Wer heute durch die Stadt geht, tut sich schwer, Spuren jüdischen Lebens in Coburg zu finden. Und doch sind sie allgegenwärtig. Kaum jemand dürfte wissen, dass die Nikolauskapelle am Rosengarten einst als Synagoge gedient hat, dass viele der prächtigen Häuser im Bahnhofsviertel von erfolgreichen jüdischen Kaufleuten, Juristen oder Medizinern errichtet wurden oder dass das städtische Gebäude in der Rosengasse ein Ort war, an dem nationalsozialistische Schläger üble Verbrechen an Bürgern jüdischen Glaubens verübt haben.