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Wirtschaft

Ufo-Warnstreik: Flughäfen rechnen mit geringen Auswirkungen

Zuerst wollte sie nur die Lufthansa bestreiken. Dann weitete die Gewerkschaft Ufo ihren Aufruf auf vier Tochter-Airlines aus - um ihn dann bei der Mutter wieder abzublasen. Jetzt droht sie auch für die Kerngesellschaft wieder mit Ausstand.



Warnstreik bei Lufthansa-Töchtern
Die Kabinengewerkschaft Ufo hat für Sonntagmorgen zu Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress aufgerufen.   Foto: Oliver Berg/dpa

Die für Sonntagmorgen geplanten Warnstreiks der Kabinengewerkschaft Ufo dürften sich nach Einschätzung von Flughäfen und Airlines kaum auf den Flugbetrieb auswirken.

In Düsseldorf sollen keine Flüge ausfallen, wie ein Sprecher des Flughafens sagte. «Nach Rücksprache mit den Airlines gehen wir weiterhin davon aus, dass alle Flüge stattfinden.» Die Ufo drohte am Samstag unterdessen mit einer erneuten Ausweitung des Warnstreiks.

Am Stuttgarter Flughafen bekräftigte Lufthansa ebenfalls, möglichst keine Flüge ihrer vier zum Warnstreik aufgerufenen Töchter ausfallen zu lassen. Auch eine Sprecherin des Flughafens Frankfurt sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir haben von unserem Systempartner Lufthansa nach wie vor das Signal, dass sie davon ausgehen, dass es keine großen Einwirkungen auf den Flugbetrieb geben wird.» Als Flughafen sei man wie an jedem Betriebstag auf den Fall vorbereitet, dass es Ausfälle geben kann. «Wir haben unsere eigenen Leute, die dann das Info-Personal verstärken und gegebenenfalls Essen und Getränke an die Passagiere im Flughafengebäude ausgeben.»

Die Flughäfen Münster-Osnabrück und Dortmund etwa sind von dem Warnstreik nicht direkt betroffen. Dort starten die Flüge der betroffenen Airlines außerhalb des Streikfensters.

Zwischen 5.00 und 11.00 Uhr am Sonntag hat die Gewerkschaft Ufo bundesweit Beschäftigte der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress zum Warnstreik aufgerufen. Am Samstag drohte sie, sie könne die Warnstreiks jederzeit auch auf die Lufthansa-Kerngesellschaft ausdehnen - ursprünglich war das ohnehin vorgesehen, am Freitagabend hatte Ufo die Streiks bei der Muttergesellschaft aber kurzfristig wieder abgesagt. Weitet sie sie nun wieder aus, wären bundesweit schätzungsweise rund 500 statt der bislang gut 300 Abflüge im Streikzeitraum bedroht.

Grund für die erneute Ufo-Drohung sei, dass die Lufthansa neue Forderungen der Gewerkschaft nach Verhandlungen über mehr Gehalt am Freitagabend innerhalb nur einer Stunde abgelehnt habe, teilte Ufo am Samstag mit. «Streiks bei Lufthansa sind wieder jederzeit möglich», erklärte der stellvertretende Ufo-Vorsitzende Daniel Flohr in der Mitteilung. Die Lufthansa bestätigte die Existenz des Schreibens, in dem der Arbeitgeberverband Luftverkehr der Gewerkschaft am Freitag mitteilte: «Auf Grund Ihrer mangelnden Abschlussfähigkeit sind auch weiterhin keine Gespräche mit Ihnen möglich.»

Ufo hatte am Freitag ihren für Sonntag angekündigten Warnstreik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft abgesagt, nachdem die Lufthansa freiwillige Gehaltserhöhungen von 2,0 Prozent für diese Berufsgruppe angekündigt hatte. Unmittelbar danach schob Ufo weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa mit dem Brief umgehend ablehnte. Die Arbeitgeberseite betonte darin zudem, dass die Erhöhung um 2,0 Prozent keine Erfüllung der Tarifforderung, sondern freiwillig sei.

Hintergrund der Auseinandersetzung und des Arbeitskampfes ist, dass der Lufthansa-Konzern den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt anerkennt.

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dpa

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19. 10. 2019
17:34 Uhr

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19. 10. 2019
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