Heute ist es das Schloss unten in Eyrichshof, das die Blicke auf sich zieht. Prächtig rückt es in den Mittelpunkt zu Gartenfesten und Wintermärkten, dient als Filmkulisse oder als mächtiger Hintergrund gefeierter Open-Air-Konzerte. Doch ursprünglich stand hier einst eigentlich nur ein Gehöft, das zu der auf einem unweit auf einer Anhöhe gelegenen Burg Rotenhan gehörte. Die Stammburg der Familie von Rotenhan im Wald Richtung Kurzewind wurde 1229 erstmals urkundlich erwähnt – und seither immer wieder, nämlich als bestes Beispiel für eine echte Felsburg, von denen es in Deutschland nur sehr wenige gibt. Sie ist nicht nur auf den Fels drauf, sondern auch in selbigen hineingebaut worden. Das alles nützte ihr nichts: Vor 700 Jahren, im Sommer 1324, wurde sie zerstört, buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht und bis auf die ursprünglichen Felsen abgetragen. „Geschleift“ nannte man das damals, mit dem brieflich versicherten Verzicht auf Wiederaufbau. So kam es von der Burg zur Ruine, wie wir sie heute kennen. Für die Freiherren von Rotenhan damals wohl nicht unbedingt ein Grund zu feiern.
700 Jahre Ruine Rotenhan feiert Geburtstag
Tanja Kaufmann 23.08.2024 - 15:00 Uhr