Die Bilanz dieser letzten Kriegstage war verheerend: Etwa 1000 Panzer- und Artilleriegranaten wurden auf die Stadt abgefeuert. Dabei kamen 45 Menschen ums Leben, rund 400 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört sowie zwei Brücken gesprengt. Neben den Kampfopfern gab es auch Selbstmorde von NS-Fanatikern oder Menschen, welche die NS-Gräuelpropaganda für wahre Münze hielten. Besonders erschütternd sind diese beiden Beispiele: „So hat eine Frau im Pilgramsroth ihrem Sohn die Kehle durchschnitten und ihre Tochter erhängt, bevor sie sich selbst aufhängte. Der Arzt Hans Eckerlein, der die Totenscheine ausgestellt hatte, notierte zu den Todesursachen ‚Annäherung amerikanischer Truppen’. Ebenso hatte sich die 45-jährige Anna Lindner am 15. April 1945 erhängt. Bei ihr gab Dr. Eckerlein die Selbstmord-Begründung: ‚Erregung durch die Besetzung der Stadt durch die Amerikaner’ an.“