2. Handball-Bundesliga HSC-Niederlage gegen Gummersbach

Die Coburger Handballer müssen sich dem Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga, VfL Gummersbach, geschlagen geben. Mit vielen technischen Fehlern machen sich die Vestestädter das Leben unnötig schwer.

Coburg - Die schlechte Nachricht aus Sicht des HSC 2000 Coburg gab es bereits gut zwei Stunden vor dem Anwurf gegen Spitzenreiter Gummersbach. Trainer Brian Ankersen befindet sich in häuslicher Isolation aufgrund eines Corona-Falls „im näheren Umfeld“ des Trainers. Das gab der Handball-Zweitligist am Nachmittag bekannt. Silvio Krause und Ralf Baucke übernahmen die Arbeit an der Seitenlinie für den Dänen. Auf der Platte fehlte neben Spielmacher Tobias Varvne (Hüfte) auch Milos Grozdanic, der im Training umgeknickt war.

Am späten Sonntagnachmittag unterlag der HSC 2000 dem VfL Gummersbach mit 35:37. Für die Coburger war es die dritte Niederlage in Serie. Nun gehen die Vestestädter in einen zweiwöchigen Urlaub, ehe sich die Profis auf die Rückrunde der 2. Handball-Bundesliga vorbereiten.

Denkbar schlechter Start

HSC 2000 Coburg – VfL Gummersbach 35:37 (14:19). Nach einem katastrophalen Start mit gleich drei technischen Fehlern lief der HSC von Beginn an der Musik hinterher, schnell stand es 1:4 aus Sicht der Coburger. Die Gastgeber schlossen im Angriff zu hektisch ab, die Fehlerquote war deutich zu hoch, um den Favoriten ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Gummersbach hatte kaum Mühe, den Vorsprung auszubauen (5:9, 15.).

Lukas Juskenas übernahm die Spielmacherrolle, Max Preller rückte für Grozdanic auf Linksaußen. Coburg versuchte trotz der vielen technischen Fehler dagegenzuhalten und kam bis auf einen Treffer heran (9:10, 20.). Die Gäste ließen sich nicht beirren und spielten im Angriff konzentriert. Timm Schneider, mit reichlich Bundesligaerfahrung gesegnet, erhöhte auf fünf Tore (10:15, 26.).

Bis zur Pause unterliefen den Coburgern weitere Fehler, die Gäste nutzten sie im Stile einer Spitzenmannschaft konsequent aus. Ein Faktor war bis zu diesem Zeitpunkt in der HUK-Arena die Torhüterleistung. Jan Kulhanek im HSC-Kasten kam auf 20 Prozent gehaltener Bälle, Tibor Ivanisevic stand bei knapp 40 Prozent. Mit einem 14:19 aus Coburger Sicht ging es in die Halbzeitpause.

Mit Schwung aus der Kabine

Ankersen-Vertreter Silvio Krause schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Der HSC kam mit Schwung aus der Pause und kam auf zwei Tore heran (21:23, 37.). Doch die Freude im HSC-Lager währte nur kurz, Minuten später waren die Gäste bereits wieder enteilt (21:26, 41.).

Die Vestestädter kämpften aber wacker und ließen keine Entscheidung der Gummersbacher zu. Vor allem klappte es beim HSC nun häufiger über den Kreis, Stefan Bauer und Justin Kurch brachten die Coburger wieder bis auf zwei Tore heran (27:29, 46.). Ungenauigkeiten im Spiel der Gastgeber sorgten aber wieder dafür, dass es nichts wurde mit einem möglichen Ausgleich. Doch der Einsatz stimmte, der HSC arbeitete sich wieder heran, machte sich aber nach einem technischen Fehler erneut das Leben schwer (29:32, 51.).

In der Schlussphase dieser Zweitligapartie brannte aus Sicht der Nordrhein-Westfalen nichts mehr an. Unter dem Strich nahmen die Gummersbacher die beiden Punkte verdient mit und machten spätestens beim 32:36 in der 57. Minute den Auswärtssieg in der HUK-Arena perfekt.

Die Statistik

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (15 Paraden; 34,88 Prozent gehaltene Bälle), Jan Jochens, Fabian Apfel – Max Preller (4/2), Merlin Fuß (2), Karl Toom (4), Florian Billek (7/1), Dieudonné Mubenzem, Lukas Juskenas, Jakob Knauer (2), Jan Schäffer (2), Felix Dettenthaler, Justin Kurch (4), Andreas Schröder (6), Stefan Bauer (4). – Trainer: Brian Ankersen, vertreten durch die Co-Trainer Silvio Krause und Ralf Baucke.

VfL Gummersbach: Martin Nagy (2; 20,00), Tibor Ivanisevic (12; 30,77) – Odinn Thor Rikhardsson (6), Julius Fanger, Ellidi Snaer Vidarsson (2), Julian Köster (2), Finn Schroven, Alexander Hermann, Timm Schneider (1), Fynn Herzig (4), Ole Pregler (3), Szymon Dzialakiewicz (1), Raul Santos (3), Tom Kiesler, Jonas Stüber (8), Janko Bozovic (7/4). – Trainer: Gudjon Valur Sigurdsson.

Schiedsrichter: Konrad Gimmler (Irxleben)/Jannik Rips (Magdeburg).

Zeitstrafen: 1 (Jan Schäffer)/2 (Julian Köster, Timm Schneider).

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 1:4 (4.), 3:5 (5.), 3:7 (8.), 4:8 (9.), 5:9 (13.), 6:10 (13.), 8:10 (14.), 9:10 (20.), 9:12 (22.), 10:13 (23.), 10:14 (24.), 10:16 (27.), 11:17 (28.), 12:19 (29.), 14:19 (Halbzeit), 15:20 (31.), 16:21 (32.), 18:21 (33.), 19:22 (35.), 20:23 (35.), 21:24 (38.), 21:26 (41.), 22:27 (42.), 23:28 (43.), 24:29 (44.), 26:29 (45.), 27:30 (46.), 28:31 (48.), 29:31 (50.), 30:32 (51.), 30:34 (54.), 31:34 (55.), 32:35 (56.), 32:37 (58.), 33:37 (59.), 34:37 (59.), 35:37 (Endstand).

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