2. Handball-Bundesliga Arbeitssieg für den HSC

Gerd Nußpickel
Setzte sich in dieser Szene energisch durch: Coburgs Rückraumspieler Merlin Fuß (am Ball). Foto: Frank Wunderatsch

Der HSC 2000 ringt in der 2. Handball-Bundesliga Bietigheim nieder. Gegen den Ex-Klub von Coburgs Coach Brian Ankersen heißt es nach 60 Minuten 27:25.

Coburg - Der neue HSC-Coach Brian Ankersen hatte vor dem Spiel gegen die SG BBM Bietigheim, zugleich sein Ex-Klub, die Maxime für die nächsten Wochen ausgegeben: „Es geht erst einmal nicht darum, schön zu spielen, sondern über den Kampf jeden möglichen Punkt zu holen.“ Einen ersten, extrem wichtigen Schritt haben seine Schützlinge am Sonntag gemacht, als sie sich den 27:25-Erfolg gegen die SG BBM erkämpften. Denn Kampf, Leidenschaft und Intensität waren die Attribute, die diese Partie auf beiden Seiten von der ersten Minute an prägten. „Dieser Sieg gibt Selbstvertrauen. Ich bin sehr stolz, dass wir so einen Kampf gezeigt haben“, sagte der Däne bei der Pressekonferenz nach Spielende.

HSC 2000 Coburg – SG BBM Bietigheim 27:25 (11:11). Zumindest was das Abwehrverhalten betrifft, war diesmal die Handschrift des neuen Trainers schon gut erkennbar. Schröder, Schäffer und Co. ackerten vom Anpfiff weg mit aller Leidenschaft und Intensität und zwangen die Gäste öfter als ihnen lieb war zu schlecht vorbereiteten Würfen. Allerdings hatte auch die HSC-Offensivabteilung – ohne den erneut verletzten Spielmacher Tobias Varvne – ihre liebe Mühe mit der Gäste-Abwehr, sodass beide Teams lange Zeit auf Augenhöhe agierten und sich keine Mannschaft absetzen konnte. Mit einem energischen Schlussspurt konnten die Hausherren dann auch noch kurz vor der Pause den kurzzeitigen Zwei-Tore-Rückstand in einen leistungsgerechten 11:11-Pausenstand verwandeln.

Auf Augenhöhe

Und auch die ersten Minuten nach dem Wechsel gehörten den Gastgebern, die sich schnell auf 13:11 absetzten. Doch dann häuften sich wie so oft die Fehler im Coburger Angriffsspiel und das brachte die Gäste relativ leicht ins Spiel zurück. Bis zum 17:17 in der 41. Minute ging es ausgeglichen weiter, ehe das Pendel dann doch zugunsten der Gäste auszuschlagen schien. Eigene Fehler, die eine oder andere umstrittene Zeitstrafe und unnötige Ballverluste spielten der SG BBM in die Karten und spätestens beim 18:21 in der 46. Minute schien auch diesmal der Zug gegen den HSC abzufahren.

Aber die Mannschaft bäumte sich, angetrieben von den Fans, noch einmal auf und der an diesem Tag erfolgreichste Coburger Max Preller erzielte in der 52. Minute erstmals wieder den Ausgleich. Der HSC war wieder da und ließ jetzt nicht mehr locker. Die letzten Minuten gehörten den starken Jan Kulhanek und seinen auch jetzt noch leidenschaftlich kämpfenden Teamkollegen. Doch es sollte trotz der 26:23-Führung 90 Sekunden vor Schluss noch einmal spannend werden, denn die Gäste gingen zur offenen Manndeckung über und kamen bis auf ein Tor heran. Aber Florian Billek mit seinem einzigen Tor an diesem Tag machte schließlich endgültig den Deckel drauf. Bester Werfer bei den Coburgern war Linksaußen Max Preller. „Wir haben alles gegeben und uns voll reingehängt. Es war ein Riesensieg für uns“, sagte der siebenfache Torschütze nach dem Spiel.

Die Statistik

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (13 Paraden, 35,14 Prozent gehaltene Bälle), Jan Jochens, Fabian Apfel – Max Preller (7), Merlin Fuß (3), Karl Toom (4), Florian Billek (1), Dieudonné Mubenzem (1), Lukas Juskenas, Jan Schäffer (2), Paul Schikora, Justin Kurch (2), Milos Grozdanic (3/3), Andreas Schröder (4), Stefan Bauer. – Trainer: Brian Ankersen.

SG BBM Bietigheim: Konstantin Poltrum (9, 30,0), Nick Lehmann (1, 14,29) – Nikola Vlahovic, Dominik Claus (2), Max Öhler, Tim Dahlhaus (1), Christian Schäfer (2), Juan De La Pena Morales (4), Mario Urban, Paco Barthe (1), Jonas Link (2), Sven Wesseling (6/2), Alexander Pfeiffer (1), Nils Boschen, Jonathan Fischer (6). – Trainer: Iker Romero.

Schiedsrichter: Timo Hofmann (Bamberg)/Thomas Hörath (Zirndorf).

Zuschauer: 1224.

Zeitstrafen: 6 (zweimal Toom, Schäffer, zweimal Kurch, Schröder)/6 (Claus, zweimal De La Pena Morales, zweimal Barthe, Pfeifer).

Spielfilm: 1:0 (2.), 2:1 (4.), 3:2 (9.), 3:4 (12.), 5:4 (15.), 6:5 (18.), 6:7 (20.), 7:8 (21.), 8:9 (22.), 9:10 (24.), 9:11 (28.), 11:11 (Halbzeit), 13:11 (33.), 13:13 (34.), 14:14 (36.), 15:15 (37.), 15:17 (38.), 17:17 (41.), 17:19 (44.), 18:20 (45.), 19:21 (48.), 20:22 (50.), 22:22 (52.), 24:22 (57.), 25:23 (58.), 26:24 (59.), 27:25 (Endstand).

 

Bilder