Es ist wie ein Film, der jedes Jahr wieder abläuft. Ein Horrorfilm. Ein Albtraum, der vor 20 Jahren bittere Realität geworden ist. Der 22. April 2004 hat das Leben von Ursula und Udo Helmreich – wie das der anderen betroffenen Familien – radikal verändert. Ihr Sohn André sitzt an jedem Donnerstagabend am Steuer eines Alfa Romeo, der zwischen Tschirn und Effelter mit hoher Geschwindigkeit mit einem Bus kollidiert. Der damals 19-jährige Fahrer und drei jugendliche Insassen des Autos sterben bei dem schweren Unfall. Der Busfahrer, den keine Schuld am Unglück trifft, überlebt mit schwersten Verletzungen, liegt jahrelang im Koma und erholt sich nicht mehr von den Unfallfolgen.