30:25-Sieg in Potsdam HSC-Angriff läuft auf Hochtouren

Coburgs Fynn Herzig (links) traf sechs Mal. Foto: Iris Bilek

Der HSC 2000 Coburg hat am Samstag in der 2. Handball-Bundesliga den zweiten Saisonsieg gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Brian Ankersen setzte sich nach zwei Niederlagen in Folge hochverdient mit 30:25 (13:13) beim Aufsteiger VfL Potsdam durch. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit war es die bessere Chancenverwertung nach der Pause, die den Gästen den Auswärtserfolg bescherte. „Der Sieg war unfassbar wichtig für uns, nachdem wir mit vier Verlustpunkten doch unter Druck geraten waren“, sagte der sechsfache Coburger Torschütze Felix Jaeger nach der Partie. Sein Bruder Max und Fynn Herzig trafen ebenfalls sechs Mal.

Jan Schäffer sieht früh die rote Karte

Halbzeit eins in der MBS-Arena war auf beiden Seiten von schwachen Wurfquoten und technischen Fehlern im Angriff geprägt. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und lagen in der kampfbetonten Begegnung nach zehn Minuten mit 6:3 vorne.

Nachdem Coburgs Jan Schäffer in der 12. Minute nach einer unglücklichen, aber dennoch rüden Abwehraktion die rote Karte gesehen hatte, war es Torwart-Routinier Jan Kulhanek, der den HSC mit tollen Paraden zurück ins Spiel brachte. Die erste Gästeführung erzielte Felix Jaeger in der 22. Minute zum 8:9. In der Folge verlief die Partie ausgeglichen bis zum 13:13-Halbzeitstand.

Jaeger-Brüder treffen je sechs Mal

Nach dem Wechsel legte der HSC zunächst immer einen Treffer vor, die junge Mannschaft aus Potsdam glich wieder aus. Felix Jaeger baute die Führung mit zwei Treffern in Folge zum 16:18 erstmals auf zwei Tore aus. Die HSC-Defensive stand jetzt gut und der VfL tat sich sichtlich schwer im Angriff. Max Jaeger gelang das 16:19 (42.).

Jan Kulhanek in überragender Form

Doch Potsdam ließ nicht locker und kam wieder ran. Der eingewechselte Jan Jochens hielt beim 18:19 einen Siebenmeter und verhinderte den Ausgleich der Hausherren. Die Coburger bissen sich jetzt rein in die Partie und behaupteten in der Folge auch dank des exzellent aufgelegten Kulhanek (13 Paraden) ihren Vorsprung, den Florian Billek und Jakob Knauer acht Minuten vor dem Ende auf vier Tore ausbauten.

Jetzt lief der HSC-Angriff auf Hochtouren. Als Fynn Herzig das 19:25 erzielte, bog der HSC 2000 endgültig auf die Siegerstraße ein. In der Schlussphase ließen die Vestestädter nichts mehr anbrennen und kamen zu einem 30:25-Erfolg, der um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Für die Potsdamer war es die erste Heimniederlage seit Mai 2021.

Statistik

VfL Potsdam: Lasse Ludwig (5 Paraden/21,74 Prozent/Mark Ferjan (2 Paraden/14,29 Prozent)– Emil Hansson (4), Josip Simic, Max Beneke (1), Vasilje Kaludjerovic (1), Nils Lichtlein (2), Joshua Thiele (2), Marcel Nowak (2), Tim Grüner (1), David Cyrill Akakpo (3), Maxim Orlov (3/2), Nils Fuhrmann, Moritz Sauter, Matthes Langhoff (6), Dustin Kraus. – Trainer: Bob Hanning.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek (13 Paraden/35,14 Prozent)/Jan Jochens (1 Parade/50 Prozent)– Max Jaeger (6), Felix Dettenthaler, Noah Mund (1), Viktor Glatthard, Merlin Fuß (1), Arkadiusz Ossowski (2), Florian Billek (5/1), Fynn Herzig (6), Jakob Knauer (1), Jan Schäffer, Felix Jaeger (6), Andreas Schröder (2). – Trainer: Brian Ankersen.

SR: Adrian Kinzel/Sebastian Grobe (Dortmund/Braunschweig).

Zuschauer: 612.

Zeitstrafen: 5 (Hansson, Lichtlein, Nowak, Akakpo, Langhoff) – 6 (Glatthard 3, F. Jaeger, Knauer, Schröder).

Rote Karten: – / Schäffer (12.), Glatthard (57.).

Siebenmeter: 1/2 (Orlov) – 1/2 (Billek).

Spielfilm: 3:2 (7.), 6:3 (10.), 8:6 (19.), 8:9 (22.), 11:11 (26.), 13:13 (Halbzeit), 16:16 (35.), 16:19 (42.), 18:19 (46.), 18:20 (49.), 19:23 (52.), 19:25 (54.), 22:27 (56.), 23:29 (58.), 25:30 (Ende).

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