens- und Krankenversicherungssparte wuchs um fast 15 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Das lag allerdings vor allem an einer veränderten Abschreibungsdauer für bestimmte Rentenversicherungsverträge in den Vereinigten Staaten, die das Ergebnis um 156 Millionen Euro nach oben trieb.

Im größten Geschäftsfeld, der Schaden- und Unfallversicherung, musste die Allianz einen Rückgang des operativen Gewinns um fünf Prozent auf 1,4 Milliarden Euro hinnehmen, da die Kapitalanlagen weniger abwarfen als im Vorjahr. Allerdings zehrten auch die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb etwas mehr von den Prämieneinnahmen auf. Gut lief es im Fondsgeschäft der amerikanischen Allianz-Tochter Pimco. Die Kunden schoben unter dem Strich umgerechnet zusätzliche 23 Milliarden Euro in die Fonds des US-Unternehmens.

Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten jedoch gemischt aufgenommen. Die Allianz-Aktie gab zum Handelsbeginn deutlich nach. Im laufenden Jahr hat sie aber schon rund ein Fünftel an Wert gewonnen.

Allianz-Chef Bäte will im Schaden- und Unfallgeschäft weiter aufdrehen. Für Kunden und Mitarbeiter soll das Geschäft im Zuge der stärkeren Digitalisierung deutlich einfacher werden. Dazu will der Vorstand mehr Versicherungsangebote zentral für viele Länder entwickeln lassen und so Kosten und Komplexität verringern. Zudem startet der Konzern mit Allianz Direct einen neuen Direktversicherer, der 2019 in Deutschland und weiteren Ländern eine digitale Kfz-Versicherung anbieten soll.

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
11:05 Uhr

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dpa

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02. 08. 2019
11:05 Uhr



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