2. Handball-Bundesliga HSC Coburg bestätigt Weßeling-Transfer

Der Zweitligist verpflichtet den 28-jährigen Führungsspieler des TuS N-Lübbecke als Nachfolger für Pavels Valkovskis. Geschäftsführer Jan Gorr verspricht sich viel von dem Neuzugang.

Die HSC-Geschäftsführer Jan Gorr (links) und Stefan Apfel begrüßen Sven Weßeling mit einem Coburger Trikot. Foto: HSC Coburg

Erfahrung und Führungsqualität für Gelb-Schwarz – so lautet das Motto beim Handball-Zweitligisten HSC 2000 Coburg mit Blick auf den jüngsten Transfer. Der Klub hat am Freitagmittag bestätigt, was die Neue Presse bereits vergangene Woche berichtet hat: Nach dem bevorstehenden Wechsel von Torjäger Janis Pavels Valkovskis zum TBV Lemgo–Lippe nach der laufenden Saison ist die vakante Planstelle im linken Rückraum, wie es in der HSC-Pressemitteilung heißt, „nicht nur geschlossen – sie ist mit einem echten Führungsspieler besetzt“.

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Demnach wird der 28-jährige Sven Weßeling, aktuell noch Leistungsträger beim Ligakonkurrenten TuS N-Lübbecke, ab Sommer das gelb-schwarze Trikot der Coburger tragen und unterschreibt für zwei Spielzeiten in der Vestestadt.

Künftiger Teil des Abwehr-Mittelblocks

Mit seiner Verpflichtung gewinne der HSC nicht nur Qualität, sondern vor allem Erfahrung, Stabilität und eine echte Persönlichkeit, heißt es. „Sven ist ein sehr kompletter Spieler mit enormer Erfahrung im besten Handballer-Alter. Er spielt im Abwehr-Mittelblock, übernimmt Verantwortung und ist darüber hinaus ein hervorragender Assist-Geber“, betont Geschäftsführer Jan Gorr. „Von daher wird Sven uns sowohl in der Offensive als auch in der Defensive verstärken.“

Auch Cheftrainer Anel Mahmutefendic sieht in Weßeling einen entscheidenden Baustein für die Zukunft: „Ich bin sehr froh, dass wir Sven für unser Projekt gewinnen konnten. Er bringt nicht nur sportliche Qualität mit, sondern auch langjährige Erfahrung. Gerade für unsere jungen Spieler wird er ein wichtiger Orientierungspunkt sein. Seine Vielseitigkeit wird uns sowohl defensiv als auch offensiv deutlich mehr Optionen geben.“

60 Tore und 43 Assists in laufender Saison

Für Sven Weßeling selbst ist der Wechsel nach Oberfranken eine bewusste Entscheidung für ein neues Kapitel: „Ich freue mich sehr auf meine Zeit in Coburg. Die Gespräche mit Jan und Anel waren von Beginn an sehr positiv und ich habe den gesamten Verein sofort als sehr professionell und gleichzeitig als sehr familiär wahrgenommen. Außerdem weiß ich aus den letzten Jahren, dass die Fans in der Arena in Coburg immer für eine super Stimmung sorgen. Das alles ist meiner Meinung nach genau die richtige Basis, um ab Sommer gemeinsam mit dem Team alles für unsere sportlichen Ziele zu geben“, lässt sich der künftige Gelb-Schwarze zitieren.

Weßeling steht seit mittlerweile elf Jahren ununterbrochen in der 2. Handball-Bundesliga auf dem Parkett – eine beeindruckende Konstanz auf hohem Niveau. Geboren in Steinfurt-Borgdorf und ausgebildet beim SuS Neuenkirchen, debütierte er bereits mit 17 Jahren für den TV Emsdetten im Bundesliga-Unterhaus. 2021 führte ihn sein Weg zur SG BBM Bietigheim, ehe er in seine westfälische Heimat zurückkehrte und in den vergangenen vier Spielzeiten erneut für den TuS N-Lübbecke auflief – dort unter anderem gemeinsam mit dem aktuellen HSC-Kreisläufer Tin Kontrec.

In der laufenden Saison stehen für Weßeling 60 Tore und 43 Assists zu Buche – „Zahlen, die seine Bedeutung und Spielwirksamkeit eindrucksvoll unterstreichen“, heißt es in der Mitteilung.