2. Handball-Bundesliga Deutliche Niederlage für den HSC

Der HSC 2000 Coburg verliert in der 2. Handball-Bundesliga deutlich in Ludwigshafen. Bei der 26:33-Niederlage bekommen die Vestestädter Nationalspieler Hendrik Wagner nicht in den Griff. Er trifft gleich zwölfmal.

Ludwigshafen/Coburg - Diesen 10. November würden die Coburger Handballer vermutlich gerne so schnell wie möglich vergessen. Am Mittwochabend unterlag der HSC 2000 im Zweitligaspiel bei den Eulen Ludwigshafen nach einer schwachen Vorstellung mit 26:33.

Nur in der Anfangsphase konnte die Mannschaft von Brian Ankersen mithalten, danach fiel die Leistung deutlich ab. Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Aue war der Auftritt bei Mitabsteiger Ludwigshafen einer zum Vergessen. Viel Zeit, um diese Pleite aufzuarbeiten, bleibt den Vestestädtern nicht. Bereits am Sonntag geht es weiter. Dann stellt sich das Team aus Bietigheim mit Ex-Coburger Konstantin Poltrum in der HUK-Arena vor.

Eulen Ludwigshafen – HSC 2000 Coburg 33:26 (17:11). Die Coburger Startformation hatte keine großen Überraschungen parat. Spielmacher Tobias Varvne kehrte nach überstandenen muskulären Problemen wieder auf die Mittelposition zurück. Der Schwede war von Anfang an bemüht, das Spiel der Gäste im Angriff zu ordnen. Doch die Eulen gingen in den Anfangsminuten mit 4:2 in Führung, nachdem Neu-Nationalspieler Hendrik Wagner zwei Treffer beigesteuert hatte. Coburgs Coach Brian Ankersen hatte im Vorfeld vor der Qualität des Rückraumspielers noch ausdrücklich gewarnt.

Bauer kommt – und geht gleich wieder

In den Folgeminuten hatte die Führung für Ludwigshafen Bestand. Der HSC ließ sich aber nicht abschütteln (7:6, 12. Minute). Stefan Bauer kam in der Abwehr für Tobias Varvne ins Spiel und war Minuten später mit einer Zeitstrafe wieder auf der Bank. Wagner nutzte die Lücke und erzielte beim 8:6 bereits seinen vierten Treffer. Jan Schäffer traf danach nur die Latte, die Eulen bauten die Führung später gar auf vier Tore aus. Ankersen reagierte mit einer Auszeit (15.).

Wirklich besser wurde es aber nicht, vor allem Hendrik Wagner feuerte aus allen Rohren. In nur 18 Minuten steuerte der Nationalspieler acht Tore bei. Das 13:8 für die Eulen war die Folge. In der Abwehr bekam der HSC keinen Zugriff, im Angriff fehlten häufig die Ideen. Die Außenspieler Milos Grozdanic und Florian Billek waren kaum ins Spiel eingebunden. Am sehr beweglichen Ludwigshafener Innenblock bissen sich die Gäste die Zähne aus.

In der Defensive passte jetzt die Coburger Zuordnung aber besser, zudem war Jan Jochens, der für Jan Kulhanek ins Spiel gekommen war, besser auf dem Posten als der erfahrene Tscheche. Dennoch hatte die Hausherren-Führung Bestand (15:11, 27.). In den letzten Minuten des ersten Durchgangs legten die Eulen sogar noch nach. Mit 17:11 ging es in die Kabinen.

Fehlstart in Hälfte zwei

Die zweite Hälfte begann für die Mannschaft von Ceven Klatt nach Maß. Nicht einmal drei Minuten waren vorbei, da stand es 20:11 für Ludwigshafen. Brian Ankersen nahm nach diesem Fehlstart sofort eine Auszeit. Direkt danach verfehlte Merlin Fuß im Angriff gar das Tor, die Eulen erhöhten auf 21:11 (34.).

Der HSC musste nun aufpassen, dass das Spiel nicht vollkommen entgleitet. Der HSC-Coach nahm Keeper Jochens von der Platte und versuchte es mit dem siebten Feldspieler. Kurz danach kehrte Kulhanek zwischen die Pfosten zurück. Jan Remmlinger erhöhte dennoch auf 23:12 (39.). Ziga Urbic im Tor der Hausherren erwischte einen wahren Sahnetag. Mitte der zweiten Hälfte lag der Slowake bei mehr als 55 Prozent gehaltener Bälle. Sowohl Jan Kulhanek als auch Jan Jochens brachten es zu diesem Zeitpunkt auf etwas mehr als 13 beziehungsweise 16 Prozent.

In der 44. Minute gab es den ersten Siebenmeter der Partie. Grozdanic scheiterte an Urbic, auch beim Abpraller war der Keeper zur Stelle. Der HSC bemühte sich zwar, mittlerweile lief aber kaum noch mehr etwas zusammen. Ludwigshafen hatte keine Probleme, die deutliche Führung zu halten (28:17, 50.).

In der Schlussphase veränderte sich nicht mehr viel am Spielgeschehen, die Partie war längst entschieden. Für die Eulen klappte an diesem Tag nahezu alles, vor allem Hendrik Wagner machte seinem Ruf als Unterschiedsspieler alle Ehre. Der HSC erwischte einen Tag zum Vergessen und braucht nach dieser enttäuschenden Vorstellung eine deutliche Leistungssteigerung, um am Sonntag gegen Bietigheim zu bestehen.

Die Statistik

Eulen Ludwigshafen: Matej Asanin (1 Parade; 10,00 Prozent gehaltene Bälle), Ziga Urbic (7; 29,17) – Stefan Salger (3), Gunnar Dietrich, Enes Keskic (3), Marc-Robin Eisel (1), Jan Remmlinger (1), Alexander Falk (4), Jannik Hofmann, Pascal Bührer (1), Hendrik Wagner (12/1), Yessine Meddeb (2), Christian Klimek (3), Jannek Klein (2), Max Neuhaus (1); Trainer: Ceven Klatt.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (8 Paraden; 26,67 Prozent gehaltene Bälle), Jan Jochens (2; 15,38), Fabian Apfel (n.e.) – Max Preller (2), Merlin Fuß (2), Karl Toom (3), Florian Billek (6), Dieudonne Mubenzem (2), Lukas Juskenas, Tobias Varvne (3), Jan Schäffer (3), Paul Schikora (n.e.), Justin Kurch, Milos Grozdanic (4/1), Andreas Schröder (1), Stefan Bauer; Trainer: Brian Ankersen.

SR: Malte Frank (Radevormwald)/Leonard Bona (Remscheid).

Zuschauer: 1622.

Siebenmeter: 1/1 – 1/2 (Grozdanic verwirft).

Zeitstrafen: 2 (Neuhaus, Salger) – 4 (Bauer 2, Schröder, Kurch).

Spielfilm: 0:1, 1:1, 1:2 (3.), 2:2, 3:2 (5.), 4:2, 4:3 (6.), 5:3 (8.), 6:3 (10.), 6:4, 6:5 (11.), 7:5, 7:6, 8:6, 9:6 (14.), 10:6; Auszeit Coburg; 10:7 (16.), 12:7 (16.), 12:8 (17.), 13:8, 13:9 (19.), 13:10, 14:10 (21.); Auszeit Ludwigshafen; 14:11 (26.), 15:11, 16:11 (28.), 17:11 (30.) – Halbzeit – 20:11 (33.); Auszeit Coburg; 21:11 (34.), 21:12 (35.), 22:12 (36.), 23:12 (39.), 23:13, (40.), 23:14, 23:15 (42.), 24:15; Auszeit Ludwigshafen; 25:15 (45.), 25:16, 26:16 (47.), 26:17, 27:17 (49.), 28:17; Auszeit Coburg; 29:17, 29:18 (52.), 29:19, 30:19, 30:20 (55.), 30:21, 31:21, 31:22, 32:22 (57.), 33:23, 33:24 (59.), 33:25, 33:26 (60.), Spielende.

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