Was ist der phänologische Frühlingsbeginn?
Neben diesen am Kalender orientierten Daten gibt es eine weitere Art, den Frühlingsbeginn zu bestimmen, der deutlich flexibler ist. Experten sprechen vom sogenannten phänologischen Frühlingsbeginn. Dieser richtet sich danach, wie weit die Vegetation entwickelt ist, beziehungsweise sich Tiere und Pflanzen verhalten. Biologen unterteilen das Jahr so in zehn Jahreszeiten.
Der Frühling wird unterteilt in Vor-, Erst-, und Vollfrühling. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) definiert die drei „Stufen“ folgendermaßen:
- Vorfrühling: Beginn mit Blüte von Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen, Ende mit Blüte der Salweide.
- Erstfrühling: Beginn mit Blüte der Forsythie sowie von Beerensträuchern wie der Stachelbeere und Obstbäumen wie Kirsche, Pflaume und Birne, von Schlehe und Ahorn; Laubentfaltung von Birke und Buche.
- Vollfrühling: Blüte von Apfel, Flieder und Rosskastanie; Laubentfaltung von Eiche und Hainbuche.
Bedingt durch den Klimawandel beobachten Experten dabei immer häufiger Verschiebungen. Deshalb gelten die, aus dem phänologischen Frühlingsbeginn abgeleiteten Bauernregeln, heute häufig nicht mehr. Und: am vergangenen Wochenende war im Südwesten – und auch sonst nirgends in Deutschland – auf keinen Fall „Frühling“.