Lade Login-Box.
Corona Ticker
Topthemen: CoronavirusVideosCoburger OB-Kandidaten vor der KameraCotubeBlitzerwarner

Wissenschaft

Suche nach dem Grund für Übergewicht

Warum essen Menschen zuviel? Warum werden sie zu dick? Forscher vom Helmholtz Zentrum München kommen der Antwort auf diese Fragen näher. Dabei helfen ihnen ganz neue Einblicke ins Mäusegehirn.



Übergewicht
Warum werden manche Mensche dick?   Foto: Frank Leonhardt/Illustration

Warum werden Menschen zu dick? Forscher des Helmholtz Zentrums in München sind der Antwort auf diese Frage einen Schritt näher gekommen.

Mit Hilfe eines neuen 3D-Verfahrens haben sie festgestellt, dass ein gestörter Transport des Sättigungshormones Leptin in das Gehirn nicht - wie bislang angenommen - die Ursache ist. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten sie im «International Journal of Obesity», wie das Helmholtz Zentrum am Donnerstag mitteilte.

Das Verfahren ermöglichte es den Wissenschaftlern, bei einem Versuch mit Mäusen den Weg des Hormons im Gehirn als Video sichtbar zu machen und nachzuverfolgen. Das Ergebnis: Das satt machende Hormon Leptin gelangte sowohl bei dünnen als auch bei dicken Mäusen in ausreichender Menge in das Gehirn. Die Ursache für das Essverhalten, so die Schlussfolgerung der Forscher, muss also in den Nervenzellen selbst liegen.

Leptin ist ein wichtiges Sättigungshormon, das vom Fettgewebe gebildet wird. Wird ein Mensch einfach nicht mehr satt, obwohl er viel isst, kann das an Leptin-Resistenz liegen. «Die Betroffenen haben ständig Hunger, als wären ihre Fettspeicher nicht schon längst gefüllt», heißt es in der Mitteilung.

«Bislang ging man davon aus, dass die Ursache ihrer Hormonresistenz ein gestörter Transportprozess ist», sagte Luke Harrison, Doktorand am Helmholtz Zentrum und Erstautor der Studie, die diese Annahme nun widerlegt.

«Wir können die Ursache von Leptin-Resistenz nun eingrenzen und unsere Forschung auf die molekularen Mechanismen innerhalb der Nervenzellen fokussieren», sagte Paul Pfluger vom Institut für Diabetes und Adipositas des Helmholtz Zentrums. «Sind alle Abläufe in unserem Sättigungsverhalten entschlüsselt, können wir neue Therapien gegen Fettleibigkeit entwickeln und dicke Menschen gezielt beim Abnehmen unterstützen.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 10. 2018
13:15 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Gehirn Nervenzellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Neumayer-Station III

05.12.2019

Hirnabbau bei Antarktis-Aufenthalt

Für Monate abgeschieden in extremer Umwelt: Dafür ist der Mensch nicht wirklich gut geschaffen. Deutsche Forscher haben eine neue Folge solcher Langzeitaufenthalte entdeckt. Sie könnte auch bei Missionen ins All eine Rol... » mehr

Tabakkonsum

31.01.2020

Alkohol und Tabak lassen das Gehirn schneller altern

Krebs, Herzinfarkt, Leberschäden - dass gewohnheitsmäßiges Rauchen und Trinken der Gesundheit schadet, ist hinlänglich bekannt. Forscher zeigen nun, dass auch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wird. » mehr

Elektrische Aktivität in Miniatur-Gehirnen

29.08.2019

Mini-Hirne im Labor zeigen ähnliche Aktivität wie bei Babys

Im Labor lassen Wissenschaftler kleine Gehirne wachsen, deren Zellen miteinander in Kontakt treten und elektrische Aktivität aufbauen. Aber wie viel haben die Modelle mit dem Original zu tun? » mehr

Fettleibigkeit

10.01.2019

Schädigt Übergewicht das Gehirn?

Übergewicht schädigt die Gesundheit. Es begünstigt etwa Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Forscher gingen nun der Frage nach, ob auch das Gehirn von den Extra-Pfunden in Mitleidenschaft gezogen wird. » mehr

«Mosaic»-Expedition

26.03.2020

«Polarstern»-Crew muss länger als geplant an Bord bleiben

Halbzeit: Seit einem halben Jahr ist das Forschungsschiff «Polarstern» in der Zentralarktis unterwegs. Die Corona-Pandemie verzögert den nächsten geplanten Austausch der Wissenschaftler. Der Expeditionsleiter sieht das P... » mehr

Apotheke

19.03.2020

Mit Hochdruck gesucht: Medikament gegen Corona-Erkrankung

Das Coronavirus lähmt den Alltag vieler Menschen - und macht einige krank. Noch gibt es kein zielgerichtetes Medikament dagegen. Doch die Forschung hat außerordentlich schnell Fahrt aufgenommen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Stichwahl in Coburg Coburg

Stichwahl 2020 Coburg und Kronach | 29.03.2020 Coburg
» 22 Bilder ansehen

Rad-Reisebericht

Ehepaar aus den Haßbergen erkundet Jerusalem mit Rad | 24.03.2020 Jerusalem
» 15 Bilder ansehen

SPD-Wahlparty in der Loreley Coburg

Kommunalwahl 2020 Coburg | 15.03.2020 Coburg
» 27 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 10. 2018
13:15 Uhr



^