2. Handball-Bundesliga HSC verliert Derby in Eisenach

Die Coburger Handballer kassieren in der 2. Bundesliga eine deutliche Auswärtsniederlage. Im Derby in Eisenach unterliegen die Vestestädter mit 28:35.

Eisenach/Coburg - Am Ende war es deutlich. Der HSC 2000 Coburg hat sein Auswärtsspiel beim ThSV Eisenach mit 28:35 verloren. Die Gäste aus der Vestestadt hatten zu Beginn der Partie in der 2. Handball-Bundesliga gute Aktionen, im Laufe der Begegnung ging aber der Spielfluss etwas verloren. Die Thüringer machten es in der leeren Werner-Assmann-Halle deutlich besser und waren vor allem im Angriff kreativer und zielstrebiger als der HSC. Unter dem Strich geht der Sieg des ThSV in jedem Fall in Ordnung. Bester Werfer der Coburger war Florian Billek mit sechs Treffern.

Für den HSC geht es schon am Sonntag weiter. Dann steht das letzte Spiel des Jahres auf dem Programm. Zu Gast auf der Lauterer Höhe ist dann der VfL Gummersbach.

ThSV Eisenach – HSC 2000 Coburg 35:28 (16:13). Andreas Schröder übernahm zu Beginn die Spielmacherrolle. Tobias Varvne fehlte weiterhin wegen einer Hüftverletzung, Lukas Juskenas, der gegen Hagen noch aufgrund von Knieproblemen passen musste, stand zumindest auf dem Spielformular.

Nach einer schnellen 2:0-Führung für den HSC 2000 Coburg entwickelte sich in den Minuten danach eine ausgeglichene Partie. Beim Stand von 3:3 nutzte Eisenach die erste Gelegenheit zur Führung (4:3, 8.). Nach genau zehn Minuten verwertete Justin Kurch ein schönes Anspiel an den Kreis zum 5:5. Doch kurze Zeit danach gingen die Thüringer zum ersten Mal mit zwei Toren in Front (7:5, 13.). Dabei blieb es zunächst, Jan Schäffer kassierte zudem noch eine Zeitstrafe. Dennoch konnte der HSC trotz einer unkonventionellen 3:3-Abwehr der Gastgeber auf 8:8 stellen.

Eisenach setzt sich ab

Dieser Gleichstand war aber schnell dahin, Eisenach hatte wieder die Nase vorn. Beim 11:9 und einem Coburger Wurf über das Tor erhöhte der ThSV auf drei Tore (21.). Daniel Hideg stellte gar auf 13:9 (23.), Coburgs Coach Brian Ankersen sah sich zu einer Auszeit gezwungen.

Danach wurde es offensiv im Spiel der Gäste nicht wirklich besser. Es fehlten die zündenden Ideen und die letzte Entschlossenheit. Vieles wirkte nicht bis zum Ende durchdacht, die Eisenacher machten es hingegen cleverer und gerieten nicht wirklich in Gefahr. Ohne größere Schwierigkeiten behauptete die Mannschaft von Misha Kaufmann die Führung bis zur Pause. Mit einem 16:13 ging es in die Kabinen. Mit Fabian Apfel im Tor, der bereits früh in Hälfte eins Jan Jochens abgelöst hatte, ging es im zweiten Abschnitt weiter. Eisenach machte im Angriff kompromisslos weiter. 19:15 stand es in der 34. Minute. Brian Ankersen versuchte nun mit Jan Kulhanek sein Glück im Coburger Kasten. Der HSC tat sich in der Abwehr weiterhin schwer, die Spielzüge des ThSV zu unterbinden. Immer waren die Vestestädter einen Schritt zu langsam, die Thüringer setzten sich in dieser Anfangsphase der zweiten Hälfte auf fünf Tore ab.

Coburg kommt nicht heran

Per Kempa-Trick und zugleich dem siebten Treffer von Fynn Hangstein sorgten die Gastgeber für das 23:17 (38.). Ankersen reagierte wieder mit einer Auszeit und brachte nun Stefan Bauer für Justin Kurch an den Kreis, der gleich in seiner ersten Aktion traf. Dennoch kam der HSC nicht heran. Alexander Saul brachte Eisenach das 25:20, Max Preller verkürzte im direkten Gegenzug. Eine Viertelstunde vor dem Ende holte Misha Kaufmann seine Jungs mit einer Auszeit vom Feld und versuchte sie mit taktischen Anweisungen für die Schlussphase einzustimmen. Für die Schützlinge des Schweizers war ein Sieg in greifbarer Nähe, der bis zu diesem Zeitpunkt auch verdient gewesen wäre.

Karl Toom verkürzte auf drei Tore, der ThSV versuchte es mit dem zusätzlichen Feldspieler und hatte Erfolg (26:22, 47.). Angesichts von fünf Toren Rückstand hatte man nicht wirklich das Gefühl, dass die Coburger Handballer die Partie in den letzten zehn Minuten noch einmal würden drehen können. Dazu war der HSC an diesem Tag unter dem Strich einfach nicht gut genug. Die Gäste waren zwar bemüht, so richtig in Bedrängnis brachten sie die heimischen Akteure in den blauen Trikots nicht.

Fynn Hangstein erzielte in der 53. Minute seinen zehnten Treffer zum 31:25. Die Vorentscheidung war gefallen. Bis zum Ende tat sich nicht mehr viel. Eisenach holte sich am Ende verdient den Derby-Sieg gegen den HSC.

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