Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometer pro Stunde
Später gründete Späth zusammen mit anderen Fans den Bobbycar-Sport-Verband, der die offiziellen Meisterschaften organisiert. Neben seinen Schätzen im Museum besitzt er auch mehrere regelkonform getunte Rennschlitten mit speziellen Kugellagern und Luftreifen. Normalerweise – also vor Corona – fährt er mehrmals im Jahr bei den abenteuerlichen Rennen abschüssige Pisten in einem Affenzahn hinab und erreicht dabei Geschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde.
„Wenn man selber draufsitzt, kommt es einem gar nicht so schnell vor“, erzählt er. Das mag auch an dem Helm und der Schutzkleidung liegen. Extra für die Rennen trainieren sei nicht nötig. Was man aber unbedingt üben müsse, sei das Bremsen, betont er. Denn beim Bobbycar schiebt man sich nicht nur mit den Füßen an, man bremst auch mit ihnen. Für die Rennen klebt sich Späth deshalb Autoreifen unter die Schuhe. „Wenn man einmal bei 120 gebremst hat, sind sonst keine Schuhe mehr da.“
Hersteller bietet spezielle Schuhschoner an
Ja, die Schuhe, die sind sowieso ein Thema beim Bobbycar. Sohlen und Schuhspitzen werden zum Ärger mancher Eltern auch schon beim normalen Fahren kräftig abgenutzt. Der Hersteller bietet deshalb schon länger spezielle Schuhschoner an. Und auch für die Nerven lärmempfindlicher Nachbarn gibt es Entlastung: Flüsterreifen dämpfen inzwischen die fürs Bobbycar typischen Poltergeräusche.