Wenn Viola Kraus das Luftgewehr anlegt, dann reduziert sich ihre Welt auf den eigenen Körper, die Atmung, die Hände, die den Lauf ruhig halten. „In meinem Kopf ist es immer laut, beim Schießen teile ich mein Gehirn in zwei Hälften“, beschreibt die 17-Jährige ihren Gemütszustand beim Training. „Die eine Gehirnhälfte spielt Musik, die andere konzentriert sich auf das Schießen“, sagt sie. Ohrstöpsel schirmen sie vor Außengeräuschen ab, was um sie herum zu hören ist, dringt dann nicht mehr zu ihr durch.
100 Jahre Coburger Jungschützen Von Herzog Ernst bis Viola Kraus
Christiane Schult 11.07.2025 - 06:30 Uhr