2. Handball-Bundesliga HSC trotz Niederlage in Feierlaune

Die Coburger Zweitliga-Handballer müssen im letzten Saisonheimspiel gegen Eisenach eine knappe 25:26-Niederlage hinnehmen. Doch die Fans sind vom packenden Derby begeistert und gerührt von den Abschiedsworten von Geschäftsführer Jan Gorr an die scheidenden Akteure.

Den ersehnten Sieg im letzten Heimspiel der ausklingenden Saison in der 2. Handball-Bundesliga hat der HSC 2000 Coburg seinen Fans nicht bieten können. Obwohl die Mannschaft von Brian Ankersen im fränkisch-thüringischen Derby gegen den ThSV Eisenach zwischenzeitlich mit fünf Toren führte, musste sie sich nach einer beeindruckenden Schlussoffensive der Wartburgstädter am Ende noch knapp mit 25:26 (15:14) geschlagen geben. Drei Sekunden vor Schluss erzielte Alexander Saul, mit sechs Treffern bester Schütze der Gäste, nach einem Kempa-Trick den Siegtreffer für die kampfstarken Gäste, die zusammen mit ihren Anhängern im Anschluss an die Partie der Verabschiedung der scheidenden HSC-Spieler noch beiwohnten und so in fairer Weise ihren Beitrag zur gelungenen Abschlussparty der Gelb-Schwarzen mit der Saison-Rekordkulisse von 2014 Besuchern in der HUK-Arena verhalfen.

Neunfaches Adieu

Insgesamt neun Akteure werden den HSC 2000 nach dem letzten Saisonspiel, am kommenden Samstag beim Meister VfL Gummersbach, verlassen. Noch einmal besonders frenetisch gefeiert wurden nach dem Match gegen Eisenach der 41-jährige Torwart-Oldie Jan Kulhanek, seit 2015 beim Klub, und der seit 2017 für Coburg aktive schwedische Spielmacher Tobias Varvne, die zu den dienstältesten HSC-Profis zählen, sowie Linksaußen Milos Grozdanic, der sich offenkundig ebenfalls besonders tief in die Herzen der HSC-Fans gespielt hat. Ein herzliches Adieu galt zudem Justin Kurch, Paul Schikora, Karl Toom, Lukas Juskenas, Dieudonné Mubenzem und Stefan Bauer. Sie alle verabschiedeten sich direkt nach dem Match und später bei der anschließenden Fan-Party mit bewegenden Worten aus der Vestestadt, mischten sich gemeinsam mit den anderen HSC-Spielern unter die vor der Arena feiernden Fans und erfüllten geduldig die zahlreichen Autogrammwünsche.

HSC 2000 Coburg – ThSV Eisenach 25:26 (15:14). Da der Klassenerhalt des HSC 2000 ebenso bereits vor diesem Match klar war, wie auf der anderen Seite die Tatsache, dass Eisenach keine Chance mehr auf den Aufstieg hatte, konnten beide Teams ohne besonderen nervlichen Druck an die Aufgabe herangehen. Und tatsächlich lieferten sich beide Mannschaften sehr zur Freude der Anhänger ihrer starken Fan-Lager von Anfang an einen offenen Schlagabtausch.

20:15-Führung

Nach der Pause sah es so aus, als würden die Gastgeber den erhofften Heimsieg einfahren können. Tumi Steinn Runarsson brachte den HSC mit drei Treffern in Front (17:14, 33.), ehe Milos Grozdanic auf 19:15 erhöhte (36.). Und mit einem kuriosen Treffer ließ das Ankersen-Team sogar noch das 20:15 folgen: Nach einem Coburger Wurfversuch aufs leere Eisenacher Tor prallte der Ball vom Pfosten zurück und Schäffer nutzte das reaktionsschnell zur Fünf-Tore-Führung (36.). Doch der Tabellenvierte kam, auch dank des taktischen Mittels des siebten Feldspielers, mit Wucht zurück. Mit Treffern ihres Toptorjägers Fynn Hangstein und von Alexander Saul sowie mit einem glänzend parierenden Torwart Jepsen als Rückhalt drehten die Thüringer die Partie.

Statistik

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Jochens (9 Paraden), Apfel (2 Paraden) – Runarsson (3), Fuß (1), Toom, Billek (3), Mubenzem, Juskenas, Knauer (2), Varvne (4), Schäffer (4), Dettenthaler, Kurch (4), Grozdanic (4), Schröder.

ThSV Eisenach: Lucin (1 Parade), Jepsen (10 Paraden) – Iffert, Wöhler, Potisik, Hangstein (6/2), Ulshöfer, Walz, Tokic (1), Sousa (2), Dicker, Donker, Schneibel (4), Snajder (1), Weyhrauch (4), Saul (8).

Schiedsrichter: Kauth (München) / Kolb (Augsburg).

Zuschauer: 2014.

Zeitstrafen: 1 (Kurch) / 5 (Snajder 2, Hangstein, Sousa, Dicker)

Siebenmeter: – / 2.

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