100 Jahre Schützenverein Dürrenried 100 Jahre Schützenverein Dürrenried

Gerhard Schmidt

Die Ehrung der Mitglieder auf der großen Jubiläumsfeier dauerte zwei Stunden. Besonders Schützenmeister Schramm wurde für sein großes Engagement gelobt.

100 Jahre Schützenverein Hubertus Dürrenried bedeuten auch 50 Jahre Manfred Schramm. So lange nach der Wiedergründung 1972 hat der Schützenmeister das Amt inne nach drei Jahren Kassier. Schramm ließ sich aber nicht allein feiern, denn ohne aktive Mitarbeiter hätte er so eine lange Zeit nicht überstanden, erklärte er.

Beim Festakt am Samstag in der Halle seines eigenen Betriebes vergingen über zwei Stunden, denn so viele Ehrungen standen an. In der großen Gästeliste hieß Schramm besonders Schirmherrn MdL Steffen Vogel willkommen. Vogel, der aus dem Nachbarort Wasmuthhausen stammt, erklärte, dass man in Dürrenried vor 100 Jahren ein Pflänzchen in die Erde setzte, das dann etwas austrocknete aber bei der Wiedergründung 1972 voll ins Leben zurückkehrte.

Auch der Schirmherr hob besonders Manfred Schramm hervor und meinte „von deiner Sorte bräuchten wir mehr“. Vogel dankte auch Familie Schramm und den vielen Helfern in der langen Zeit. Für Vogel schweißt so ein Fest fest den Verein zusammen. Schirmherr Bürgermeister Wolfram Thein stellte fest, dass der Schützenverein Dürrenried auf 100 Jahre Traditions- und Brauchtumspflege zurückschauen kann.

Heute in der modernen und schnelllebigen Zeit wären es besonders die Schützenvereine, die dazu beitragen würden, dass Brauchtum und Kultur nicht unwiederbringlich verloren geht, denn für die Schützen bedeutet eine Uniform zu tragen, sich zur Heimat, Geschichte und Tradition zu bekennen.

Das Geldgeschenk der Gemeinde, versicherte Schützenmeister Schramm, soll voll in die Jugendarbeit fließen. Weil wir bei Geschenke sind. Der Schützenverein verzichtete auf Gastgeschenke für die Gäste und wird das eingesparte Geld der Kinderkrebshilfe Coburg zugutekommen lassen. Trotzdem bekamen die Gäste einen erfolgreichen Tropfen, den Urdürrenrieder „Hubertustropfen“.

2. Gauschützenmeisterin der Gruppe Nord-Coburg, Lichtenfels-Kronach, Renate Schramm, bat die Schützen, die Jugend für den Sport zu begeistern und die Erfahrung der Älteren mit einzubringen. Für den Patenverein Scheuerfeld sprach Schützenmeister Matthias Heider, der Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte. In seinem kurzen Rückblick betonte Schützenmeister Manfred Schramm, das es erfreulich sei, in einem 70 Einwohner zählenden Dorf so einen starken Verein zu haben. Wie die spärlichen Aufzeichnungen der Chronik ausweisen, wurde 1922 ein Schützenverein für Scheibenschießen gegründet. Lückenlose Aufzeichnungen gibt es erst ab 1972. Deshalb konnten auch zahlreiche Ehrungen vorgenommen werden.

Das 100-jährige Bestehen gab auch den richtigen Rahmen für die Königsproklamation 2022. Nachdem Schützenmeister Manfred Schramm die alten Majestäten verabschiedet hatte, folgte die Vorstellung der neuen Könige, Ritter und Schützenliesel. Der Schützenkönig heißt Johannes Seifert. Ihm stehen als 1. Ritter Felix Deschner und 2. Ritter Andreas Bätz zur Seite. Die neue Schützenliesel wurde Sabine Kraus. 2. Liesel ist Anja Deschner un 3. Liesel Anne Seifert. Bei der Jugend wurde Emilio Schneider Jungschützenkönig. Seine beiden Jugendritter sind Emma Schramm und Anabelle Kellner. Der Vereinspokal ging an Kerstin Gagel, gefolgt von Alina Kraus und Johannes Seifert. Zum Königsschießen gehört auch das Preisschießen. Beim „Meister“ hatte Martin Schramm das Glück auf seiner Seite. Den ersten Platz beim „Glück“ hatte Christina Schramm. Bei der Kategorie „Jugend“ gewann Emma Schramm.

 

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