A 70 Lkw kracht in Auto auf dem Seitenstreifen

Ein Lastwagen ist auf der Autobahn 70 kurz vor der Anschlussstelle Haßfurt in ein Pannenfahrzeug auf dem Seitenstreifen gekracht. Der Lkw kam am Montagabend aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, wie die Polizei mitteilte.

Haßfurt - Zu einem tragischen Unfall mit zwei verletzten Personen kam es am Montagabend auf der Maintalautobahn A70. Zwischen den Anschlussstellen Knetzgau und Haßfurt rammte ein Sattelzug einen PKW und kam auf der Seite liegend abseits der Autobahn vor einem Wald zum Liegen. Die Aufräumarbeiten gestalteten sich schwierig.

Gegen 17:50 Uhr befuhr ein 56-jähriger Fernfahrer einer deutschen Spedition die A70 in Fahrtrichtung Schweinfurt. Etwa 500 Meter vor der Anschlussstelle Haßfurt kam der Mann mit seinem 40-Tonner aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von seiner Fahrspur ab und fuhr auf einen dort stehendes Auto auf. Die Kollision war so heftig, dass der Opel nach rechts gegen die Leitplanke gedrückt wurde. Dabei wurde die hintere linke Rücksitzbank komplett  zusammengeschoben. Auch ein Wegweiser wurde bei dem Aufprall zerstört. .Anschließend walzte der LKW die Leitplanke auf rund 100 Metern nieder bevor er eine circa drei Meter tiefe Böschung hinab fuhr und am Waldrand nach rechts auf die Beifahrerseite umkippte.

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck hatte der 25-jährige Autofahrer mit seinem Opel vermutlich wegen einer Panne auf dem Standstreifen angehalten. Der rumänische Staatsbürger blieb in seinem Fahrzeug sitzen, ohne offenbar Warnblinklicht und Standlicht einzuschalten. Ebenso hatte er das Pannenfahrzeug nicht mit einem Warndreieck abgesichert. 

Beide Fahrzeugführer, die jeweils alleine unterwegs waren, konnten sich selbstständig aus den Wracks befreien. Nach der Erstversorgung durch die Teams zweier BRK-Rettungswagen und eines Notarztes wurden die beiden Verletzten in ein Schweinfurter Krankenhaus eingeliefert. Zunächst hatte es den Anschein, dass der Autofahrer so wie auch der Lastweagenfahrer offenbar wie durch ein Wunder nur leicht verletzt wurde. Aufgrund des Unfallmechanismus und des hohen Zerstörungsgrades seines Autos wurde er nach entsprechenden medizinischen Trauma-Richtlinien aber, bis zum Beweis des Gegenteils, wie ein Schwerverletzter behandelt und in einen Schockraum eingeliefert.

Die Freiwillige Feuerwehr Knetzgau war mit 25 Mann im Einsatz, sperrte die rechte Fahrspur, leuchtete die Unfallstelle aus und sorgte für den Brandschutz. Die Autobahnmeisterei Knetzgau kümmerte sich um die beschädigten Einrichtungen der Bundesautobahn. Zunächst wurde der Verkehr einspurig am Unglücksort vorbeigeleitet, ehe gegen 21 Uhr die Autobahn bis in die frühen Morgenstunden komplett in Fahrtrichtung Schweinfurt gesperrt wurde. Mit schwerem Gerät rückte ein Bergungunternehmen an um den Unfallort zu räumen. Vorher musste die Ladung des Sattelzuges, die aus Waschmittel und Desinfektionsmittel in Pulverform bestand, auf einen anderen LKW umgeladen werden. Der entstandene Sachschaden konnte vor Ort noch nicht beziffert werden.

Der jetzige Unfall weckt böse Erinnerungen an einen ähnlichen Vorfall im September vergangenen Jahres. Damals war ebenfalls ein Sattelzug auf einen auf dem Standstreifen stehenden Kleinlaster aufgefahren und beide Fahrzeuge in den Wald geschleudert. Die Unfallstelle lag damals auf der gleichen Strecke, nur 2,5 Kilometer vor dem jetzigen Unfallort. 

Aufgrund dieses erneuten Unfalls gibt die Verkehrspolizei den dringenden Rat bei einer Panne auf der Autobahn das Fahrzeug zu verlassen. Polizeikommissar René Kuritka sagte am Unfallort: "Nach dem Absichern mit Warndreieck und Warnblinklicht sollten die Insassen hinter der Außenleitplanke möglichst viel Abstand zur Autobahn suchen und so für ihre eigene Sicherheit sorgen".

 
 

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