29:29 in Bietigheim Coburg nimmt einen Punkt mit

HSC-Kapitän Andreas Schröder (links) überläuft Juan de la Pena und trifft ins Bietigheimer Tor. Foto: Iris Bilek

Die Handballer aus der Vestestadt kommen am Mittwoch bei der SG BBM Bietigheim zu einem Unentschieden. Die Zweitliga-Begegnung endet mit einem leistungsgerechten 29:29.

Der Zweitliga-Handballer des HSC 2000 Coburg haben im Auswärtsspiel am Mittwochabend bei der SG BBM Bietigheim ein 29:29-(15:14)-Unentschieden erreicht. Die Vestestädter konnten sich für die Klatsche fünf Tage zuvor in Lübeck rehabilitieren. Das hatte ihr Trainer Brian Ankersen, der an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, im Vorfeld gefordert.

Während die Coburger am vergangenen Freitag beim VfL Bad Schwartau mit 25:37 untergegangen waren, konnte sich die Bietigheimer Mannschaft um Trainer Iker Romero und den früheren HSC-Torhüter Konstantin Poltrum zeitgleich über einen 35:32-Erfolg bei den Rimparer Wölfen freuen. Dementsprechend selbstbewusst ging der Tabellenachte ins Duell mit den Oberfranken, bei denen die verletzten Florian Billek, Stefan Bauer, Paul Schikora und Max Preller fehlten. Nachgerückt in den Kader waren Felix Dettenthaler und Noah Mund.

Starke Torhüter

Der HSC 2000 startete mit Jan Kulhanek im Tor, Jakob Knauer und Milos Grozdanic auf den Außen sowie Merlin Fuß, Jan Schäffer, Justin Kurch und Andreas Schröder im Rückraum. Offensiv kamen zu Beginn Tumi Steinn Runarsson und Karl Toom für Schäffer und Schröder zum Einsatz.

Die temporeiche Anfangsphase war geprägt von starken Torwartleistungen. Sowohl Poltrum als auch Kulhanek parierten mehrfach sehenswert. Die Gastgeber nutzten teils haarsträubende technische Fehler der Coburger zur 4:1-Führung nach zehn Minuten. Nach dem 6:2 wurde es HSC-Coach Ankersen zu bunt und er nahm die erste Auszeit. Besser wurde das Spiel zunächst aber nicht. Der HSC, jetzt mit Tobias Varvne, tat sich weiter schwer im Angriff, sodass Bietigheim mit 8:3 und 9:4 vorne lag.

Kritische Phase

Nachdem die Vestestädter ihre Defensive stabilisieren konnten, lief es deutlich besser. Schäffer und Fuß verkürzten zum 6:9. Die kritische Anfangsphase war überstanden. Knauer gelang das 7:9 – der HSC 2000 war wieder im Geschäft.

Nach einer Abwehraktion der SG erhielt Grozdanic, der ein Foul forderte, eine Zeitstrafe wegen Meckerns. In Unterzahl kamen die jetzt hellwachen Coburger durch Treffer von Dettenthaler und Varvne zum 11:11 sechs Minuten vor dem Wechsel. Nun war die Partie ausgeglichen. Schäffer traf kurz vor der Halbzeitsirene zur 15:14-Pausenführung, die nach der eindrucksvollen Aufholjagd des HSC nicht unverdient war.

Die zweite Hälfte begann zäh. Der flinke Dettenthaler traf zum 16:14 für die Coburger, die es in der Folge versäumten, den Vorsprung auszubauen. SG-Torhüter Nick Lehmann hielt sein Team mit erstklassigen Paraden im Spiel. Per Siebenmeter fiel das 16:16 durch Bietigheims Schäfer, per Siebenmeter auch das 16:17 von Grozdanic.

Spannung pur

Nach 42 Minuten stand es 17:19, als Schäffer einen Gegenstoß routiniert abschloss. Nach dem 18:20 durch den souveränen Strafwurfspezialisten Grozdanic nahm SG-Trainer Romero eine Auszeit. Coburgs Dieudonne Mubenzem traf zum 18:21 nach exakt 45:01 Minuten. Die Hausherren kämpften nun verbissen, verkürzten erst auf 20:21 und glichen dann zum 22:22 aus.

Varvnes 22:23 leitete eine spannende Schlussphase ein. Der HSC lag bis zum 24:26 in Front, dann drehte Bietigheim die Begegnung zum 27:26. Kurch glich zum 27:27 aus, die SG ging wieder mit 28:27 in Führung. Nach Ankersens Auszeit ging es in die letzten zwei Minuten. Merlin Fuß erzielte das 28:28. De la Penas 29:28 konterte erneut Fuß zum 29:29 – unterm Strich ein leistungsgerechter Ausgang.

Statistik

SG BBM Bietigheim: Pascal Welz, Konstantin Poltrum (3 Paraden; 15,79 Prozent gehaltener Bälle), Nick Lehmann (7; 35,0) – Nikola Vlahovic (2), Marco Rentschler, Dominik Claus, Max Öhler (1), Christian Schäfer (6/3), Juan De La Pena Morales (4), Mario Urban, Paco Barthe (7), Jan Asmuth (3), Sven Wesseling (3), Alexander Pfeifer, Nils Boschen (1), Jonathan Fischer (2). – Trainer: Iker Romero.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (10; 30,3), Jan Jochens (1; 14,29) – Tumi Steinn Runarsson, Merlin Fuß (4), Karl Toom (2), Noah Mund, Dieudonné Mubenzem (1), Lukas Juskenas, Jakob Knauer (1), Tobias Varvne (6), Jan Schäffer (4), Felix Dettenthaler (4), Justin Kurch (1), Milos Grozdanic (4/4), Andreas Schröder (2). – Trainer: Brian Ankersen.

Schiedsrichter: Suresh Thiyagarajah (Köln)/Ramesh Thiyagarajah (München).

Siebenmeter: 3/4 – 4/4.

Zeitstrafen: 4 – 4.

Spielfilm: 2:0 (4.), 3:1 (7.), 4:2 (10.), 6:2 (11.), 7:3 (13.), 8:4 (14.), 9:5 (15.), 9:7 (19.), 10:8 (20.), 11:9 (22.), 11:11 (24.), 12:11 (25.), 13:11 (26.), 14:12 (28.), 14:14 (30.), 14:15 (Halbzeit), 14:16 (34.), 16:16 (38.), 17:17 (40.), 17:19 (42.), 18:20 (44.), 19:21 (46.), 20:22 (48.), 22:22 (50.), 22:24 (52.), 23:25 (53.), 24:26 (54.), 26:26 (56.), 27:27 (57.), 28:28 (59.), 29:29 (Ende)

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