Lade Login-Box.
zum Digital-Abo
Topthemen: Urlaub daheimCoronavirusBlitzerwarnerVideosCotube

Wissenschaft

Vertrag für US-Nutzung von russischen Raumkapseln endet

Seit dem Ende der Space Shuttles sind die USA beim Transport zur ISS auf Russland angewiesen. Neue eigene Transporter sollen erst 2019 bemannt getestet werden. Die Zeit drängt: Der Vertrag mit Russland läuft Moskau zufolge aus.



Raketenstart
Die Sojus-FG Startrakete mit dem Raumfahrzeug Sojus startet zur Internationalen Weltraumstation von dem Kosmodrom in Baikonur.   Foto: Joel Kowsky/NASA

Der Vertrag über Flüge von US-Astronauten mit russischen Raumkapseln zur Internationalen Raumstation ISS wird nach Moskauer Angaben im kommenden Jahr auslaufen.

«Unsere Vertragsverpflichtungen, US-Astronauten zur ISS zu bringen und wieder für ihre Rückkehr zu sorgen, sind im April mit der Landung der Sojus-Kapsel beendet», sagte der für Raumfahrt zuständige Vize-Minister Juri Borissow nach Angaben der Agentur Tass.

Der Vertrag könne durchaus verlängert werden, sagte ein Roskosmos-Vertreter. «Das bedeutet nicht, dass wir die Zusammenarbeit stoppen.» Es gebe zwar Verhandlungen zu einem neuen Vertrag, aber noch keine konkreten Entscheidungen. Von der US-Raumfahrtbehörde Nasa gab es zunächst keine Reaktion.

Seit dem Ende des Shuttle-Programms der US-Raumfahrtbehörde Nasa im Jahr 2011 fliegen US-Astronauten mit russischen Sojus-Kapseln vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS. Die USA hatten damals ihr Shuttle-Programm aus Kostengründen nach rund 30 Jahren beendet.

Die Nasa hatte bereits vor einigen Jahren angekündigt, wieder selbst Astronauten ins All bringen zu wollen. Anfang August hatte sie dann mitgeteilt, die an die privaten Unternehmen Boeing und SpaceX ausgelagerte Entwicklung dieser Raumschiffe nähere sich dem Ziel. Schon Ende 2018 soll es unbemannte Testflüge geben, ab Frühjahr 2019 dann bemannte. Die Raumschiffe sollen bis zu vier Astronauten ins All bringen können. US-Präsident Donald Trump hatte das als «großes Comeback» der Nasa gefeiert.

Auf der ISS arbeiten rund 400 Kilometer über der Erde russische Kosmonauten mit Amerikanern seit fast zwei Jahrzehnten zusammen. Zurzeit ist auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst an Bord.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 08. 2018
17:00 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alexander Gerst Astronautinnen und Astronauten Boeing Donald Trump ISS NASA Raumfahrzeuge Russische Kosmonauten Sojus (Raumschiff) Space Shuttle SpaceX US-Astronauten Verträge und Abkommen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Landung

02.08.2020

US-Astronauten nach historischer ISS-Mission wieder gelandet

Seit 2011 waren die USA für Reisen zur ISS auf Russland angewiesen - das war teuer und kratzte am Ego. Im Mai brachte das US-Unternehmen SpaceX Astronauten zur ISS. Nun sind sie wieder zurück auf der Erde. » mehr

Heimkehr

17.04.2020

Von der ISS in die Corona-Krise: Raumfahrer sicher gelandet

Die drei Raumfahrer haben die Erde vor Monaten verlassen, als das Coronavirus noch kein Thema war. Nun kehren sie von der Internationalen Raumstation zurück - und für sie gelten erstmal strenge Sicherheitsvorkehrungen. » mehr

Hassa al-Mansuri

25.09.2019

Raumschiff bringt Verstärkung zur ISS

Vom Startplatz Nr. 1 flog einst erstmals ein Mensch ins All. Nun gab es den vorerst letzten Abflug von dieser Rampe des Weltraumbahnhofs Baikonur. Und noch etwas war historisch bei diesem Start. » mehr

Raumfahrer vor Start zur ISS

09.04.2020

Drei Raumfahrer sind trotz Corona-Pandemie zur ISS geflogen

Die Angst war groß, dass sich die Raumfahrer vor ihrem Flug zur ISS mit dem hochansteckenden Coronavirus infizieren könnten. Sie kamen deshalb in Quarantäne. Und sie mussten auf einiges verzichten. » mehr

Astronaut Matthias Maurer

29.07.2020

Esa schickt Astronauten Matthias Maurer 2021 zur ISS

Seine Grundausbildung zum Astronauten schloss Matthias Maurer 2018 ab. Im kommenden Jahr soll er auf der Internationalen Raumstation arbeiten. Für den Einsatz in der Schwerelosigkeit trainiert er unter Wasser. » mehr

Nasa

28.05.2020

Schlechtes Wetter: «Crew Dragon»-Start zur ISS verschoben

Neun Jahre ist es her, dass zuletzt Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation starteten. Das sollte sich ändern - ein erster Teststart musste allerdings erstmal wieder verschoben werden. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Muggendorfer Gebirgslauf

Muggendorfer Gebirgslauf | 05.08.2020
» 24 Bilder ansehen

Der Coburger Bahnhof der Zukunft Coburg

Der Coburger Bahnhof der Zukunft | 03.08.2020 Coburg
» 21 Bilder ansehen

Fridays for Future und Critical Mass in Coburg Coburg

Fridays for Future und Critical Mass in Coburg | Coburg
» 32 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 08. 2018
17:00 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.