83:79 gegen Kapfenberg Viel mehr Spannung als erwartet

Eberhard Spaeth

Spannender als erwartet verlief das erste Saison-Heimspiel von Medi Bayreuth im Fiba-Europe-Cup. Am Ende der Partie gegen die Kapfenberg Bulls aus Österreich stand aber doch ein 83:79-Sieg, mit dem das Tor zur zweiten Gruppenphase des Wettbewerbs weit aufgestoßen wurde.

Basketball - Im ersten Heimspiel der Saison im Fiba-Europe-Cup ist Medi Bayreuth auch mit geschwächter Besetzung am Ende der Favoritenrolle gerecht geworden. Gegen die Kapfenberg Bulls gewann der Bundesligist am Mittwochabend mit 83:79 (46:38) und verbesserte seine Zwischenbilanz in Gruppe A damit auf 3:1 Siege.

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Anstelle des ziemlich einseitigen Spielverlaufs im Hinspiel (100:70) erlebten die 968 Zuschauern allerdings viel mehr Spannung als erwartet. Obwohl der österreichische Vizemeister wie befürchtet den im Hinspiel herausragenden Center Justin Briggs nicht einsetzen konnte und nur sieben Spieler regelmäßig durchwechselte, fiel die Entscheidung erst in der letzten Minute. Nachdem Martynas Sajus 62 Sekunden vor dem Ende mit einem Freiwurf zum 79:79 ausgeglichen hatte, übernahm Cameron Wells die Verantwortung für eine Aktion auf eigene Faust, die er aus der Halbdistanz zum 81:79 abschloss. Die Restspielzeit reichte noch genau für einen vollständigen Angriff der Gäste, der aber nur noch zu einem schwierigen Dreier führte, den Topscorer Kareem Jamar trotz der glänzenden Gesamtquote bei Distanzwürfen nicht verwandeln konnte. Ein Foul bescherte Bastian Doreth dann noch die Möglichkeit zu zwei Freiwürfen in der letzten Sekunde.

Führung nach 13:0-Lauf hält nicht lange

Zuvor hatte es im ganzen Spiel nur drei Minuten gegeben, in denen das Medi-Team im 100. Europacupspiel der Bayreuther Basketball-Geschichte umfassend gerecht wurde. In dieser Phase gelang ein 13:0-Lauf vom 33:33 (16.) zum 46:33 (19.). Bezeichnenderweise wurden dabei sämtliche Punkte auf den großen Positionen erzielt: sieben von Terry Allen, der damit schon 16 Zähler gesammelt hatte, vier von Andreas Seiferth und zwei von Martynas Sajus. Ansonsten gelang es zu selten, die Vorteile unter dem Korb zur Geltung zu bringen, vor allem wenn die Österreicher mit Zonenformation verteidigten.

Das insgesamt noch größere Problem hatten die Gastgeber aber in der Defensive. Nur zehn Fouls, davon lediglich drei in der ersten Hälfte zeugen nicht gerade von Aggressivität. Schwierigkeiten bereiteten vor allem die Distanzwerfer der Kapfenberger. Als die Gäste den 13-Punkte-Rückstand wieder abgearbeitet und in eine 61:60-Führung verwandelt hatten, standen für sie zwölf erfolgreiche Dreier bei nur 19 Versuchen zu Buche (63 Prozent). Auf Bayreuther Seite blieben die Dreier dagegen bis zum Ende ein Schwachpunkt (3/21), auch weil der im Hinspiel überragende Marcus Thornton (0/5) überhaupt nicht zur Geltung kam. Neben Topscorer Allen und Andreas Seiferth, dem die physisch nicht ganz so starken Gegenspieler guttaten, fiel Kevin Wohlrath positiv auf, der nach den ersten Treffern (insgesamt 5/7) sichtlich Selbstvertrauen aufbaute.

Statistik

Medi Bayreuth: ANIM 13 Punkte / 26:48 Min. Einsatzzeit / Plus-Minus-Bilanz: 11), THORNTON (4 / 29:37 / 5), WOHLRATH (12 / 25:14 / -8), Bruhnke, Doreth (6 / 22:12 / 5), SEIFERTH (15 / 20:54 / -7), Sanders, ALLEN (22 / 30:32 / 3), Sajus (5 / 19:06 / 11), WELLS (6 / 25:37 / 0); Feldwurfquote: 32/60 (53 Prozent), davon 3/21 Dreier (14 Prozent): Wohlrath (2/2), Allen (1/5); Freiwürfe: 16/20 (80 Prozent); Rebounds: 21 defensiv, 10 offensiv (Seiferth (3/5); Assists: 22 (Wells 11); Effektivität: 101 (Seiferth 20, Allen 19, Seiferth 19, Wohlrath 14, Sajus 11).

Kapfenberg Bulls: JAMAR (25 Punkte), Scott (4), Podany (2), Zapf, Seher, GRUBOR (16), CIGOJA (12), KRSTIC (7), SCHRITTWIESER (13), Votsch; Feldwurfquote: 30/58 (52 Prozent), davon 15/32 Dreier (47 Prozent): Cigoja (4/7), Jamar (3/5), Grubor (3/7), Schrittwieser (3/8); Freiwürfe: 4/5 (80 Prozent); Rebounds: 18 defensiv, 8 offensiv (Krstic 4/2); Assists: 15; Effektivität: 84 (Jamar 21, Grubor 16).

Stationen: 6:10 (4.), 22:18 ).), 24:21 (1. Viertel), 33:33 (16.), 46:33 (19.), 46:38 (Halbzeit). 60:61 (26.), 66:66 (3. Viertel), 73:74 (34.), 78:74 (36.), 78:79 (38.), 83:79 (Ende).

 

Bilder