Lade Login-Box.
Topthemen: BlitzerwarnerLoewe-InsolvenzNP-FirmenlaufGlobe-TheaterMordfall OttingerStromtrasse

Wirtschaft

VW: «Auffälligkeiten» bei Kontrolle von neuer Abgas-Software

Das Kraftfahrt-Bundesamt beschäftigt sich mit einem neuen Problem bei Volkswagen. Der Autobauer betont, die Behörden selbst darauf aufmerksam gemacht zu haben. «Dieselgate» wird den Konzern noch lange beschäftigen.



Volkswagen
Volkswagen hatte im August 2015 gegenüber US-Behörden eingestanden, weltweit bei Millionen Dieselmotoren die Abgasreinigung manipuliert zu haben.   Foto: Hauke-Christian Dittrich

Beim Autobauer VW sind bei internen Kontrollen der neuen Abgas-Software für Dieselfahrzeuge «Auffälligkeiten verzeichnet worden».

Daraufhin habe das Unternehmen «unverzüglich aktiv» das Kraftfahrtbundesamt informiert, teilte Volkswagen am Sonntag mit. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet.

Laut VW handelt es sich um Dieselfahrzeuge mit 1,2-Liter-Motoren des Typs EA 189. «Kurzfristig und vorsorglich wurde gemeinsam entschieden, die laufende Umsetzung der technischen Lösungen für Dieselfahrzeuge mit 1,2-Liter-Motoren des Typs EA189 zunächst auszusetzen», so das Unternehmen weiter.

Das Bundesverkehrsministerium teilte mit, das Problem sei bekannt. «Der Vorgang ist in Prüfung beim Kraftfahrt-Bundesamt.» VW betonte: «Bereits für Anfang Januar sind Termine vereinbart worden, um die weitere Prüfung und Analyse gemeinsam mit Hochdruck voran zu treiben.»

Regierung und Autobranche setzen auf Software-Updates als ein zentrales Instrument, um den Schadstoff-Ausstoß relativ schnell zu senken. In vielen Städten werden Grenzwerte für die Luftverschmutzung überschritten. Gerichte haben deswegen für mehrere Städte Fahrverbote angeordnet, die im neuen Jahr umgesetzt werden sollen.

Der Autobauer hatte im August 2015 gegenüber US-Behörden eingestanden, weltweit bei Millionen Dieselmotoren die Abgasreinigung manipuliert zu haben. Der VW-Konzern hat wegen des Dieselskandals schon mehr als 28 Milliarden Euro an Rechtskosten verbucht. Für das zu Ende gehende Jahr erwartet das Unternehmen 5,5 Milliarden Euro «Dieselgate»-Kosten. «Im kommenden Jahr rechnen wir mit einer Summe von etwa zwei Milliarden Euro, 2020 sollte es noch rund eine Milliarde sein», sagte VW-Finanzvorstand Frank Witter der «Börsen-Zeitung» (Samstag).

Er räumte ein: «Die Aufarbeitung wird uns noch lange beschäftigen.» So hätten Kapazitäten an anderer Stelle gefehlt, etwa bei der Umstellung auf den neuen Prüfstandard WLTP. «Von wirklicher Entspannung kann keine Rede sein», sagte Witter.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 12. 2018
14:56 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Autobranche Autofirmen Börsen-Zeitung Diesel-Skandal Dieselfahrzeuge Kraftfahrt-Bundesamt VW Volkswagen AG Überwachung und Kontrolle
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Daimler

12.07.2019

Diesel und andere Sorgen: Daimler dämpft Erwartungen weiter

Teure Probleme nicht nur mit dem Diesel verhageln dem neuen Daimler-Chef Källenius weiter den Start. Nach der Gewinnwarnung vom Juni hat der Autobauer jetzt ein weiteres Mal genau nachgerechnet. Das Ergebnis ist nicht gu... » mehr

VW-Beetle

11.07.2019

Käfer-Nachfolger wird in Mexiko verabschiedet

Der VW Käfer hat Generationen geprägt, er stand für Zuverlässigkeit und Urlaub in Italien. Mit dem letzten Beetle ist jetzt endgültig Schluss für die Auto-Ikone: Das Nachfolgemodell sah dem Original zwar ähnlich, konnte ... » mehr

Herbert Diess

14.05.2019

VW-Aktionäre wollen von der Konzernspitze Antworten

Dreieinhalb Jahre Diesel-Krise und kein Ende in Sicht: Die Aktionäre wollen die VW-Spitze zur Rede stellen. Konzernchef Diess richtet den Blick nach vorn. » mehr

Automarkt in den USA

12.06.2019

Krise in der Autoindustrie verschärft sich

Weltweit stehen der Branche große Umwälzungen bevor: China pusht Elektroantriebe, in der EU kommen strenge Vorgaben für das Treibhausgas CO2 - und in den USA lauern die Tech-Konzerne darauf, das Autofahren mit Robotaxis ... » mehr

Autonomes Fahren

12.06.2019

Volkswagen beendet Kooperation mit Roboterwagen-Firma Aurora

Roboterwagen gelten als Zukunft der Autoindustrie, doch ihre Entwicklung ist teuer. Deshalb loten die Player Kooperationen aus. Bei VW bahnt sich ein Partnerwechsel ab: Das Start-up Aurora bekam den Laufpass, der Autorie... » mehr

Autec-Chef Kurt Hesse

06.06.2019

Porsche verliert Rechtsstreit um Design des 911ers

Über Geschmack lässt sich streiten, über Geschmacksmuster allerdings auch. Zwei Modellauto-Hersteller ringen mit Autokonzernen um Designrechte und Lizenzen - mit unterschiedlichem Erfolg. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Schlossplatzfest-Auftakt mit Modenschau

Schlossplatzfest-Auftakt mit Modenschau | 18.07.2019 Coburg
» 28 Bilder ansehen

DLRG Ebern - Nacht der Wasserrettung

DLRG Ebern - Nacht der Wasserrettung | 17.07.2019 Ebern
» 17 Bilder ansehen

Vernissage Sommerduett

Vernissage Sommerduett | 16.07.2019 Kronach
» 14 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 12. 2018
14:56 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".