2. Handball-Bundesliga HSC 2000 holt Herzig und Bis

Der polnische Nationalspieler Bartlomiej Bis (Mitte), hier bei der EM von den DHB-Akteuren Johannes Golla (links) und Christoph Steinert attackiert, wechselt zum HSC 2000 Coburg. Foto: imago images/Newspix/Norbert Barczyk

Handball-Zweitligist Coburg verpflichtet für die kommende Saison Fynn Herzig vom Ligakonkurrenten Gummersbach und den polnischen Nationalspieler Bartlomiej Bis. Mit Dieudonné Mubenzem, Karl Toom und Lukas Juskenas stehen drei weitere Abgänge fest.

Coburg - Handball-Zweitligist HSC 2000 Coburg hat weiter Personalentscheidungen für die kommende Saison getroffen. Wie der Klub am Donnerstag mitgeteilt hat, stehen mit Dieudonné Mubenzem, Karl Toom und Lukas Juskenas drei weitere Abgänge fest. Gleichzeitig haben die Vestestädter zwei weitere Neuzugänge verpflichtet: Fynn Herzig vom Ligakonkurrenten VfL Gummersbach und Nationalspieler Bartlomiej Bis vom polnischen Erstligisten Gornik Zabrze.

Die Hoffnungsträger Herzig und Bis

Die beiden Neuzugänge sollen dabei helfen, in der kommenden Saison wieder eine schlagkräftige Truppe ins Rennen um die vorderen Plätze in der 2. Bundesliga schicken zu können. Mit Fynn Herzig kommt ein junger und für sein Alter schon sehr kompletter Rückraum-Links-Spieler vom Ligakonkurrenten VfL Gummersbach in die Vestestadt und unterschreibt einen Zwei-Jahres-Vertrag. Der 23-Jährige ist 1,94 Meter groß, 95 Kilogramm schwer und verfügt laut Pressemitteilung des HSC 2000 im Angriff über eine sehr gute Spielidee mit viel Zug zum Tor. „Fynn ist ein sehr kompletter Rückraumspieler der gut verteidigt, aber auch seine Qualitäten im Angriff hat, wo er mit seinem guten Spielverständnis immer wieder seine Mitspieler in Szene bringt. Dazu hat er noch einen sehr guten Wurf aus der 2. Reihe,“ beschreibt Cheftrainer Brian Ankersen den Neuzugang. Mit diesen Eigenschaften und seinen persönlichen Zielen soll Fynn Herzig dem HSC helfen, gerade nach dem Abgang von Tobias Varvne eine neue Generation aufzubauen. Er selbst blickt mit Vorfreude auf seine Zeit nach Coburg: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe hier in Coburg, die Fans des HSC und die gesamte Stadt. Für mich ist es eine große Chance, sportlich den nächsten Schritt zu gehen, aber auch um mich persönlich weiterzuentwickeln. Der Verein hat mir von Anfang an ein super Gefühl gegeben. So haben mich vor allem die professionellen Strukturen, der sehr wertschätzende und respektvolle Umgang und die mannschaftliche Zusammenstellung überzeugt. Mit der Philosophie, sowohl von Jan Gorr also auch von Brian Ankersen, kann ich mich voll identifizieren und ich denke, dass ich da sehr gut reinpassen werde. Ich freue mich sehr, ab Sommer in Coburg für den HSC aufzulaufen,“ so Fynn Herzig.

Auch auf der Kreisläuferposition wird der HSC Coburg durch den Polen Bartlomiej Bis verstärkt. Er kommt vom polnischen Erstligisten Gornik Zabrze und unterschreibt ebenfalls einen Zwei-Jahres-Vertrag. Mit seiner Körpergröße von 1,94 Meter und 110 Kilogramm Körpergewicht gewinnen die Coburger einen physisch starken Spielertypen, der beim polnischen Spitzenclub Vive Kielce ausgebildet wurde und sich durch seine Leistungen zuletzt bis in die polnische Nationalmannschaft gespielt hat. Bartlomiej Bis freut sich schon heute sehr auf die neue Saison: „Ich bin sehr glücklich ab der nächsten Saison ein Teil des HSC Coburg zu sein. Vor allem auf mein erstes Spiel in der HUK-Coburg-Arena vor den Coburger Fans freue ich mich schon sehr. Ich möchte dem Verein so viel wie möglich von mir geben und hoffe, dass wir gemeinsam um große Ziele kämpfen und diese erreichen.“

Starkes Kreisläufer-Trio

Zusammen mit Jan Schäffer und Stefan Bauer kann der HSC damit auch in der neuen Saison auf ein starkes Kreisläufer-Trio zurückgreifen. „Mit Bis bekommen wir einen echten Kämpfer, der bei der letzten EM seine Abwehrfähigkeiten bewiesen hat. In seinem Verein in Polen ist er zurzeit Kapitän, darum können wir uns auf einen Spieler mit Führungsqualitäten freuen. Mit drei unterschiedlichen Kreisläufertypen sind wir auf dieser Position sehr gut aufgestellt“, beschreibt Brian Ankersen den Polen.

Aktuell ist der 24-Jährige Kreisläufer verletzt und leidet an einer Kreuzbandverletzung, welche er sich bei der EM im Januar zugezogen hat. Bei planmäßigem Heilungsverlauf wird er der Mannschaft voraussichtlich ab September zur Verfügung stehen.

Helfer in schwieriger Zeit

Dieudonné Mubenzem wird den HSC 2000 Coburg nach einer Saison verlassen. Verpflichtet wurde der 25-jährige Rückraum-Rechte vor der Saison als Reaktion auf die Langzeitverletzung von Jakob Knauer. „Dido“ hat diese Lücke geschlossen und dem Team damit in einer schwierigen Zeit sehr weitergeholfen.

Zurück nach Estland

Auch Karl Toom wird den Verein nach dieser Saison verlassen. Der 24-Jährige wird, auf eigenen Wunsch, aus seinem noch für ein weiteres Jahr laufenden Vertrag vorzeitig austreten. Grund dafür ist, dass der wurfstarke Rückraum-Linke wieder zurück in seine estnische Heimat und damit gleichzeitig auch wieder näher zu seiner Familie möchte.

Viel Verantwortung übernommen

Der dritte Abgang ist Lukas Juskenas. Der Spieler auf der Rückraum-Mitte-Position war direkt zum Saisonstart zur Mannschaft des HSC Coburg gestoßen und musste damit ohne wirkliche Vorbereitung Anschluss finden und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Tobias Varvne viel Verantwortung übernehmen. Die Wintervorbereitung konnte der im Eins-gegen-Eins und kooperationsstarke Litauer aufgrund der Teilnahme an der Europameisterschaft ebenfalls nicht absolvieren. „Nach reiflicher Überlegung ist der Verein zu dem Entschluss gekommen, dass der auslaufende Vertrag über diese Saison hinaus nicht verlängert wird“, sagt HSC-Geschäftsführer Jan Gorr. Und er fügt hinzu: „Der HSC 2000 Coburg bedankt sich schon jetzt bei allen drei Spielern für ihren Einsatz und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute. Für die verbleibenden Spiele gilt es nun, alle Kräfte zu bündeln und konzentriert die nächsten Partien anzugehen.“

Nur noch eine offene Position

„Mit diesen beiden Neuverpflichtungen sind die Kaderplanungen für die kommende Saison so gut wie abgeschlossen. Lediglich die Verpflichtung eines Nachfolgers von Paul Schikora auf der Rechts-Außen-Position steht aktuell noch aus. Damit haben alle Beteiligten zu einem frühen Zeitpunkt Planungssicherheit und können sich voll und ganz auf die aktuelle Saison konzentrieren. Das ist sehr wichtig für uns, denn schließlich geht es in den kommenden Wochen vor allen Dingen darum, mit besseren und stabileren Spielleistungen die notwendigen Punkte für den Ligaerhalt zu sichern,“ so HSC-Geschäftsführer Gorr.

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